Verkehr

Politiker diskutieren über längere Autobahnauffahrt an der Trecknase

Auch wenn sich der Verkehr an der Trecknase verstetigt hat – zuweilen herrscht hier noch immer Chaos.
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Auch wenn sich der Verkehr an der Trecknase verstetigt hat – zuweilen herrscht hier noch immer Chaos.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Die Wählergemeinschaft WiR hat den Vorschlag ins Gespräch gebracht.

Remscheid. Mit einer Geduldsprobe für Autofahrer, die aus Lennep in Richtung Remscheid unterwegs sind, beschäftigen sich die Remscheider Ortspolitiker: Es geht den Rückstau an der Autobahnauffahrt Richtung Dortmund, der sich an der Trecknase immer wieder bildet. Die Wählergemeinschaft WiR hatte die Idee ins Gespräch gebracht, die Rechtsabbiegespur auf einer Länge von etwa 100 Meter auszubauen, um den Verkehrsfluss zu verstetigen. „Das ist im Interesse des ÖPNV. Schließlich stehen auch die Busse dort im Stau“, erklärte WiR-Sprecherin Waltraud Bodenstedt am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Ohnehin sei im Zuge der Verkehrsplanung für das Designer-Outlet-Center diese Maßnahme vorgesehen. „Wir sollten sie vorzuziehen“, forderte die Politikerin.

Tatsächlich seien die notwendigen Grundstückskäufe erfolgt, wie Baudezernent Peter Heinze erklärte. „Wir haben uns mit dem Eigentümer geeinigt.“ Allerdings ist die Stadt Remscheid nicht alleinige Herrin des Verfahrens, sondern auch der Landesbetrieb Straßen. Mit der Behörde seien Gesprächstermine anberaumt – auch über einen weiteren Problemfall: der Linksabbiegespur aus Richtung Remscheid auf die Autobahn A 1. Hier bilden sich ebenfalls gerade in den Stoßzeiten lange Staus auf der Bundesstraße 229.

David Schichel (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte sich wenig angetan von der Überlegung, die Rechtsabbiegefahrbahn an der Trecknase zu verlängern. „Und wenn wir schon den ÖPNV stärken wollen, dann wäre doch eine Busspur viel sinnvoller“, erklärte er über den Vorstoß der Wählergemeinschaft. Jürgen Kucharczyk (SPD) bemerkte, dass wir „momentan vor ganz anderen Herausforderungen stehen, die gesellschaftlich relevanter sind“. CDU-Fraktionschef Markus Kötter erklärte, dass dies keine neue Idee sei. Grundsätzlich habe sich der Verkehrsfluss seit dem Ausbau der Trecknase verbessert. Allerdings sieht er Gefahren für die Schulkinder, die beim Queren der Fahrbahn von abbiegenden Lkw-Fahrern nicht gesehen werden könnten.

Remscheid: TBR-Chef Zirngiebl glaubt nicht, dass Spurverlängerung etwas bringt

Der Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) NMichael Zirngiebl stellte seine Sicht der Dinge dar: Er glaube nicht, dass eine Verlängerung der Abbiegespur etwas bringe. Sinnvoller seien eine Optimierung der Grünphasen und der Einsatz moderner Ampeltechnik. Aber auch dabei hat offenbar der Landesbetrieb Straßen ein entscheidendes Wort mitzusprechen. Denn: Vorrang habe, dass ein Rückstau zur Autobahn zu vermeiden ist. „Am Ende ist der Verkehrsfluss von zwei Faktoren begrenzt – von Raum und Zeit,“ stellte Zirngiebl fest. Und dennoch bleibt das Ganze Thema in der Politik. Der TBR-Chef kündigte eine umfangreiche Beratungsvorlage an, in der die Herausforderungen und Problemlagen an der Autobahnauffahrt noch einmal ausführlich dargelegt werden.

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