Park-and-Ride

Parkhaus am Bahnhof bleibt ein Sorgenkind

Das Parkhaus am Hauptbahnhof - hier der Aufzug - machte in der Vergangenheit alles andere als einen guten Eindruck. Das hat sich auch in der Pandemie nicht geändert
+
Das Parkhaus am Hauptbahnhof - hier der Aufzug - machte in der Vergangenheit alles andere als einen guten Eindruck. Das hat sich auch in der Pandemie nicht geändert

Verwaltung setzt auf Streifen und Zugangsbeschränkungen

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Park-and-Ride-Parkhaus am Hauptbahnhof bleibt ein Remscheider Sorgenkind, daran hat selbst die Pandemie nichts geändert. Wie eine Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der CDU zeigt, wurde das Parkhaus auch in der Zeit seit März 2020 regelmäßig von Chaoten heimgesucht.

Nach wie vor werde das Gebäude regelmäßig bestreift, heißt in der Mitteilungsvorlage: „Trinkgelage konnten ermittelt werden, darunter auch Jugendliche, die sowohl Zigaretten geraucht und auch Alkohol getrunken haben.“ Im Treppenhaus seien „des Öfteren“ Menschen angetroffen worden, die Drogen konsumierten. Zudem sei der Aufzug mehrfach zerstört und Glasflaschen kaputt geworfen worden. „Des Weiteren wurden mehrere Platzverweise und Hausverbote erteilt. Vereinzelt wurden Gegenstände wie Messer und Scheren sichergestellt.“

Zwei Strategien sollen der Stadt helfen, Herr der Lage zu werden

Um der Lage Herr zu werden, verfolge die Stadt zwei Projekte parallel: Weiterhin soll zwischen 22 und 6 Uhr eine erhöhte Präsenz in Form von Streifen gezeigt werden. Zudem soll das Parkhaus so umgerüstet werden, dass durch eine Schranken- und Rolltoranlage der Zugang insbesondere zu Nachtzeiten kontrolliert erfolgen kann.

Für den Umbau gebe es bereits positive Zeichen seitens des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), der das Vorhaben mit bis zu 90 000 Euro fördern könnte, heißt es in der Mitteilung. Das Parken werde auch danach kostenfrei bleiben, verspricht die Verwaltung. Wer sein Auto abstellt, erhält dann ein sogenanntes Leer-Ticket, das auch für den Zugang durch die Fußgänger-Türen notwendig ist. So soll Chaoten der Zutritt zum Parkhaus erschwert werden.

Kosten für Reparaturen und Sicherheitsdienst im Parkhaus sind enorm

Weitere Kosten bleiben allerdings bei der Stadt hängen. Seit dem vergangenen Jahr sind demnach rund 1400 Euro für Reparaturen der Sicherheitsbeleuchtung, fast 2300 Euro für Reinigungsarbeiten und 300 Euro für zusätzliche Sicherungsmaßnahmen am Fahrstuhl angefallen. Der externe Sicherheitsdienst, der das Parkhaus nachts überwacht, schlug im Vorjahr mit mehr als 68 000 Euro zu Buche. Bis April dieses Jahres fielen dafür noch einmal über 21 000 Euro an. Außerdem soll für die Mitarbeiter nun ein Bürocontainer mit WC aufgestellt werden.

Einen kleinen Lichtblick gibt es allerdings: Das Phänomen scheint sich weiterhin vor allem auf dieses Parkhaus zu beschränken. In den Einrichtungen der Stadtwerke-Tochter Park Service Remscheid GmbH sei es „seit der Corona-Pandemie zu keinen außergewöhnlichen Sachbeschädigungen oder Verschmutzungen gekommen“, so die Stadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Jetzt in Lennep - Täter sprengen weiteren Geldautomaten
Jetzt in Lennep - Täter sprengen weiteren Geldautomaten
Jetzt in Lennep - Täter sprengen weiteren Geldautomaten
Wochenmarkt ab Samstag auf der oberen Alleestraße
Wochenmarkt ab Samstag auf der oberen Alleestraße
Wochenmarkt ab Samstag auf der oberen Alleestraße
Junge Co-Pilotin assistiert Papa im Fiat
Junge Co-Pilotin assistiert Papa im Fiat
Junge Co-Pilotin assistiert Papa im Fiat
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen
„Miss Germany“: Marigona auf Mission für Frauen

Kommentare