Wiedereröffnung

Neue Corona-Verordnung passend zum Wetter

Stefanie Neuhoff und ihre Kollegen beim Gartencenter Kremer haben gut zu tun: Viele Kunden decken sich für ihren Garten ein. Foto: Roland Keusch
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Stefanie Neuhoff und ihre Kollegen beim Gartencenter Kremer haben gut zu tun: Viele Kunden decken sich für ihren Garten ein.

Garten- und Baumärkte können seit Montag ein erweitertes Sortiment anbieten.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Vom meteorologischen Frühlingsanfang, der stets am 1. März liegt, sind wir noch ein paar Tage entfernt, doch das Wetter macht schon Lust auf mehr. Und quasi passend dazu trat am Montag eine Änderung der Coronaschutzverordnung in Kraft, über die sich vor allem Gartenbesitzer freuen können. Denn neben verderblichen Schnitt- und Topfblumen dürfen Bau- und Gartenmärkte nun auch Saatgut, Blumenzwiebeln und Gemüsepflanzen verkaufen.

Und so öffnete auch der Obi im Süd-Bezirk sein Gartencenter wieder für Privatkunden – während in den restlichen Baumarkt weiterhin nur Handwerker, Landwirte und andere Gewerbetreibende mit entsprechendem Nachweis eingelassen wurden. „Unsere Kunden sind froh, wieder notwendige Materialien einkaufen zu können – sowohl in der Grundversorgung von Pflanzen als auch zur Pflege des Gartens oder Balkons“, sagt Franziska Bomm aus der Obi-Pressestelle in Wermelskirchen.

„Nach den tristen Tagen freuen sich die Leute auf Farbe im Garten.“

Stefanie Neuhoff, Kremer

Der Anblick vor Ort allerdings war teils doch etwas traurig – zumindest je weiter man in den Markt hineinging. Denn während vorne grüne Pflanzen und bunte Blumen auf Abnehmer warteten, waren die Sortimentsbereiche weiter hinten im Geschäft, vom Poolzubehör bis zum Grill, mit Flatterband abgesperrt. Sie dürfen weiterhin nicht direkt verkauft werden.

Ein ähnliches Bild bietet derzeit der Gartenmarkt Kremer in Lennep: Das Café ist geschlossen, Teile des rund 8000 Quadratmeter großen Markts, insbesondere Dekoartikel und Gartenmöbel, liegen hinter grün-weißem Flatterband. Den Kunden scheint das aber egal zu sein. Schon gegen Mittag war das Geschäft am Montag gut besucht. Und die Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, um für grünen und bunten Nachschub zu sorgen.

Bereits seit Freitagnachmittag habe das Kundenaufkommen deutlich zugenommen, berichtet Teamleiterin Stefanie Neuhoff, am Samstag war es dann richtig voll: „Nach den tristen Tagen freuen sich die Leute auf Farbe im Garten“, vermutet die Teamleiterin. Und diese Freude könne auch das eingeschränkte Sortiment, auf das ein Schild am Eingang ausdrücklich hinweist, nicht nehmen. „Ich denke mal, dass das noch die ganze Woche so bleiben wird.“

Trotz aller Freude verliere man die Corona-Regeln aber nicht au dem Auge, betont Stefanie Neuhoff. Ein automatisches System am Eingang behält den Überblick, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig das Geschäft betreten. Und natürlich gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln. „Unsere Mittelgänge sind 2,50 Meter breit“, sagt Neuhoff. Da könnten sich die Kunden problemlos aus dem Weg gehen.

Auch Obi spricht von „umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen“, wie es sie schon im Frühjahr des Vorjahres gegeben habe. „Die AHAL-Regelung wird konsequent umgesetzt und Desinfektionsstationen sind installiert“, sagt Pressesprecherin Franziska Bomm. Hinzu komme, dass die Gartencenter des Unternehmens rund zur Hälfte aus Freifläche bestehen würden „und somit durchgängig Frischluft gewährleistet ist“.

Ähnlich handhabte es auch der Pflanzen- & Staudenpark Hasten, wo am Montag ein Teil des Blumenangebots fürs heimische Beet bei 15 Grad und leicht bedecktem Himmel auf rollbaren Tischen auf dem Freigelände präsentiert wurde. So konnten die Kunden Abstand voneinander halten. Und schon beim Kauf der Pflanzen die frische Luft genießen.

Hintergrund

Bereits im Januar hatte sich die Branche für eine Öffnung der Garten- und Baumärkte eingesetzt. Das habe, so lautete die Begründung, einen „wichtigen emotionalen Effekt für die Menschen im Lockdown“. Schließlich könnten sich die Leute so „im eigenen Haus oder Garten sinnvoll, kreativ und motivierend beschäftigen und den Wegfall anderer Freizeitaktivitäten kompensieren“. Zudem werde verhindert, dass die bereits gezogenen Pflanzen entsorgt werden müssten.

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