Projekt

Netzwerk Kleine Helden enttabuisiert das Thema Sucht

Julian Bäcker (Netzwerk, h. v. l.), Melanie Clemens und Marc Schneider freuen sich über die Spende von Karin Vöpelsieg (IWC), Maria Luisa Engels, Anna-Catharina Hasenclever und Kerstin Schmidt. Foto: axd
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Julian Bäcker (Netzwerk, h. v. l.), Melanie Clemens und Marc Schneider freuen sich über die Spende von Karin Vöpelsieg (IWC), Maria Luisa Engels, Anna-Catharina Hasenclever und Kerstin Schmidt.

Der Inner Wheel Club (IWC) Remscheid fördert die Projekte.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Kinder psychisch kranker Eltern haben in der Corona-Pandemie besonders gelitten. Die Folgen wird das „Netzwerk Kleine Helden“ aber erst nach und nach zu spüren bekommen. Um die Arbeit des mehr als 20 Institutionen umfassenden Netzwerks zu unterstützen, überreichte der Inner Wheel Club (IWC) Remscheid – eine kreative Service-Clubgemeinschaft, deren Mitglieder sich ehrenamtlich um Kranke und Menschen in Not kümmern – dem Netzwerk eine Spende von 500 Euro.

Damit sollen anstehende Projekte des Netzwerkes gefördert werden, das versucht, die Lebenssituation von Kindern psychisch kranker Eltern zu verbessern. Zum einen möchte das Netzwerk Kleine Helden das Thema Sucht und Suchtprophylaxe in die Schulen holen, berichtet Sozialpädagoge Julian Bäcker. Die Grundschule Dörpfeld stellt das Pilotprojekt für Remscheid dar. Das dreitägige Präventionsprojekt soll das Thema Sucht enttabuisieren und Raum zum Darüber-Sprechen bieten.

Kinder bekommen durch Kunst Zugang zu ihren Problemen

„Die Kinder vertrauen sich uns in der Schule an. Das stellt uns vor die Fragen, wie wir mit dem Thema umgehen oder wie wir die Eltern ansprechen können“, erklärt Bäcker. Denn jedes sechste Kind in einer Klasse sei davon betroffen, ein Elternteil mit einer Suchterkrankung zu haben, erklärt Marc Schneider vom Netzwerk Kleine Helden. Vom Ende der Herbstferien an bis Weihnachten soll auch wieder das Kinderkunstprojekt für Kinder im Grundschulalter stattfinden. „Die Kinder können sich untereinander austauschen, bekommen das Gefühl, nicht alleine zu sein, und bekommen Zugang zu ihren eigenen Problemen über verschiedene Ausdrucksformen wie Malen, Musik und Bewegung“, sagt Melanie Clemens aus dem Bereich Suchtberatung. Neu ist auch die Einrichtung einer Gruppe für ältere Jugendliche. „Sie stehen vor ganz anderen Problemen: Darf ich ein Bier trinken, wenn mein Vater Alkoholiker ist? Was sagt meine Freundin, wenn ich zu Hause sie mitbringe?“, erklärt Clemens.

In der Vergangenheit hat das Netzwerk Ratgeber-Broschüren und Leitfäden für Lehrer und Erzieher entwickelt. Der Inner Wheel Club fördert zahlreiche Projekte und Institutionen – wie die Kinderschutzambulanz oder das Frauenhaus –, die mit Kindern und Frauen zu tun haben.

„Das Netzwerk Kleine Helden ist deshalb für uns sehr interessant“, sagt IWC-Präsidentin Anna-Catharina Hasenclever.

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