Gesprächsangebot

Polizisten sammeln auf der Allee viele Sympathiepunkte

Mit einem Tässchen Kaffee am spacigen Polizei-Wohnwagen: Auch Bernd und Irmgard Sülberg suchten auf der Alleestraße das Gespräch mit Ralf Bäcker. Der ist Bezirksbeamter in Lüttringhausen.
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Mit einem Tässchen Kaffee am spacigen Polizei-Wohnwagen: Auch Bernd und Irmgard Sülberg suchten auf der Alleestraße das Gespräch mit Ralf Bäcker. Der ist Bezirksbeamter in Lüttringhausen.
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Ganz nahbar: Die Frauen und Männer in Uniform suchen den Kontakt zum Bürger.

Von Axel Richter

Remscheid. Roland Popko lässt auf die Frauen und Männer in Uniform nichts kommen. 40 Jahre war er als Busfahrer und Fahrscheinkontrolleur für die Stadtwerke auf Remscheids Straßen unterwegs. Da war es manchmal ganz gut, wenn ein Polizist zugegen war. Denn, sagt der 65-Jährige: „Manche jungen Burschen haben vor nichts und niemandem mehr Respekt.“

Doch nicht jeder Remscheider hat ein so entspanntes Verhältnis zur Polizei. Erst recht nicht, wenn er als Autofahrer in eine Kontrolle gerät und der (längst abgelaufene?) Verbandskasten sich irgendwo in den Tiefen des Kofferraums befindet.

Deshalb standen die Beamtinnen und Beamten gestern in vor einem speziell dafür ausgerüsteten silberfarbenen Wohnwagen mit Kaffeemaschine und Sitzgruppe auf der oberen Alleestraße: „Wir wollen zeigen, dass wir ganz normale Menschen sind.“

Gesprächsangebot auf der Allee: Auch bei Ärger mit den Nachbarn helfen die Polizisten weiter

Viele Remscheiderinnen und Remscheider nahmen das Gesprächsangebot gern an. Nicht alles, was sie zu berichten hatten, geht die Polizisten unmittelbar an. Der Nachbar, der zum großen Verdruss der anderen Mieter im Treppenhaus die gelben Müllsäcke stapelt, zählte gewiss dazu. Helfen konnten die Beamten dennoch – indem sie den Fall ans Ordnungsamt verwiesen.

Alle Polizeimeldungen aus Remscheid und Umgebung

Ralf Bäcker und Ute Jaeger kennen solche Bürgeranliegen aus täglicher Praxis. Für Beamte wie sie haben die Rheinländer den Begriff „Schutzmann op dr Eck“ ersonnen. Ute Jaeger ist Bezirksbeamtin in Lennep, Ralf Bäcker dreht in Lüttringhausen seine Runden.

„Wir sind Berater in allen Lebenslagen“, sagt Bäcker. Und das gern. In seiner Dienststelle im Lüttringhauser Rathaus stellte er schon alten Damen das Handy richtig ein, gab Tipps, wo sich ein neuer Heizofen anschaffen lässt, gestern fragte ihn eine Dame spontan nach einer Schutzmaske. Auch die hatte Bäcker parat.

Polizisten wollen mit Wohnwagen mehr Präsenz zeigen

Solche Polizistinnen und Polizisten sähen viele Remscheider gern häufiger auf der Straße. Den Wunsch formulierten gestern deshalb viele am spacigen Polizei-Wohnwagen auf der Alleestraße.

Die Ordnungshüter sollen mehr Präsenz zeigen. Nicht unbedingt im Streifenwagen, sondern am liebsten per pedes – nahbar und und ansprechbar für die Bewohner im Viertel.

Wie wichtig ihre Arbeit für das Image der Polizei ist, das weiß auch ihrer oberster Vorgesetzter in Wuppertal. Polizeipräsident Markus Röhrl ging deshalb mit auf Patrouille durch Lennep und Lüttringhausen. Er weiß: Niemand verkörpert das Bild vom Freund und Helfer anschaulicher als der „Schutzmann op dr Eck“.

Mit den Bezirksbeamten und -beamtinnen waren gestern auch die Kolleginnen und Kollegen der Kriminal- und Unfallvorbeugung mit von der Partie. Gemeinsam werden sie ihre Aktion für mehr Bürgernähe fortsetzen – Mittwoch nächster Woche zunächst in Solingen. Mit dem Auftakt in Remscheid sind die Frauen und Männer in Uniform zufrieden. „Schön, Sie zu sehen.“ Ein solches Kompliment hören auch sie eben gern.

Wohnwagen

Airstream-Anhänger heißt der speziell ausgerüstete Wohnwagen, mit dem die Polizei gestern vor Ort war. Er wurde eigens für die Öffentlichkeitsarbeit im Land angeschafft und kann von allen Polizeibehörden genutzt werden. Was das Gefährt gekostet hat, konnte das Wuppertaler Präsidium nicht sagen.

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