Name muss Kindeswohl berücksichtigen

Noah und Emilia sind die beliebtesten Vornamen in Remscheid

Das sind die zehn beliebtesten Namen in Remscheid.
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Das sind die zehn beliebtesten Namen in Remscheid.

Das Standesamt gibt eine Namen-Rangliste für 2021 heraus. 1262 Kinder wurden bislang gemeldet.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Noah und Emilia haben Elias und Emma als beliebteste Kindernamen abgelöst: 2021 wurde Noah 14 Mal und Emilia 13 Mal beim Standesamt beurkundet. Insgesamt wurden Andreas Levermann und seinem Team bislang 1262 Kinder gemeldet. „Wir beurkunden aber immer noch Kinder aus dem Jahr 2021“, erklärt der Leiter des Standesamts. Die Zahl der Neugeborenen stagniert in Remscheid.

Damit ergeben sich folgende Top Ten der Remscheider Jungennamen 2021: Noah (14 Mal), Elias (9), Henry (9), Leon (8), David (7), Leo (7), Liam (6), Lio (6), Matteo (6), Mert (6). Die weiteren vergebenen Jungennamen waren Paul (6), Emil (6), Anton (5) und Felix (5).

Die Top Ten der Remscheider Mädchennamen 2021 lauten: Emilia (13), Marie (12) – laut Levermann mit Vorsicht zu genießen, weil er häufig als Zweitname genommen wird wie in „Aurelia Marie“ –, Leni (9), Lina (9), Mia (8), Aurelia (7), Mila (7), Nora (7), Sophie (7), Alina (6). Mädchen wurden zudem gern auch Lea (6), Lia (6), Emma (5), Leonie (5), Paula (5) oder Sara (5) genannt.

Neu ist laut dem Standesamtleiter der Name Henry mit y. „Der ist regelrecht hochgeschossen.“ Sehr häufig ist mittlerweile bei den Mädchen Aurelia. Übersetzt heißt das übrigens golden. Deshalb spricht man bei Aurelia auch von „der Goldenen“.

Mittlerweile habe das Standesamt „nur noch Exoten dabei“, sagt Andreas Levermann. Zurückzuführen ist das auf die verschiedenen Nationalitäten, die mittlerweile in Remscheid leben. „Früher waren es Exoten, heute ist es die Regel.“

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Wie dürfen Eltern ihre Kinder nennen?

Aber wie dürfen Eltern ihre Kinder überhaupt nennen? Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs darf alles das, was nicht dem Kindeswohl widerspricht, genommen werden. In Düsseldorf wollte eine Mutter ihrem Sohn zwölf Vornamen geben. Das Oberlandesgericht lehnte ab. Zwölf Vornamen hätten einen erheblich belästigenden Charakter für das Kind, es müsste sich die richtige Reihenfolge und Schreibweise der größtenteils ungewöhnlichen Namen merken und würde durch diese immer wieder auffallen.

Letzten Endes wurden die ersten fünf Vornamen zugelassen: „Chenekwahow, Tecumseh, Migiskau, Kioma, Ernesto“. Eltern müssen binnen einer Woche eine Geburtsanzeige beim Standesamt machen. Das tun sie laut Levermann nicht immer. „Da suchen wir dann täglich hinterher. Manche Kinder laufen sogar namenlos durch die Bundesrepublik.“ Es komme vor, dass Eltern wegzögen, ohne das Kind gemeldet zu haben. Lange dauere es, wenn sich vor allem getrennte Eltern nicht einigen könnten. „Das erschwert die Arbeit.“ Und bindet Kapazitäten im Standesamt, die es nicht hat. In einem Fall musste sogar das Gericht eingeschaltet werden und die Namensfindung anweisen.

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