200 000 Euro für Projekte

Notfallfonds soll Kulturleben retten

Das Team der Klosterkirche setzte in Pandemie-Zeiten mit rotem Licht ein Zeichen, dass die Kultur ausblutet. Nun hilft der Notfallfonds der Stadt.Foto: Roland  Keusch
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Das Team der Klosterkirche setzte in Pandemie-Zeiten mit rotem Licht ein Zeichen, dass die Kultur ausblutet. Nun hilft der Notfallfonds der Stadt.
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    VonFrank Michalczak
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Ortspolitiker verteilten Zuschüsse an Theater, Vereine und Künstler.

Remscheid. Die Stadt Remscheid leistet erneut einen Beitrag, um die Kulturlandschaft durch die Zeit der Corona-Pandemie zu führen – und vor dem Untergang zu bewahren. 200 000 Euro stellten die Ortspolitiker im Kulturausschuss unterschiedlichen Einrichtungen und Projekten zur Verfügung.

Zuvor hatte eine Kommission bei der Verwaltung getagt, die Anträge sichtete diese mit einem Punktesystem bewertete. Denn: Der Fonds war mit Wünschen aus der Kultur in Höhe über 400 000 Euro hoffnungslos überzeichnet.

Wie Claudia Gottschalk-Elsner, Abteilungsleiterin Kulturförderung, berichtet, sollen die Zuschüsse dazu beitragen, die Folgen der finanziellen Einbußen bis 31. Juli dieses Jahres abzumildern. „Aber wir richten auch den Blick in die Zukunft und unterstützen Projekte, die in den kommenden Monaten anstehen,“ erklärt sie.

Bei dem Punktesystem seien unterschiedliche Aspekte beleuchtet worden – von der jeweiligen Relevanz für die Remscheider Kultur bis zur Frage, wie viele Menschen und Interessengruppen von den Angeboten angesprochen werden. So kommen insbesondere die „großen Player“ zum Zug. So erhält die Klosterkirche einen Zuschuss von rund 52 000 Euro. Beantragt hatte das Team 82 000 Euro. Das Rotationstheater bekommt seinen Wunschbetrag: 30 000 Euro. Über 15 000 Euro kann sich die Lüttringhauser Volksbühne freuen. Zu den weiteren Zuschussempfängern zählen die Denkerschmette ( 9400 Euro), die Initiative Echt Kremig, die im Kremenholl Stadtteilarbeit leistet (4000 Euro), oder auch der Kinobunker (1500 Euro).

Als pädagogische Angebote werden unter anderem das „Actor‘s Studio“ und die Tanzetage mit jeweils 8000 Euro unterstützt. Das Geld stammt insbesondere aus dem Budget des Teo Otto Theaters, in dem reihenweise Gastspielauftritt entfielen – und somit die Gagen für die Ensembles.

Inwiefern der Notfallfonds zum nunmehr dritten Mal aufgelegt wird, sei von der weiteren Pandemie-Entwicklung abhängig. Allerdings hat die Kulturförderung den Eindruck gewonnen, dass der Betrieb in den Häusern mit „sehr angezogener Handbremse“ wieder angelaufen ist. Große Teile des Publikums sind nach der Zeit des Lockdowns noch nicht zurückkehrt. „Gerade ältere Menschen sind noch vorsichtig“, erklärt Claudia Gottschalk-Elsner. Von daher könnte Unterstützung auch in der Zukunft geboten sein.

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