Zu wenig Besucher

Neuauflage des „Open Air Eventgarten“ ist fraglich

Nach dem Event ist vor dem Event: Nicole Hafner organisiert nun nach dem „Eventgarten“ den „EWR Firmenlauf“. Foto:
+
Nach dem Event ist vor dem Event: Nicole Hafner organisiert nun nach dem „Eventgarten“ den „EWR Firmenlauf“.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
    schließen

Veranstalterin zieht ernüchternde Bilanz: Minus im sechsstelligen Bereich.

Remscheid. Die Enttäuschung bei Nicole Hafner ist groß: Der „Open Air Eventgarten“ auf dem Schützenplatz kam nicht so gut bei den Bergischen an wie erhofft. Im Schnitt zog es rund 550 Besucher zu einem der neun Freiluft-Konzerte vom 11. bis 21. August auf den Schützenplatz. Platz wäre jedoch für 3000 je Abend gewesen. „Deshalb war der ,Open Air Eventgarten‘ wirtschaftlich in keinster Weise für uns zufriedenstellend“, sagt die Geschäftsführerin der NeoMove GmbH aus Bochum. Diese allein trägt das „Riesenminus“ im sechsstelligen Bereich.

Dabei habe man mit Culcha Candela, Söhnen Mannheims, Sasha, Beatrice Egli & Co. erstklassige Künstler holen können. Für jeden sei etwas dabei gewesen, von Klassik bis Pop. „Aber offenbar braucht der ,Open Air Eventgarten‘ noch Zeit, bis er die Menschenmassen zum Schützenplatz zieht, die von unserer Seite aus gewünscht sind - und den Künstlern eine entsprechende Wertschätzung geben.“ Diejenigen, die da waren, hätten jedoch gut mitgefeiert und sich bedankt, dass überhaupt etwas vor der eigenen Haustür stattfinde. Beim Konzert von Culcha Candela, mit 1000 Gästen die mit am besten besuchte Veranstaltung, war das ab Ton 1 spürbar: Partystimmung pur.

„Das müssen wir erst mal verdauen.“

Nicole Hafner, NeoMove

Ein Jahr lang habe das Team viel Herzblut in das Großevent gesteckt. „Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen.“ In ein paar Wochen werde die finale Entscheidung fallen, ob NeoMove noch einmal etwas Vergleichbares auf dem Schützenplatz anbieten wird. Denn, so betont Nicole Hafner im RGA-Gespräch: „So kann es zukünftig nicht weitergehen.“ Wenn das Interesse in Remscheid nicht da sei, werde man mit dem Format wohl oder übel in eine andere Stadt gehen. Eine weitere Idee sei, vielleicht nur ein Konzert-Wochenende zu organisieren statt einen elftägigen Reigen.

Die Gründe der ausgebliebenen Gäste seien vielfältig: Urlaub, Corona, aber vor allem die Energiekrise und die gestiegenen Lebenshaltungskosten, vermutet Hafner. „Das Geld sitzt nicht mehr so locker.“ Besonders bitter: Letztes Jahr habe man wegen Kurzarbeit und Corona nicht richtig arbeiten können. Nun könne man es – aber die Besucher blieben aus.

Die Hüpfburgen vom Spielgarten und die Bühne sind schon abgebaut, der Sand des „Eventgartens“ ist weggeschippt. Denn schon am Donnerstag geht es mit einem anderen Event auf dem Schützenplatz weiter - ebenfalls organisiert von der NeoMove GmbH. Dann fällt der Startschuss für den EWR Firmenlauf. Nachmeldungen sind noch am Tag selbst von 16 bis 18 Uhr auf dem Schützenplatz möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Corona: In den Arztpraxen droht neues Ungemach
Corona: In den Arztpraxen droht neues Ungemach
Corona: In den Arztpraxen droht neues Ungemach
Frau (40) zerkratzt Autotür während Fahrer im Wagen sitzt
Frau (40) zerkratzt Autotür während Fahrer im Wagen sitzt
Frau (40) zerkratzt Autotür während Fahrer im Wagen sitzt
Lennep: Planer kosten 200.000 Euro
Lennep: Planer kosten 200.000 Euro
Lennep: Planer kosten 200.000 Euro
Kreutzer: „Manager ist kein Messias“
Kreutzer: „Manager ist kein Messias“
Kreutzer: „Manager ist kein Messias“

Kommentare