CDU stellt Antrag

Parkscheiben in der Remscheider Straße sollen Dauerparker vertreiben

Entlang der Remscheider Straße parken viele Autos, die CDU möchte vor dem Haus Talblick nun eine Parkscheibenregelung prüfen lassen. Archivfoto: wey
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Entlang der Remscheider Straße parken viele Autos, die CDU möchte vor dem Haus Talblick nun eine Parkscheibenregelung prüfen lassen.

Die CDU hat einen Antrag zur Parksituation im Bereich der stationären Pflegeeinrichtung Haus Talblick gestellt.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Abschnitt der Remscheider Straße vor der Stiftung Tannenhof beschäftigt erneut die Bezirksvertretung Lüttringhausen. Für die Sitzung am Mittwoch hat die CDU einen Antrag gestellt, in dem Bereich vor der stationären Pflegeeinrichtung Haus Talblick, Hausnummer 53, die Einführung einer Parkscheibenregelung zu prüfen. Damit möchten die Christdemokraten die Dauerparker aus diesem Bereich vertreiben: „Ziel muss sein, dass den pflegebedürftigen Bewohnern bei Wahrnehmung von Außer-Haus-Terminen eine erschwernisfreie An- und Abreise ermöglicht und der fließende Verkehr nicht beeinträchtigt wird.“

Aktuell kann auf der in Richtung Lüttringhausen-Zentrum gelegenen rechten Fahrbahnseite ohne Einschränkung geparkt werden, eine Möglichkeit, die die Stadt 2011 geschaffen hatte. Durchaus zum Unmut vieler Anwohner, die sich darüber auch schon bei der RGA-Redaktion beschwert haben. Die CDU berichtet in ihrem Antrag von Angehörigen von Bewohnern des Hauses Talblick, die längere Fußwege in Kauf nehmen müssen, wenn sie ihre Familienangehörigen zum Arzt oder anderen Terminen bringen wollen. Zudem müsse der Krankenwagen dort regelmäßig in zweiter Reihe parken.

Anwohner wie Angehörige haben schon mehrfach den Verdacht geäußert, dass an der Remscheider Straße auch und vor allem Mitarbeiter der Stiftung Tannenhof ihre Autos abstellen. Die Kennzeichen der Fahrzeuge und deren Parkdauer würden dafür sprechen, heißt es. Dabei hat die psychiatrische Fachklinik längst Abhilfe geschaffen: Vor einem Jahr eröffnete sie auf dem östlichen Ende ihres Geländes einen neuen Parkplatz. Insgesamt verfügt der Tannenhof nun über rund 500 Stellplätze auf drei Parkplätzen, Mitarbeiter können diese gegen eine Gebühr von 20 Euro im Monat nutzen.

Mit dem neuen Parkplatz, immerhin rund 1,2 Millionen Euro teuer, habe man auch auf Beschwerden aus dem Umfeld reagiert, hatte Dietmar Volk, kaufmännischer Leiter der Stiftung und inzwischen auch Vorsitzender der Lüttringhause CDU, bei der Eröffnung gesagt: „Wir haben Wort gehalten.“ Doch offenbar nutzen nicht alle Mitarbeiter das kostenpflichtige Angebot.

Das schlägt die CDU vor

Deswegen schlägt die CDU nun eine Beschränkung der Parkdauer vor, ist aber auch für andere Lösungsansätze offen, wie es in dem Antrag heißt: „Sollte es alternative Optionen zur Zielerreichung geben, sollen diese der Bezirksvertretung vorgestellt werden.“

Eventuell wäre aber auch die Parkscheibenregelung in diesem Bereich nicht von Dauer. Im Rahmen des Radverkehrskonzeptes ist die Remscheider Straße für einen möglichen Radweg von Lüttringhausen nach Alt-Remscheid in den Blick geraten, dafür müssten dann aber voraussichtlich alle Parkplätze dort weichen. Für den Bereich zwischen der Altstadt und der Einmündung August-Erbschloe-Straße wird bereits geprüft, ob ein Radstreifen angelegt werden kann. Damit hatte die Bezirksvertretung die Verwaltung im Mai einstimmig beauftragt.

Für den weiteren Verlauf der Remscheider Straße, und damit auch für den Abschnitt vor dem Haus Talblick, dürfte das allerdings komplizierter werden, er fällt in die Zuständigkeit des Landes. Deswegen sieht der CDU-Antrag auch vor, dass die Remscheider Verwaltung, falls notwendig, Kontakt zum Landesbetrieb Straßen-NRW aufnimmt, um die gestellten Fragen zu klären.

Remscheider Straße: Blitzer bekommt Bruder.

Hintergrund

Die Bezirksvertretung Lüttringhausen tagt am Mittwoch, 1. Dezember, ab 17.30 Uhr – coronabedingt im großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses statt im Lüttringhauser Rathaus. Auf der Tagesordnung stehen dann unter anderem auch eine CDU-Anfrage zur Entwicklung des Stadtteilzentrums Lüttringhausen, die Sicherheit im Bereich der Häuser Klausen 18 bis 24 und der aktuelle Sachstand beim Ausbau der Kita-Plätze.

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