Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität

Ortsschilder: Remscheid bleibt eine Stadt ohne Namenszusatz

2012 wurde Solingen zur Klingenstadt, die Ortsschilder wurden ausgetauscht. Remscheid bleibt hingegen ohne Zusatz. Archivfoto: Christian Beier
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2012 wurde Solingen zur Klingenstadt, die Ortsschilder wurden ausgetauscht. Remscheid bleibt hingegen ohne Zusatz.

Antrag der WiR im Ausschuss abgelehnt

Von Andreas Weber und Sven Schlickowey

Remscheid. Solingen ist die Klingenstadt, Hückeswagen die Schloss-Stadt – aber Remscheid bleibt auch in Zukunft einfach „nur“ eine Stadt. Zumindest werden die Remscheider Ortseingangsschilder weiterhin keinen Namenszusatz tragen. Ein Antrag der WiR, Remscheid den Zusatz „Werkzeug- und Röntgenstadt“ zu verpassen, wurde im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität abgelehnt.

Dabei zeigte sich Philipp Wallutat (FDP) der Idee gegenüber nicht grundsätzlich abgeneigt. Allein der doppelte Namenszusatz störte ihn, das habe einfach nichts miteinander zu tun. Deswegen schlug er vor, dass das Stadtmarketing herausfinde, welcher der beiden Zusätze besser für Remscheid sei – und sich die Politik dann erneut damit beschäftigt.

Bereits 2011 hatte Remscheid über einen Namenszusatz diskutiert

Dabei hatte sich die WiR dabei was gedacht. „Der Begriff Werkzeug- und Röntgenstadt stellt die Beziehung zu unseren beiden Deutschen Museen dar und ist daher unserer Meinung nach der Begriff, mit denen sich alle Stadtteile Remscheids und somit auch unsere Bevölkerung identifizieren können“, heißt es in ihrem Antrag. Auch in der Sitzung betonte Thomas Brützel für die Wählergemeinschaft noch einmal, wie identitätsstiftend ein solcher Zusatz sei.

Bereits 2011 hatte Remscheid über einen Namenszusatz diskutiert, dann aber wie auch drei Jahre später nicht den passenden gefunden. Die Möglichkeit dazu hatte der NRW-Landtag im Oktober 2011 geschaffen. Seither sind amtliche Bezeichnungen erlaubt, die „auf die Geschichte oder heutige Bedeutung von Gemeinden und Kreisen hinweisen“, wie es im Gesetz heißt. Voraussetzung ist, dass Stadtrat oder Kreistag mit einer Dreiviertel-Mehrheit zustimmt. Mehr als 30 NRW-Kommunen nutzen dies bereits, von Attendorn bis Wipperfürth, die übrigens beide den Zusatz Hansestadt tragen.

Die Kosten dafür würden sich übrigens in Grenzen halten. Die WiR hatte vorgeschlagen, den neuen Zusatz immer nur dann auf Ortsschildern anzubringen, wenn ohnehin eines ausgetauscht werden muss. Alle zehn bis zwölf Jahre sei das der Fall, berichtet Udo Wilde, für Verkehrstechnik zuständiger Abteilungsleiter bei den Technischen Betrieben. Und auch dann wird es nicht allzu teuer: Ob mit oder ohne Namenszusatz, jedes Schild kostet knapp über 50 Euro.

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