134 Mitarbeiter und viele Aufgaben - von Corona bis Gaststätten

Remscheid: Das ist der neue Chef im Ordnungsamt

Arndt Liesenfeld hat die Leitung der Remscheider Ordnungsbehörde übernommen. Archivfoto: Doro Siewert
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Arndt Liesenfeld hat die Leitung der Remscheider Ordnungsbehörde übernommen.

Jürgen Beckmann ist in den Ruhestand gegangen. Der neue Leiter ist kein Neuling im Remscheider Rathaus. Neben fachlichem Können ist ihm ein Detail bei seinem Team besonders wichtig.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Das Remscheider Ordnungsamt steht seit Jahresbeginn unter neuer Regie: Arndt Liesenfeld hat die Leitung der Behörde von seinem Vorgänger Jürgen Beckmann übernommen, der in den Ruhestand gewechselt ist.

Liesenfeld führt nun ein Team von 134 Mitarbeitern an, die sich um ein facettenreiches Aufgabenspektrum in Remscheid kümmern – vom Bürgerservice im Ämterhaus bis hin zu Baustellengenehmigungen, von den Vorbereitungen von Wahlen bis hin zur Bußgeldstelle.

Nicht nur dieses weite Feld habe ihn gereizt, erklärt der 52-Jährige: „Sondern auch der vielfältige Kontakt zu den Menschen, der mir sehr am Herzen liegt.“
Stadt Remscheid sucht den Führungsnachwuchs

Seit 1988 ist Arndt Liesenfeld bei der Stadtverwaltung im Einsatz und übernahm im Laufe der Jahre zahlreiche Funktionen – zunächst im mittleren, dann im gehobenen Dienst. „Begonnen habe ich im Meldeamt am Schalter“, blickt er zurück. Er folgten weitere Stationen – unter anderem im damaligen Sozialamt, dessen Befugnisse zum großen Teil vom Jobcenter übernommen wurden.

Zudem war er zehn Jahre in der Ordnungsbehörde tätig, wo er sich mit Verkehrsregelungen ebenso befasste wie mit der Sparte Gaststätten und Gewerbe. Für seine neue Aufgabe sammelte er hierbei wertvolle Erfahrungen. „Aus dieser Zeit kenne ich noch so manche Fallstricke“, berichtet der Vater zweier Töchter, der in Lennep aufwuchs.

Ordnungsamt übt Kontrollen der Corona-Auflagen aus

Zuletzt wirkte er als Leiter des Fachdienstes Schulverwaltung und wechselt nun in einen Bereich, der in Corona-Zeiten vor großen Herausforderungen steht. „Wie müssen die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Arndt Liesenfeld, der weiß, dass seiner Behörde dabei eine Schlüsselrolle zukommt. Denn seinen Mitarbeitern obliegt es, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu überprüfen. „Dies erfolgt derzeit als Schwerpunkt vor allem in der Gastronomie und im Einzelhandel. Aber auch Nagel- und Sonnenstudios oder Spielhallen werden kontrolliert – überall, wo besondere Corona-Regeln gelten“, listet er auf.

Werden Verstöße festgestellt, belassen es seine Mitarbeiter zunächst zumeist bei einer Verwarnung. Empfindliche Geldbußen drohten aber im Wiederholungsfall. „Und wir schauen natürlich immer wieder mal nach dem Rechten, wenn wir etwas festgestellt haben,“ sagt Liesenfeld. Denn es gelte, die Menschen vor Ansteckungsgefahren zu schützen. „Auch mit einschneidenden Maßnahmen, die niemandem Spaß machen.“

Team soll, wo immer möglich, ein freundliches Gesicht zeigen

Dabei sei es ihm wichtig, dass bei allem gebotenen Ernst und der nötigen Sachlichkeit sein Team ein freundliches Gesicht zeige. Liesenfeld führt als Beispiel einen TV-Bericht über seine Kollegen in einer anderen Kommune an, die gezwungen waren, im Zuge der Pandemie ein ganzes Hochhaus abzusperren.

So unerfreulich dies für die Bewohner auch gewesen sei: „Dem Fernsehteam gegenüber haben sie den Mitarbeitern aber bescheinigt, dass sie total nett zu ihnen seien“, berichtet Liesenfeld über ein positives Beispiel aus dem öffentlichen Dienst. Weitere sollen folgen – unter seiner Regie im Remscheider Ordnungsamt.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus finden Sie im Live-Blog.

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