Handel

Ortspolitik entscheidet über verkaufsoffene Sonntage

Selten ist in Lennep so viel los wie beim Altstadtfest. Auch diesmal soll es dabei einen verkaufsoffenen Sonntag geben.
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Selten ist in Lennep so viel los wie beim Altstadtfest. Auch diesmal soll es dabei einen verkaufsoffenen Sonntag geben.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Eine Dauerverordnung soll künftig die Genehmigungsverfahren für verkaufsoffene Sonntage in Remscheid vereinfachen.

Remscheid. Bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag beschäftigen sich die Politiker mit verkaufsoffenen Sonntagen, die in diesem Jahr und darüber hinaus im Remscheider Veranstaltungskalender stehen sollen. Den Weg zur nächsten Sonderöffnung müssen sie per Eilbeschluss ebnen. Der Verein Lennep Offensiv will beim Altstadtfest am 4. September den Rahmen dafür bieten, dass die Geschäfte im historischen Stadtkern von 13 bis 18 Uhr zum Einkaufsbummel einladen können. Der Stadtrat, der für das Thema zuständig ist, tagt erst am 8. September, so dass der Beschluss nun im Ausschuss gefasst werden muss.

Das Prozedere mit Beratungen in Bezirksvertretungen, den Ausschüssen und dem Stadtrat über jeden einzelnen verkaufsoffenen Sonntag soll künftig nicht mehr nötig sein. „Wir wollen dies mit einer Dauerverordnung regeln“, erklärt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. „Klar ist aber, dass der verkaufsoffene Sonntag nur bei einer Großveranstaltung stattfinden kann.“ In Lennep sind dies unter anderem der Weihnachtstreff am dritten Advent, die Aktion „Lennep blüht auf“ am zweiten Sonntag vor Ostern oder das Sommerfest auf dem Alten Markt, das am zweiten Sonntag vor Beginn der großen Ferien stattfindet.

Remscheid: Jobbörse soll Kulisse für verkaufsoffenen Sonntag bieten

Die Dauerverordnung soll regeln, dass diese und andere Termine fest verankert sind, ohne dass sich die Ortspolitiker Jahr für Jahr damit befassen müssen. „Es könnten sich aber auch weiterhin Klagen gegen verkaufsoffene Sonntage richten“, berichtet Barbara Reul-Nocke mit Blick auf juristische Schritte, die immer wieder die Gewerkschaft Verdi eingeleitet hatte, um die Mitarbeitenden im Einzelhandel vor der Arbeit am Sonntag zu bewahren.

Einen neuen Weg geht der Verein Marketing Innenstadt, der am 27. November im Allee-Center, in der Fußgängerzone und auf Teilen des Theodor-Heuss-Platzes erstmals eine Jobbörse startet. Sie soll die Kulisse für den verkaufsoffenen Sonntag am ersten Advent bieten und Arbeitgebern die Möglichkeit geben, über ihr Angebot zu informieren. Ob zeitgleich beim Lüttringhauser Weihnachtsmarkt die umliegenden Geschäfte öffnen dürfen, wie es auf der Tagesordnung des Hauptausschusses heißt, ist derweil ungewiss. Sie habe Signale erhalten, dass die Veranstalter den Markt 2022 „nicht stemmen“ können, erklärt die Dezernentin. „Und ohne Großveranstaltung kein offener Sonntag.“

Lesen Sie auch: Verkaufsoffener Sonntag bald immer am ersten Advent?

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