Pandemie

Ordnungsdienst erlässt 471 Bußgeldbescheide

Mitarbeiter der Ordnungsbehörden erteilten in Remscheid 318 Platzverweise. Archivfoto: Roland Keusch
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Mitarbeiter der Ordnungsbehörden erteilten in Remscheid 318 Platzverweise.
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Corona sorgt von August bis Dezember für annähernd 11 000 Anrufe bei der Stadt Remscheid.

Von Andreas Weber

Remscheid. Als der Corona-Krisenstab Mitte Juni eine erste Zwischenbilanz seiner Tätigkeit zog, verkündete er: „Die Anzahl der Bürger, die in der Stadt Remscheid an dem Corona-Virus erkrankt sind, ist bei 0 angekommen. Die Gesundheitslage durch die Pandemie hat sich somit in Bezug auf die nachgewiesenen Infektion deutlich entspannt.“ Die Ruhe währte nicht lange. Nach den Sommerferien schnellten die Zahlen in die Höhe. Am 22. September überstieg der Inzidenzwert erstmals die als kritisch angesehene Marke von 50. Remscheid sorgte mit Hamm für landesweite Schlagzeilen.

Bald danach reihte sich Remscheid als eine von vielen Städten in die bundesweit explodierenden Zahlen ein. Am 30. Oktober rauschte der Wert erstmals über die 200. Corona hält die Stadt nun seit zehn Monaten in Atem. Stadtsprecherin Viola Juric untermauert dies mit Zahlen.

Im zweiten Halbjahr wurden beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) 24 Mitarbeiter im Außendienst eingesetzt, in der Leitstelle 6. Ab 2021 wird das Personal um weitere vier aufgestockt. Unter der Tel. 16 9000 gehen 50 bis 60 Anrufe pro Tag ein, nach jeder Änderung der Corona-Schutzverordnung jeweils über 100. Die Ordnungsbehörde erteilte bislang 318 Platzverweise. Einschließlich der Anzeigen durch die Polizei wurden 1 034 Bußgeldverfahren eingeleitet. Davon wurden 221 Verfahren mit einem Verwarngeld (50 Euro) abgeschlossen, in 471 Fällen wurde ein Bußgeldbescheid (50 bis 2 000 Euro) erlassen. Insgesamt erstellte der KOD 1 825 Dokumentationen seiner Einsätze.

Die medizinische Hotline (Tel. 16 3555) wurde vom 1. November bis 21. Dezember 1 800 Mal angerufen. „Belastbare Zahlen für die ‘heiße Phase’ zwischen März und Juni fehlen, weil keine Speicherung dafür vorhanden war“, fügt Stadtsprecherin Viola Juric hinzu. Die Hotline war 2020 bis kurz vor Weihnachten 1 640 Stunden besetzt, in 41 Kalenderwochen an fünf Tagen mit je acht Stunden, durchschnittlich mit fünf Mitarbeitern besetzt. Ärzte hatten dabei 208 Einsätze zu je vier Stunden.

Beim Bürgertelefon Remscheid gingen 10 773 Anrufe ein

Über das Bürgertelefon Remscheid gingen zwischen August, der Wiedereröffnung der Hotline und dem 22. Dezember insgesamt 10 773 Anrufe ein. Seit Oktober ist diese Hotline sieben Tage die Woche besetzt. Für die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal arbeiten in der Corona-Hotline 49 Personen, hauptsächlich Werksstudenten und Zeitarbeitsmitarbeiter.

Die Hotline für Ältere und Vorerkrankte wurde unter der Tel. 464 53 51 seit dem 17. Juni zwischen 500 und 600 Mal kontaktiert. Von Juni bis Mitte November war die Nachfrage zunächst gering mit zwei Anrufen pro Tag. Aktuell sind es rund 15. „Besonders sind aktuell Fragen zur Impfung, Maskenpflicht und zu Besuchsregelungen zu verzeichnen. Viele wollen aber auch einfach nur mal mit jemandem sprechen“, stellt Viola Juric fest.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Remscheid. Der Blog wird laufend aktualisiert.

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