Szene hält zusammen

Pit stellt aufstrebenden Tanzlehrern sein Parkett zur Verfügung

Tanzlehrer Peter „Pit“ Zulauf, hier mit Melina Ferreira Damora, vermietet seine Räume in der Ronsdorfer Straße 6 für Tanzlehrer, Gruppen und Vereine. Foto: Roland Keusch
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Tanzlehrer Peter „Pit“ Zulauf, hier mit Melina Ferreira Damora, vermietet seine Räume in der Ronsdorfer Straße 6 für Tanzlehrer, Gruppen und Vereine.

Inhaber der Tanzschule Dance hat viel Platz auf zwei Etagen und vermietet für kleines Geld – Ihm ist wichtig, dass die Szene zusammenhält.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. 45 000 Menschen hat Peter Zulauf (58), den alle nur als Pit kennen, in seiner 31-jährigen Laufbahn als Tanzlehrer bereits aufs Parkett gebracht. Diese Erfahrung will der Remscheider, der selbst seit 47 Jahren tanzt, nun weitergeben – und stellt seine großen Räume der Tanzschule Dance an der Ronsdorfer Straße für aufstrebende Lehrer, Start-ups, Vereine und Hobbygruppen zur Verfügung.

Schließlich hat er viel Platz auf zwei Etagen: Drei Räume können für kleines Geld gemietet werden. An der Bar im USA-Diner-Style gibt’s dazu die passende Erfrischung. Und im Hof gibt es zahlreiche Parkplätze. „Uns ist ganz wichtig: Tanzen verbindet weltweit. Und dabei ist es völlig egal, welche Nationalität oder Religion die Tänzer haben, Tanzen ist weltoffen“, sagt Pit Zulauf.

Der Mietpreis und die Dauer könnten individuell festgelegt werden, sagt der Inhaber der Tanzschule Dance und gibt ein Beispiel: Für eine Yogagruppe läge der Mietpreis pro Monat bei 8 Euro je Teilnehmer. Auch wenn vielleicht nur zwei oder drei Teilnehmer kommen. „Vor allem Start-ups haben oft hohe Mietkosten, aber nur wenige Anmeldungen“, sagt Zulauf. Das sei auch normal, jeder fange schließlich mal klein an. Hinzu kämen Versicherung, Betriebshaftpflicht, Gema-Gebühren et cetera, womit ein Gründer nicht rechne, weiß der 58-Jährige aus Erfahrung. Bei ihm gebe es dieses wirtschaftliche Risiko nicht, betont er. Glücklicher Zufall: Pit Zulauf gehört das 750 Quadratmeter große Gebäude, in dem die Tanzschule Dance seit 2013 untergebracht ist. Davor war sie an der Hochstraße. Das normale Unterrichtsprogramm der Tanzschule, also Salsa, Discofox und Standard/Latein, wird natürlich weiter angeboten.

Schafft er sich damit nicht Konkurrenz im eigenen Haus? „Nein, man hilft sich eher gegenseitig“, findet er. „Und Selbstständige können sich ausprobieren.“ Zudem könne die Tanzschule so verschiedene Bereiche abdecken – Tanzinteressierte fänden so eine breite Palette an Angeboten. „Die Gemeinschaft macht uns aus“, sagt Pit Zulauf.

Ein Teil dieser Gemeinschaft ist auch Melina Ferreira Damora (33). Mit 15 hat sie bei Pit Zulauf einen Discofox-Grundkurs gemacht – er überzeugte sie dann, auch Salsa zu tanzen, sah ihr Talent. Irgendwann übernahm die Remscheiderin selbst Kurse, tanzte sich in die internationalen Riegen, in denen ihr Lehrer auch einst tanzte. Im Off-Theater Neuss absolvierte Melina, wie alle sie nur nennen, ein Studium und ist seit 2013 freiberufliche Tanzpädagogin. Sie ist eine dieser Gründerinnen, die Pit Zulauf meint. „Es ist schwierig, selbst etwas anzumieten“, sagt auch Melina. „Hier unterstützt man sich gegenseitig.“

Auch Anita Frank, die heute ein eigenes Studio auf dem Honsberg hat, hat ihre ersten Schritte auf dem Pitschen Parkett gemacht. Sie hat in der Tanzschule Dance 14 Jahre Ballett gelehrt, ehe sie eigene Räume anmietete.

Kontakt: Interessierte können sich melden unter Tel. 2 82 52. Weitere Infos: www.tanzschule-dance.de

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