Ideen für Lennep

Naturschützer wollen Markthalle statt DOC

Das Röntgen-Stadion aus der Vogelperspektive: Auch wenn hier kein Outlet-Center entsteht, soll es vermarktet werden. Foto: Roland Keusch
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Das Röntgen-Stadion aus der Vogelperspektive: Auch wenn hier kein Outlet-Center entsteht, soll es vermarktet werden.

Im Rathaus gehen viele Ideen für eine alternative Nutzung des Röntgen-Stadions ein.

Remscheid. Nach dem endgültigen Aus für das Designer Outlet Center (DOC) gehen bei der Stadt zahlreiche Vorschläge ein, was denn nun anstelle des maroden Röntgen-Stadions und des brachliegenden Kirmesplatzes in Lennep entstehen könnte.

Ein „apart gemischtes Stadtquartier“, schwebt zum Beispiel Karl-Frieder Kottsieper und Stephan Jasper, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Naturschutzbeirates der Stadt Remscheid, vor. Ein Wohngebiet soll entstehen – mit einem „multifunktionalen Veranstaltungsplatz“ und einer „nachhaltigen Markthalle“.

In der nächsten Ratssitzung am 3. März will Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) zunächst eine Übersicht über die Kosten geben, die das Scheitern des DOC vor den Verwaltungsgerichten den Steuerzahlern in Remscheid hinterlassen hat. Wie berichtet, hatte zuletzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der Klage eines Anwohners gegen das Projekt stattgegeben. Das führte zum Rückzug des Investors, der in Remscheid 160 Millionen Euro investieren und annähernd 800 Arbeitsplätze schaffen wollte.

Remscheid: Naturschutzbeirat fordert Wohnbebauung auf Gelände des Röntgen-Stadions

Das Stadtoberhaupt will das Röntgen-Stadion sowie den Jahn- und den Kirmesplatz weiterhin vermarkten. So hatte es der Rat noch mit Blick auf das DOC beschlossen. „Wir brauchen jetzt keine Notlösungen und keine Schnellschüsse“, mahnt angesichts der neuen Situation dagegen CDU-Ratsfraktionschef Markus Kötter und fordert ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept für ganz Remscheid. Zwar sei alles, was statt des DOC komme, „nur die zweitbeste Lösung“, aber: „Wir sollten alle daran arbeiten, dass dies eine sehr gute und sehr gut durchdachte zweitbeste Lösung ist.“

Mit einem Stadtentwicklungskonzept, kurz: ISEK, werden die langfristigen Ziele für die Entwicklung einer Stadt festgelegt. Im benachbarten Hückeswagen werden so bereits seit 2019 Bürgerinnen und Bürger bei sogenannten Raumerlebnisaktionen nach ihren Vorstellungen befragt.

Der Naturschutzbeirat formulierte nun bereits konkrete Ideen. Die Stadt, so beschlossen die Mitglieder einstimmig, solle auf die Bebauungspläne für die Knusthöhe in Lennep verzichten und den „Wohnbedarf am Röntgen-Stadion decken“. wey/ ric

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