Neubau

Neue Kita am Schützenplatz soll Mitte 2024 eingeweiht werden

Ein Umzug besteht bevor: Die Kita Am Schützenplatz wird mit ihrem Provisorium auf den Schützenplatz wandern. Foto: Roland Keusch
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Ein Umzug besteht bevor: Die Kita Am Schützenplatz wird mit ihrem Provisorium auf den Schützenplatz wandern.

Jugendhilfeausschuss segnet Neubau auf der ehemaligen Rollschuhbahn ab – Versorgungslücke schließt sich langsam.

Remscheid. Nach Tagesordnungspunkt 16 im Jugendhilfeausschuss (JHA) verließ Tobias Krüger zufrieden die AES-Aula. Die städtische Kita Am Schützenplatz, die er seit vier Jahren leitet, wird eine feste Bleibe erhalten. Der JHA beschloss Mittwochabend einstimmig, dass aus dem Provisorium ein großer Neubau wird, der sechs Gruppen beherbergen soll.

Auf der ehemaligen Rollschuhbahn am Stadtpark, genau an der Stelle, wo sie vor sechs Jahren als Übergangslösung für die schimmelige Kita Eberhardstraße eingerichtet wurde, soll die heute dreigruppige Einrichtung ab dem Sommer 2024 nicht mehr in Containern leben müssen. Die sind in die Jahre gekommen und teilweise undicht, es ist laut und bei Wetterextremen in Winter und Sommer nur schwer, drinnen auszuhalten.

Für das Personal und die in Spitzenzeiten 65 Kinder ist die Situation schwierig, Abhilfe erwünscht. Die kommt nun mit einem weiteren Wechselspiel. Während der Bauphase an der Hindenburgstraße 92, so die offizielle Adresse, muss die städtische Einrichtung noch mal in der Nachbarschaft umziehen. Ursprünglich war die Ersatzstätte für den Léon-Goraguer-Platz vorgesehen, der allerdings aufgrund der Topographie keine Aufstellung von Bauwagen zulässt, obendrein die Alternative mit der Aufstellung von „Tiny Houses“ viel zu kostspielig geworden wäre.

Ab dem 1. August 2022 zieht die Kita mitsamt der Container übergangsweise auf den Schützenplatz

So wird die Kita Am Schützenplatz nun ab dem 1. August 2022 ihrem Namen voll gerecht und landet für zwei Jahre im westlichen Teil direkt auf dem Schützenplatz. Die Gesamtkosten für die Umsetzung der Containeranlage mit dem Mobiliar beziffert die Verwaltung auf 350 500 Euro.

Die Bauzeit auf der ehemaligen Rollschuhanlage veranschlagte Peter Nowack mit zwei Jahren. Der Abteilungsleiter für die Kindertageseinrichtungen im Jugendamt, hat mit den künftigen Kita-Bauten eine weitere Aufgabe übernommen. Die Koordination des Baus neuer Einrichtungen, die benötigt werden, lag bislang in den Händen von Werner Grimm, der im Herbst 2016 die Aufgabe übernommen hatte. Dass sie befristet sein wird, bis sich genügend neue Standorte, Investoren und Träger gefunden haben, war klar. Dennoch zeigte sich der JHA überrascht, dass sich Grimms Abschied Richtung Schulamt lautlos vollzogen hatte.

Susanne Pütz (CDU) kritisierte: „Der Anstand gebietet es, dass man uns in Kenntnis setzt.“ Erden Ankay-Nachtwein (SPD) sah „Luft nach oben bei der Kommunikation“. Und Thea Jüttner (CDU) fragte: „Ist es gut, dass Grimm aufgehört hat, denn Nowack vertritt jetzt schon im Jugendamt einen großen Aufgabenbereich?“ Jugendamtsleiter Egbert Willecke betonte: „Die Planung von Kita-Plätzen ist originäre Aufgabe des Jugendamtes.“

Beim Ausbau, der zum Schluss von 1123 fehlenden Plätzen ausging, biegt die Stadt langsam auf die Zielgerade ein. 400 zusätzliche Plätze gibt es nach sieben Inbetriebnahmen, weitere 340 entstehen durch erwartete Inbetriebnahmen, drei weitere geplante Standorte sollen 270 Kinder bedienen. 113 Kinder sollen an Standorten untergebracht werden, die sich in der Sondierung befinden.

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