Hasten für Hasten

Neuer Vereinsvorstand steckt voller Tatendrang

W. Jürgen Ackermann (l.) erhielt bei der Mitgliederversammlung Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft, Blumen und einen Schwarzwald-Gin als Dank für seine Vorstandsarbeit von den aktuellen Führungskräften (v.l.) Brigitte Dehnke, Andrea Jakob-Pannier und Marcel Büddicker. Foto: Andreas Weber
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W. Jürgen Ackermann (l.) erhielt bei der Mitgliederversammlung Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft, Blumen und einen Schwarzwald-Gin als Dank für seine Vorstandsarbeit von den aktuellen Führungskräften (v.l.) Brigitte Dehnke, Andrea Jakob-Pannier und Marcel Büddicker.
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Hasten für Hasten will einen Beirat etablieren, um die berufstätigen Führungskräfte zu entlasten – Zwei Interessenten gibt es bereits.

Remscheid. Voller Tatendrang und einer Umstrukturierung im Vorstand kehrt der Verein Hasten für Hasten aus der Pandemie zurück. Auf der ersten Mitgliederversammlung mit persönlicher Anwesenheit nach über zwei Jahren präsentierte sich das Führungstrio Andrea Jakob-Pannier (Vorsitzende), Brigitte Dehnke (2. Vorsitzende) und Marcel Büddicker (Schatzmeister) im evangelischen Gemeindezentrum an der Büchelstraße den 19 Stimmberechtigten. Einstimmig wurden sie gewählt und füllen die Lücke, die W. Jürgen Ackermann nach seinem Rücktritt Ende November 2021 hinterlassen hat.

Weil alle drei Gewählten berufstätig sind, haben diese nach Lösungen gesucht, die Vereinsspitze für die kommenden drei Jahre auf ein breiteres Fundament zu stellen. Nach einem viereinhalbstündigen Bilanzgespräch der Vereinsspitze im Juni 2021 lautete die Lösung: Beratung und Unterstützung durch einen Beirat. Dieser soll maximal zehn Köpfe haben, je zwei für die fünf Themenfelder, die der Heimatverein besetzt: Förderung von Kunst und Kultur, Denkmalschutz und -pflege, Heimatpflege und -schutz, Jugend- und Altenhilfe, Unterstützung von Flüchtlingen sowie Volks- und Berufsbildung.

„Die Beiräte sollen in ihren Bereichen selbstständig handeln können und über ein Budget verfügen“, kündigte Andrea Jakob-Pannier an. Zwei Interessierte fanden sich bei der Versammlung: die Heimatforscherin Barbara Rodler und die pensionierte Kita-Leiterin Ingrid Rosiejka. Weitere Mitstreiter werden gesucht.

Untätig war Hasten für Hasten in der Corona-Zeit nicht. Andrea Jakob-Pannier erinnerte an die Erneuerung der Schilder im Gelpetal, die Einweihung des Spielplatzes Holz, die Förderung der Schulplaner für die Erstklässler der OGS Hasten, Weckmänner für die Grundschule zu St. Martin und den Flyer über die historischen Rundgänge Büchel und Platz als Wanderweg sowie Initiativen zu Obi-Spendenaktion für die Flutopfer in Clemenshammer und die Schaffung des Fußgängerüberweges an der Königstraße unweit des Edeka-Marktes.

Verein will eine „Grabstein-Galerie“ für „geschichtsträchtige“ Hastener

Im achten Vereinsjahr soll es wieder rundgehen. Finanziell kann der Verein nicht aus dem Vollen schöpfen, steht aber auf soliden Füßen. Bänker Marcel Büddicker trug vor, dass, nachdem 2020 keine Beiträge eingezogen worden waren, diese den 60 Mitgliedern 2021 nachträglich abgebucht wurden. 3334 Euro befanden sich Ende letzten Jahres auf dem Girokonto, hinzu gesellten sich 3723 Euro aus fünf Spenden. Davon ab gingen 1941 Euro an insgesamt fünf Spendenempfänger.

Acht Veranstaltungen stehen 2022 im Kalender: In eigener Regie richtet Hasten für Hasten das Kinderfest auf dem Spielplatz Bremen (hinter dem Edeka-Markt) voraussichtlich am 27. Mai aus. Noch keinen Termin gibt es für das Fußballfest auf dem Bolzplatz. Fortgeführt werden soll die Hausbeschilderung in der Ortschaft Platz mit einem dritten Teil, eine festliche Einweihung des dortigen Rundgangs soll außerdem stattfinden. Mit einem Stand will der Verein am 28. August am Werkzeugmuseum und beim „Tag der Vereine“ am 4. September auf der Allee vertreten sein. Am „Tag des Denkmals“, der am 11. September stattfindet, möchten die Hastener zumindest zwei historische Führungen am Büchel und in Platz anbieten. Die Schulplaner für die Hastener Grundschule soll es wieder geben, darüber hinaus will der Verein die laufende Pflege der Baumscheiben am Ende der Königstraße kurz vor der Einmündung Hastener Straße in die Hand nehmen.

Aber auch viele andere Projekte stehen auf dem Zettel: Die Beteiligung an der Weiterentwicklung der Werkzeugtrasse ist ins Auge gefasst, ein Tagesausflug für Mitglieder und deren Begleitung soll organisiert werden.

Das fünfte Netzwerktreffen aller Hastener Vereine soll stattfinden, auf dem Friedhof eine „Grabstein-Galerie“ angelegt werden mit „geschichtsträchtigen“ Hastenern, deren Grabsteine, damit, weil sich keine Nachkommen mehr kümmern, diese nicht dem Schredder zum Opfer fallen.

Kooperation

Lokalgeschichte ist ein Thema, mit dem sich der Heimatverein auch beschäftigt. Deshalb reifte der Gedanke, eine Kooperation mit dem Verein Pferdestall einzugehen. Der Anfrage von Hans Heinz Schumacher, ob sich Hasten für Hasten vorstellen könne, vor Ort Stolpersteine zu verlegen, will der Vorstand gerne nachkommen. Die Recherche, wo diese einen passenden Standort finden könnten, betreibt derzeit Pferdestall-Schriftführerin Andrea Blesius.

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