Schule

EMA nimmt die digitale Herausforderung an

Der designierte neue EMA-Konrektor Carsten Doil vor einem von der SV um Seyda Sahan gestalteten Kunstwerk in der Eingangshalle. Foto: Roland Keusch
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Der designierte neue EMA-Konrektor Carsten Doil vor einem von der SV um Seyda Sahan gestalteten Kunstwerk in der Eingangshalle.
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Gymnasium findet mit Carsten Doil einen neuen stellvertretenden Schulleiter und will iPad-Klasse einführen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Die Führung des EMA-Gymnasiums ist wieder komplett. Auf Olaf Wiegand, der im Frühjahr als neuer Leiter an das Albrecht-Dürer-Gymnasium in Hagen gewechselt war, folgt Carsten Doil als Konrektor. Nach der Revision fehlt zwar noch seine offizielle Ernennungsurkunde, Verantwortung trägt der 54-Jährige an der EMA jedoch seit vielen Jahren. Der Sport- und Sowi-Lehrer war bislang schon verantwortlich für Schulstatistik und Stundenpläne. Der gebürtige Wuppertaler, der in Bergisch Gladbach lebt, ist seit über zwei Jahrzehnten mit der Remscheider Schullandschaft vertraut.

Acht Jahre unterrichtete Doil in der Hauptschule Hölterfeld, ging danach für weitere acht Jahre ans Rögy in Lennep, um 2015 ans EMA zu wechseln. Dass bei der Bewerbung eine schulinterne Lösung gefunden wurde, begrüßt Rainer Schulz. „Kontinuität ist enorm wichtig“, findet der EMA-Leiter. Die Personalie fällt in eine Zeit, in der nicht nur Corona die Schlagzeilen liefert. Bei der 12. Verleihung des Schulentwicklungspreises „Gute gesunde Schule“ durch die Unfallkasse NRW zählten die Remscheider unter 241 teilnehmenden Schulen zu den 43 Preisträgern. 14 490 Euro gingen an das EMA.

„Gesunde Schule“ steht für ein positives Schulklima und die Beteiligung aller Akteure an der Schulentwicklung. Dieser Wohlfühleffekt, den das EMA in einem mehrstufigen Verfahren darlegte, erlaubt es, die Auszeichnung zu investieren. Mit dem Gewinn aus einem vorhergehenden Schulentwicklungspreis, das lange auf dem Konto lag, wurden dieses Jahr nach Absprache mit der SV unter anderem im Eingangsbereich vier Tische mit Sitzbänken angeschafft. Die Investition habe sich gelohnt, erklärt Schulz: „Die Pausenhalle wird jetzt ganz anders genutzt als vorher.“

Darüber hinaus wurde der „Wintergarten“, der Aufenthaltsraum für die Oberstufe frisch gestrichen und komplett neu möbliert. „Auch mit den 14 490 Euro, die wir jetzt erhalten haben, wollen wir die Wohlfühlatmosphäre weiter stärken“, verspricht Schulz. Eine Salatbar für die Mensa könnte eines der Projekte werden. Besprochen wird dies jedoch in einem größeren Rahmen, bei dem – wie es der Schulphilosophie entspricht – auch die Schüler bzw. ihre Vertreter mitsprechen.

Remscheid: Homepage des Gymnasiums wurde modernisiert

Neu gestaltet wurde die in die Jahre gekommene Homepage (www.ema-rs.de) , die mit Hilfe eines Elternvaters aufpoliert wurde und nun heller, aufgeräumter und übersichtlicher wirkt. Eingestellt ist dabei auch ein viereinhalbminütiger Imagefilm über das EMA, der gerade in Zeiten, wo persönliche Inaugenscheinnahme des Gymnasiums nicht so einfach ist, Eltern von Schülern, die am EMA eingeschult werden sollen, einen ersten Einblick bietet. Nach dem Ausfall des Tags der offenen Tür und der „November-Gespräche“ bietet die Schulleitung Grundschuleltern doppelten Ersatz an.

Online gibt es montags (17 bis 19 Uhr) die Möglichkeit, über das Internet Fragen zu stellen und mit einem Vertreter der erweiterten Schulleitung für jeweils 20 bis 30 Minuten ins Gespräch zu kommen. Montags und mittwochs nachmittags werden Familien (bis zu drei Personen) vor Ort beraten. Individuelle Termine müssen mit dem Sekretariat vorab vereinbart werden.

Die Pandemie drückt zwar dem Alltag ihren Stempel auf, aber keineswegs nur zum Nachteil der 900 Schüler und 80 Lehrer. Als „Zukunftsschule NRW“ wird das EMA auch seinen digitalen Unterricht mit Nachdruck vorantreiben. Corona wirkt dabei als Katalysator. Auch der im Lockdown unvermeidliche Distanzunterricht trug dazu bei, dass im EMA viel ausprobiert wurde und zum Beispiel mit Kameras Stunden aus dem Klassenzimmer zu Schülern nach Hause übertragen werden, oder umgekehrt Lehrer, die in der Quarantäne sind, in Klassenräume zugeschaltet waren.

Viel bewegt sich am EMA in diese Richtung, auch bei digitalen Lernmaterialien. Für Sommer 2021 ist die Einführung einer iPad-Klasse oder sogar einer Stufe geplant. 46 iPads stehen dafür momentan zur Verfügung. „Digital wird die Zukunft sein“, sagt Carsten Doil. Das EMA sei bereit, diese Herausforderung anzunehmen.

In Remscheid unterstützen Gymnasien eine Weihnachtsaktion der Remscheider Tafel. Auch das EMA ist dabei.

Anmeldungen

Nicht nur am 21./22. Dezember – den zusätzlichen schulfreien Tagen – bietet das EMA die Möglichkeit, persönliche Termine für Eltern an. Auch nach den Ferien wird es diese im Januar 2021 geben. Die Anmeldetermine für zukünftige Fünftklässler für 2021/2022 sind vom 1. bis 3. Februar, jeweils von 9 bis 12 sowie von 15 bis 18 Uhr. Am 18./19. Februar sind ebenfalls Anmeldungen möglich, von 9 bis 12 und 15 Uhr bis 16 Uhr. Die Anmeldetermine für Quereinsteiger anderer Schulformen sind 1. bis 3. Februar in Raum 16/21/23 (14 bis 18 Uhr) und nach Vereinbarung.

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