Tipps der Verbraucherzentrale

Nach der Katastrophe beginnt der Kampf mit der Versicherung

Kellerbrand mit umfangreicher Menschenrettung in Remscheid
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Wenn bei einem Feuer wichtige Unterlagen vernichtet werden, können Kopien helfen, die bei Freunden oder digital in einer Cloud gelagert werden, rät die Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, was vor und nach einem Katastrophenfall zu tun ist.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Hochwasser im vergangenen Juli, die Stürme Anfang dieses Jahres oder auch der Großbrand vor wenigen Wochen in Essen zeigen: Bei Katastrophen können Betroffene oft nur ihr Leben retten. Danach beginnt dann meist der Kampf mit den Versicherungen. Dazu gibt es Tipps von der Verbraucherzentrale.

Die rät in erster Linie zur Vorbeugung: Kopien von Versicherungs- und anderen Finanzunterlagen aber auch Vollmachten und Ausweiskopien sollten außerhalb des Haushalts deponiert werden. „Zum Beispiel bei Verwandten, Freunden oder digital in einer Cloud.“

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Was tun bei zerstörten Versicherungsscheinen?

Wenn die Versicherungsscheine trotzdem vernichtet worden sind, können Ersatzverträge bei der jeweiligen Gesellschaft angefordert werden: „Wer noch weiß, welche Versicherung er bei welchem Anbieter abgeschlossen hat, sollte die Unternehmen kontaktieren“, sagt die Verbraucherzentrale. Und empfiehlt, sich zum Nachweis das Datum und den Zeitpunkt des Anrufs sowie den Namen des Gesprächspartners zu notieren.

„Wer sich nicht an die Versicherungsunternehmen erinnern kann, kann bei der Bank Kopien der Kontoauszüge erhalten für den Zeitraum, wenn üblicherweise die Versicherungsbeiträge gezahlt werden und so die Gesellschaft identifizieren“, raten die Verbraucherschützer. Für alle Gesellschaften, die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft organisiert sind, gebe es dort Kontaktdaten: „Auch über diesen Weg können Vertragskopien angefordert werden.“

Was sollten Geschädigte vor dem Aufräumen tun?

Zu den Obliegenheiten des Versicherungsnehmers gehört eine Schadensminderungspflicht, er ist also verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten, zum Beispiel, indem er bei einem Wasserschaden den Haupthahn abdreht. „Vor dem Aufräumen aber sollte man alles fotografieren, besser noch filmen und eine Schadensliste erstellen mit allen zerstörten oder beschädigten Gegenständen“, sagt die Verbraucherzentrale. Idealerweise füge man Einkaufsbelege hinzu: „Sind diese nicht mehr vorhanden, sollte man den ungefähren Zeitpunkt der Anschaffung und den Neupreis aus dem Gedächtnis aufschreiben.“

Was können Betroffene von ihrer Versicherung verlangen?

Immer wieder komme es vor, dass Versicherte lange auf eine Regulierung warten. Dabei hätten Betroffene oft Anspruch auf Abschlagszahlungen: „Wenn alle Unterlagen vorgelegt sind, können sie spätestens einen Monat nach Schadensanzeige eine Abschlagszahlung verlangen.“

Hilfe

Bei Problemen mit der Versicherung kann die Verbraucherzentrale helfen. Die Remscheider Beratungsstelle ist unter Tel. (02191) 84 24 791 zu erreichen.

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