Neue Mauer schafft mehr Parkplätze

Parkproblem am Neuenhof wird gelöst: Gewag baut Stellplätze

Die Mauer muss weg: Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) vor der gekippten Mauer am Neuenhof. Diese wird neu gebaut, aber weiter nach hinten versetzt. Dadurch entsteht Platz für 16 Stellplätze. Foto: mw
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Die Mauer muss weg: Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) vor der gekippten Mauer am Neuenhof. Diese wird neu gebaut, aber weiter nach hinten versetzt. Dadurch entsteht Platz für 16 Stellplätze.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Auch an der Breslauer Straße gibt es Ärger um Flächen für Autos.

Remscheid. Entlang der engen Straße Neuenhof zieren derzeit Absperrungen den Asphalt. Doch damit ist bald Schluss: Die Gewag schafft Abhilfe. Denn hinter den Warnbaken befindet sich eine Stützmauer, die bereits abgekippt ist – und die kommt nun weg. Stattdessen errichtet die Wohnungsbaugesellschaft an derselben Stelle eine neue Mauer, lässt dafür aber den Hang ausgraben und versetzt die neue Mauer ein paar Meter nach hinten in Richtung Sportplatz. Dadurch wird Platz geschaffen für 16 neue Stellplätze. „Damit wird in diesem Bereich das Parkproblem entzerrt“, freut sich Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD).

Vor fünf Wochen habe es im Neuenhof einen Ortstermin mit Vertretern der Stadt und der Gewag gegeben und das Vorgehen beschlossen, berichtete Grote der Bezirksvertretung (BV) Süd bei ihrer letzten Sitzung. Die Gewag unterhält in diesem Bereich einige Mehrfamilienhäuser und kann ihren Mietern künftig 16 Stellflächen bieten. Die sind wie auch in vielen anderen dicht, besiedelten Gebieten, Mangelware.

Auch die Baumscheiben und der desolate Asphalt im Kurvenbereich der Straße Neuenhof werden erneuert. „Das bringt keine Kosten für Anwohner mit sich“, betonte der Bezirksbürgermeister.

Bezirksvertretung will prüfen lassen, ob Verträge gelöst werden können

Auch in der Breslauer Straße im selben Viertel herrscht Parkplatznot. Die Entscheidung der Stadt, eine bisher genutzte Parkfläche für alle nun an einzelne Mieter zu verpachten, schlug hohe Wellen. Die Anwohner sind sauer, sie fühlen sich ungerecht behandelt.

Sechs von ihnen waren in die BV-Sitzung ins Rathaus gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen. „Auf die vier Stellplätze haben früher locker fünf Autos hingepasst. Da steht nun einer, der eine Garage hat, aber zu doof dafür ist, reinzufahren, und ein anderer hat direkt zwei genommen“, erklärte eine Anwohnerin stellvertretend für alle.

Dubios: Ein Schreiben, das aussah wie ein Brief aus dem Rathaus, machte unter den Nachbarn die Runde, die Stadt verpachte öffentliche Flächen – was Unmut und Neid erzeugte. „Das Schreiben war inhaltlich falsch und mit uns nicht abgesprochen. Dazu haben wir so viele Anfragen erhalten, wie ich es in den letzten elf Jahren beim Liegenschaftsmanagement nicht erlebt habe“, erklärte Frank Schulz von der Stadtverwaltung.

Stadt sucht eine Lösung

Hintergrund: Besagte Fläche gehört der Stadt Remscheid. Anwohner seien auf die Stadt zugekommen und hätten gefragt, ob man darauf Stellplätze pachten könne, erklärte Schulz. Nun gibt es vier Stellflächen mit vier Pachtverträgen. „Das ist eine schwierige Gemengelage. Da hat einer einen Tipp gehabt und die anderen sind die Blöden“, sagte Waltraud Bodenstedt (W.i.R.). „Die Situation hätte man besser mit uns besprochen. Ich finde das nicht gut umgesetzt“, sagte Grote an Schulz gewandt.

Die BV sprach sich einstimmig für einen Prüfauftrag aus. Die Stadt möge klären, ob die geschlossenen Pachtverträge gelöst und mit Losverfahren neu vergeben werden könnten. „Die Kritik ist angekommen. Wir versuchen, gemeinschaftlich eine Lösung herzustellen“, bekannte Schulz. Die Anwohner applaudierten.

Die Entschärfung der Parkplatzsituation am Neuenhof war für Bezirksbürgermeister Stefan Grote ein Anliegen.

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