Verpflichtende Befragung

Zensus: Interviewer kommen zu Besuch

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Der Zensus 2022 läuft bis Mitte August.
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9050 Remscheider an 1343 Anschriften werden bis Mitte August befragt. Mit der bundesweiten Erhebung soll die Infrastruktur besser geplant werden können.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Interviewer zum Zensus 2022 sind unterwegs. Seit dem 16. Mai läuft die bundesweite Erhebung in den Haushalten, die dazu dient, zuverlässige Aussagen für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen zu treffen, staatliche Infrastruktur besser planen zu können. Dahinter stehen Fragen wie: Gibt es genügend Wohnungen? Brauchen wir mehr Schulen, Studienplätze oder Altenheime? Wo muss der Staat für seine Bürger(innen) investieren?

Serie: Der RGA schaut auf die Stadtteile

In Großstädten wird rund ein Zehntel der Bevölkerung nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. In Remscheid erhalten 9050 Bürger an 1343 Anschriften Besuch von insgesamt 61 Interviewern, sogenannten Erhebungsbeamten. Zusätzlich werden in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften Daten von 2655 Personen in 84 Sonderbereichen erhoben. „Hier erfolgt die Auskunft nicht durch die Personen selbst, sondern stellvertretend durch die Einrichtungsleitung“, teilt Stadtsprecherin Viola Juric mit.

Der Zensus, der alle zehn Jahre durchgeführt wird, ist verpflichtend. Um eine Teilnahme an der anonymen Stichprobe kann sich niemand drücken. Wer das Ausfüllen hartnäckig verweigert, dem droht in NRW ein Zwangsgeld von 300 Euro. „Beim letzten Zensus 2011 lag die Verweigerung unter ein Prozent. In diesem Bereich werden wir uns auch dieses Mal bewegen“, erklärt Leo Krüll, Pressesprecher bei IT-NRW.

So läuft die Befragung ab

Die Befragung teilt sich auf in die Kurzbefragung Haushalte und die Haushaltebefragung. Darin werden unter anderem Daten zum Geschlecht, Familienstand oder zur Staatsangehörigkeit abgefragt. Der zeitliche Aufwand für den Einzelnen hält sich in Grenzen. Er wird von IT.NRW mit 10 bis 15 Minuten angegeben.

Die Befragten können sich zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden. Die häufigste Variante, so Leo Krüll, sei, dass der Interviewer, der sich an der Haustür mit einem Ausweis legitimieren muss, mit seinem Gegenüber den Katalog bei ihm daheim durchgeht. Wer Zweifel hegt, ob er einen „echten“ Interviewer vor sich hat, kann sich bei der städtischen Erhebungsstelle in Remscheid unter Tel. (02191) 169 021 rückversichern.

Das Ausfüllen unter vier Augen ist für IT.NRW die schnellste Variante. „Sie wird von den meisten akzeptiert. In jedem Fall sind es über 50 Prozent“, sagt Krüll. Denkbar ist auch, online zu antworten oder sich das Fragenwerk zuschicken zu lassen. „Mit der Antwortbereitschaft sind wir bislang zufrieden“, erklärt Leo Krüll.

Der Zensus dauert bis Mitte August. Mit den ersten Ergebnissen wird Anfang 2023 gerechnet. Insgesamt werden in NRW 1,5 Millionen Menschen in Haushalten befragt plus vier Millionen Immobilienbesitzer.

Es gibt auch eine Qualitätskontrolle, eine zweite Runde, in der in Remscheid 50 Anschriften mit rund 250 Personen noch mal mit einem verkürzten Frageverfahren überprüft, erneut befragt werden.

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