Stadtverwaltung ist Fahrzeugwrack aus dem Blick geraten

Nach sieben Wochen wird ein ausgebrannter Wohnwagen endlich abtransportiert

Sieben Wochen blickten Passanten auf dem Lenneper Jahnplatz auf die Reste des Wohnwagens. Foto: Roland Keusch
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Sieben Wochen blickten Passanten auf dem Lenneper Jahnplatz auf die Reste des Wohnwagens.
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Ehemaliger Bezirksbeamter machte auf Missstand aufmerksam.

Remscheid. Dieter Jakobi hat als ehemaliger Bezirksbeamter in Lennep auch im Ruhestand einen wachen Blick auf das Geschehen im Ort. Zuletzt musste der pensionierte Polizist sich wundern. „Seit einigen Wochen steht ein ausgebranntes Fahrzeugwrack auf dem Jahnplatz an der ehemaligen Feuerwache“, meldete er sich am 30. März zu Wort. „Doch niemand kümmert sich darum, obwohl doch bestimmt die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde regelmäßig nach dem Rechten schauen.“ Dabei sollten doch deren Sinne für den Umweltschutz geschärft sein.

In der Nacht zum 23. Februar, also vor mittlerweile über sieben Wochen, war aus ungeklärter Ursache ein Wohnwagen auf dem Jahnplatz in Brand geraten. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer zwar löschen, einen Totalschaden jedoch nicht mehr verhindern. Verletzt wurde niemand. Allerdings wurden weitere dort abgestellte Fahrzeuge durch umherfliegende Teile beschädigt. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf 30 000 Euro.

Doch: Wer kümmert sich nun um die Beseitigung der Überreste? Die Stadtverwaltung verwies auf RGA-Anfrage zunächst darauf, dass die Mitarbeiter des Umweltamtes bei ihrer wöchentlichen Besichtigungstour das Wrack unter die Lupe nehmen werden. Dann erfolgte der Hinweis auf die Polizei, die noch damit beschäftigt sei, Spuren zu sichern. Deren Pressestelle verwies jedoch darauf, dass dies längst abgeschlossen ist. Am 15. März habe es diesbezüglich Kontakt zur Ordnungsbehörde gegeben.

Stadtsprecherin drückt ihr Bedauern aus

Das bestätigt Viola Juric, Sprecherin der Stadt Remscheid. „Uns ist die Angelegenheit aus dem Blick geraten. Und das tut mir leid“, erklärt sie. Am Donnerstag, 15. April, erfolge aber die Entsorgung des Fahrzeugs, von dem nicht mehr viel übrig ist. Nach Angaben der Wuppertaler Polizei ist im Wohnwagen eine Gasflasche explodiert.

Bei der Halterin handelt es sich nach RGA-Informationen um eine ältere Dame aus Menden. Diese erwartet demnächst Post von der Stadt Remscheid. „Im Zuge der Ersatzvornahme werden die Kosten für die Beseitigung in Rechnung gestellt“, berichtet Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamts. Es sei in Fällen wie diesen aber nicht ausgeschlossen, dass sie das Fahrzeug vor dem Brandgeschehen jemandem überlassen habe. „Dann aber benötigen wir den Namen und die Anschrift. Er oder sie muss die Angaben der Halterin bestätigen.“ Und dann die Rechnung bezahlen.

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