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Ordnungsdienst erhält Verstärkung

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Mitarbeiter der Ordnungsbehörden erhalten Unterstützung.
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Elf Mitarbeiter sollen Zeitverträge erhalten und sechs zusätzliche Stellen entstehen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Elf zusätzliche Mitarbeiter sollen bis zum Sommer den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) unterstützen. Sie erhalten einen Zeitvertrag über sechs Monate, berichtet Jörg Biermann, der im Rathaus als Personalchef arbeitet. „Wer sich dafür interessiert, sollte Erfahrungen in der Sicherheitsbranche und eine abgeschlossene Ausbildung haben“, erklärt Biermann.

Um geeignete Kandidaten zu finden, stehe die Stadtverwaltung in Kontakt mit der Agentur für Arbeit: „Mancher kann durch den Zeitvertrag bestimmt kurzfristige Arbeitslosigkeit überbrücken“, fügt er hinzu. Die neuen Kollegen sollen die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes bei ihren vielfältigen Aufgaben in der Corona-Pandemie helfen – vor allem bei Kontrollen, ob die Vorgaben der Schutzverordnung eingehalten werden.

1360 Verstöße, die Buß- und Verwarngeld nach sich zogen, zählte Behördenleiter Jürgen Beckmann seit September. „Der überwiegende Teil bezog sich auf Verstöße gegen die Maskenpflicht. Grob geschätzt waren das 60 bis 70 Prozent der Fälle“, blickt er zurück.

Aber auch losgelöst von den zusätzlichen Mitarbeitern durch die Pandemie wird der Ordnungsdienst in den kommenden Jahren personell aufgestockt. Sechs zusätzliche Stellen werden in der Behörde geschaffen, um den steigenden Anforderungen und auch den Erwartungen der Bürger Rechnung zu tragen. „Sie wollen, dass wir mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zeigen“, erklärt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. Die Zahl der Mitarbeiter im KOD wachse bis 2023 auch daher auf „um die 30“, wie Behördenchef Beckmann anführt.

Dabei setzt die Stadtverwaltung auf die eigene Nachwuchsförderung. Sechs Auszubildende, die bis 2023 ihre Lehrzeit im Ordnungsdienst erleben, sollen eine langfristige berufliche Perspektive erhalten – und die neuen Stellen besetzen. Zu tun gebe es jedenfalls genug, berichtet Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke. „Die Zeiten sind längst vorbei, als sich der Ordnungsdienst weitgehend um den ruhenden und fließenden Verkehr kümmerte.“

Remscheid: Mitarbeiter sind werktags von 6.45 bis 22.30 Uhr im Einsatz

So seien die Knöllchen für Parksünder und die Tempokontrollen auf Remscheids Straßen nur noch ein Arbeitsfeld unter vielen. Die Mitarbeiter des KOD beenden öffentliche Trinkgelage, gehen Lärmbelästigung auf den Grund oder sind bei Tier- und Jugendschutz im Einsatz, nennt Jürgen Beckmann einige Beispiele des breiten Spektrums.

Dies erfolgt im Zwei-Schicht-System – das heißt: Werktags sind die Mitarbeiter von 6.45 bis 22.30 Uhr im Einsatz, samstags von 10 bis 22.30 Uhr.

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