Personal wird gesucht

Neues Hospiz soll im Sommer öffnen

Der Rohbau ist fertig, nun geht es an den Innenausbau: Das Christliche Hospiz in Bergisch Born nimmt Formen an.
+
Der Rohbau ist fertig, nun geht es an den Innenausbau: Das Christliche Hospiz in Bergisch Born nimmt Formen an.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Der Neubau in Bergisch Born liegt im Zeit- und Kostenplan.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Rohbau ist komplett fertig, die Wasserinstallation ebenso, nun laufen Arbeiten an der Elektro- und Lüftungsinstallation, bald kommen der Estrich und der Putz: Das Christliche Hospiz Bergisches Land nimmt Formen an. Es scheint fast wie eine göttliche Fügung: Der Neubau in Bergisch Born liegt im Zeit- und im Kostenplan – was in diesen Zeiten eher unüblich ist. Denn wo kann man in Deutschland angesichts von Fachkräftemangel, Lieferengpässen und Krisen eigentlich noch ohne Verzögerung bauen?

Für Prof. Dr. Artur Wehmeier, 2. Vorsitzender des Fördervereins Christliches Hospiz Bergisches Land, hängt das auch mit dem Generalunternehmer August Schmidt zusammen: „Er hatte Material bereits frühzeitig eingekauft und zurückbehalten – darüber sind wir sehr glücklich.“ Allein bei den Fenstern habe es zuletzt eine kleine Verzögerung gegeben, dennoch sei alles noch im zeitlichen Rahmen. Natürlich gebe es keine Garantie dafür, dass sich die Lage so weiterentwickele – dennoch blicke man positiv in die Zukunft, sagt Prof. Wehmeier.

Aktuell plant der Förderverein, das Hospiz in Bergisch Born im zweiten oder dritten Quartal 2023 zu eröffnen. „Wir sind seit fast zehn Jahren mit dem Projekt unterwegs, da kommt es auf ein, zwei Monate nicht an“, meint der 2. Vorsitzende. Viel wichtiger sei, dass die Einrichtung optimal an den Start gehen könne, unter anderem mit genügend Fachpersonal.

Rund 20 Stellen für qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zu besetzen sein, die sich im Palliativbereich auskennen. Die Suche nach Fachkräften startet nun im neuen Jahr. Erste Interessenten können sich melden. Die Diakoniestation Wermelskirchen wird den medizinisch-pflegerischen Bereich übernehmen, die Caritas unterstützt bei der Betreuung durch ehrenamtliche Mitarbeiter. Der Förderverein sorgt dafür, das Defizit bei den Betriebskosten auszugleichen.

Knapp eine Million Euro fehlt noch, über 2,6 Millionen Euro sind bereits zusammengekommen. „Wir haben zwar Kredite aufgenommen, aber wir sammeln weiter.“ 2022 sei ein gutes Jahr für den Verein und das Hospiz gewesen – fast 400 000 Euro Spenden kamen zusammen. In der Pandemie sei das Spendenaufkommen etwas ins Stocken geraten – nun nehme es wieder Fahrt auf. Einen Anteil daran hatte nicht zuletzt die Aktion Klinkersteine nach einer Idee von Horst Kläuser. „Der Zuspruch ist enorm“, sagt Wehmeier. Dabei kann ein Klinkerstein gegen eine Spende in Höhe von 500 Euro erworben werden. Die ersten 200 Steine hat Steinmetz Michael Schurg bereits zur Veredelung erhalten. Er selbst arbeitet ehrenamtlich. Die Steine werden später Teil der Fassade.

Das Hospiz richtet sich an die Einwohnerinnen und Einwohner der Städte Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen. Es gibt zehn Plätze. „Der Bedarf ist sehr groß“, sagt Prof. Wehmeier.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schwerer Unfall auf der Wupperbrücke - B229 gesperrt
Schwerer Unfall auf der Wupperbrücke - B229 gesperrt
Schwerer Unfall auf der Wupperbrücke - B229 gesperrt
Einbruch in Sparkassenfiliale: Schließfächer mit Sparbüchern aufgehebelt
Einbruch in Sparkassenfiliale: Schließfächer mit Sparbüchern aufgehebelt
Einbruch in Sparkassenfiliale: Schließfächer mit Sparbüchern aufgehebelt
Illegaler Waffenhandel am Hasten: Kistenweise Gewehre und Pistolen verkauft
Illegaler Waffenhandel am Hasten: Kistenweise Gewehre und Pistolen verkauft
Illegaler Waffenhandel am Hasten: Kistenweise Gewehre und Pistolen verkauft
Wasserrohrbruch im Allee-Center - keine Fäkalien
Wasserrohrbruch im Allee-Center - keine Fäkalien
Wasserrohrbruch im Allee-Center - keine Fäkalien

Kommentare