Bedürfnisse der Busfahrer berücksichtigt

Ortstermin bringt die Lösung: Toilettenwagen vor der Boutique wird versetzt

Links die Boutique, rechts der Toilettenwagen – eine Kombination, die Tanja Neuendorf so nicht hinnehmen wollte. Foto: wey
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Links die Boutique, rechts der Toilettenwagen – eine Kombination, die Tanja Neuendorf so nicht hinnehmen wollte.

Für den Toilettenwagen vor der Boutique in der Hochstraße ist eine Lösung gefunden.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Wir haben uns einen alternativen Standort ausgeguckt“, berichtet Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Gespräch mit dem RGA. Noch müssten zwar einige Details geklärt werden, so der OB. Er sei aber zuversichtlich, dass man damit den Bedürfnissen aller Beteiligten entgegenkomme.

Wie berichtet hatten die Stadtwerke den Toilettenwagen für ihre Busfahrer aufgestellt, direkt vis-a-vis des Ladenlokals in der Hochstraße 21, in dem Anfang Juli ein neues Bekleidungsgeschäft eröffnet hatte. Die Stadt hatte den Standort genehmigt. Durch den Fahrplanwechsel und wegen der Umbauarbeiten am Friedrich-Ebert-Platz war die nahe Haltestelle am Montag zur Endhaltestelle geworden, an der es ein Klo für die Busfahrer geben muss.

Für Tanja Neuendorf, Inhaberin der neuen Boutique Lieblingsstück, kam die mobile Bedürfnisanstalt ziemlich überraschend, wie sie sagt. Eines morgens habe ihr eine Mitarbeiterin ein Bild davon aufs Handy geschickt. Das Klo mache den Bereich vor ihrem Geschäft nicht gerade einladender, sagt die Geschäftsfrau: „Außerdem kann man das Schaufenster von der Straße aus kaum noch sehen.“

Über einen QR-Code auf dem Wagen habe sie den Aufsteller und so den Auftraggeber, die Stadtwerke, ausfindig gemacht, berichtet Neundorf. Sie habe durchaus Verständnis, dass die Busfahrer eine Toilette bräuchten, zudem sei es möglich, dass der Standort bereits genehmigt worden war, als die Boutique noch gar nichts existierte. Trotzdem forderte sie, dass der Toilettenwagen dort wieder entfernt werde, auch wegen der zu erwartenden Dauer: „Der Standort ist bis Dezember 2022 genehmigt.“ Ihre Forderung machte sie unter anderem mit einem Video in den sozialen Netzwerken öffentlich.

OB Mast-Weisz: Ohne „Umweg“ über Facebook geht es schneller

Bereits in der vergangenen Woche landete das Thema beim Oberbürgermeister, der an einer Klausurtagung im Münsterland teilnahm und anschließend mit dem Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ in Berlin unterwegs war. Am Mittwoch gab es dann einen Ortstermin zusammen mit dem Ordnungsamt und dem städtischen Beschwerdemanagement, bei dem eine Lösung erarbeitet wurde. Das hätte, so der OB, auch schneller gehen können, wenn die Beschwerde direkt bei der Stadt gelandet wäre. Ohne den „Umweg“ über Facebook.

Voraussichtlich wird der Toilettenwagen nun ein paar Meter weiter Richtung Schützenstraße versetzt und dabei auch gedreht, so dass die Bewohner des benachbarten Hauses auf die Stirnseite des Wagens statt auf die Türen blicken. Strom könnte er dann aus einer Laterne erhalten. Bei dieser Lösung habe man auch die Bedürfnisse der Busfahrer berücksichtigen müssen, betont Mast-Weisz: „Die haben nur drei Minuten Standzeit und können nicht durch die halbe Stadt laufen.“

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