„Singen macht schlau“

Musiker sucht Grundschulen für Gesangsprojekt

Und so sieht das Ganze dann aus: Die Schülerinnen und Schüler der Hilda-Heinemann-Schule präsentierten in der Aula stolz ihr „Afrika-Musical“, das sie mit Wolf-Dietrich Hörle bei „Singen macht schlau“ erarbeitet hatten. Archivfoto: Matthias Wiese/Hilda-Heinemann-Schule
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Und so sieht das Ganze dann aus: Die Schülerinnen und Schüler der Hilda-Heinemann-Schule präsentierten in der Aula stolz ihr „Afrika-Musical“, das sie mit Wolf-Dietrich Hörle bei „Singen macht schlau“ erarbeitet hatten. Archivfoto: Matthias Wiese/Hilda-Heinemann-Schule

Wolf-Dietrich Hörle bietet Kindermusicals, Spiele und Arbeitsgruppen.

Von Melissa Wienzek

Wer hat nicht schon mal morgens unter der Dusche laut gesungen? Oder beim Wandern vergnügt ein Liedchen angestimmt? „Singen ist die natürlichste Ausdrucksweise. Wenn die Menschen glücklich sind, singen sie“, sagt Wolf-Dietrich Hörle. Der Remscheider (69) erteilt nicht nur Musikunterricht in Gitarre, Klavier und Blockflöte, sondern ist auch Urheber des Projektes „Singen macht schlau“. Und dafür sucht er nun Schulen. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Was ist „Singen macht schlau“?

Der Chorverband Bergisch Land hat unter dem Vorsitz von Wolf-Dietrich Hörle das Projekt „Singen macht schlau“ ins Leben gerufen. Es wird vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Es soll Kindern in der Grundschule die Freude am Singen vermitteln. Geeignet ist es ab der ersten Klasse. „Für die Schulen ist das Projekt preisgünstig“, sagt Hörle. Wert legt er darauf, dass die Kinder hierbei professionell angeleitet werden. Zum Beispiel, was Atmung und Stimme betrifft. Hörle hat bei Prof. Werner Schepp das Masterstudium „Singen mit Kindern“ an der Folkwang Universität in Essen absolviert.

Wie läuft das genau ab?

Die Kinder lernen hierbei eine Auswahl von zeitgemäßen, traditionellen und gut singbaren Liedern kennen – in verschiedenen Sprachen. Jede Singeinheit beginnt mit einem Warmlaufen für die Stimme. Dann werden Liedgeschichten und Szenen gespielt, mit Gesten begleitet, gern darf dazu auch getanzt werden. Auch Musikinstrumente wie die Trommel oder Rhythmusinstrumente kommen hier zum Einsatz. Und das Beste: Was die Kinder während des Projekts erlernt haben, dürfen sie später bei einer Aufführung in der Schule auch präsentieren.

So geht es den Chören in Remscheid während Corona

Welche Lehrinhalte gibt es?

Zum Beispiel das „Afrika-Musical“, das auch bereits die Hilda-Heinemann-Förderschule gespielt hat. Oder „Aus tausend und einer Nacht“, „Das Alphabet der Tiere“, „Die Kinder in ihrer Stadt“. Auch Popmusik im Chor wird angeboten. Hörle, der auch Autor von zahlreichen Kompositionen sowie von pädagogischen Werken für Klavier, Gitarre, Blockflöte und gesundes Singen ist, arbeitet zudem gerade an einem Kindermusical über Europa. Das Musical „Der Wald ist in Gefahr“ läuft in der Hilda-Heinemann-Schule nach den Sommerferien an. Zum Sing-Projekt gibt es viele Liederbücher, erschienen im Waldkauz Verlag. Dieser gehört Wolf-Dietrich Hörle ebenfalls.

Warum ist das regelmäßige Singen von Kindern wichtig?

Untersuchungen haben ergeben: Singen fördert die Intelligenz von Kindern. „Der rhythmische Aspekt der Musik lässt sich zudem auch zum Beispiel auf Mathematik übertragen“, erklärt Wolf-Dietrich Hörle, der auch Seminare für Grundschullehrer und Erzieher gibt. Dies helfe beim Auswendiglernen. „Kinder haben ein phänomenales Gedächtnis. Das rhythmische Lernen von Texten funktioniert unglaublich gut.“ Zudem schule das Singen die Stimme und die Sprachentwicklung. Es fördere die Sozialkompetenz und stärke das Gemeinschaftsgefühl.

Und wenn man nun Lust am Singen gefunden hat – wie könnte es nach dem Projekt weitergehen?

Wolf-Dietrich Hörle möchte gerne einen privaten Kinderchor aufbauen. Ziel von den Gesangsprojekten in der Schule und in der Kita sei die ganzheitliche kulturelle Nachwuchsförderung zur Entwicklung einer dauerhaften Sing- und Chorkultur – damit die Tradition nicht ausstirbt. Die Kinder, die bereits bei „Singen macht schlau“ mitgemacht haben, seien so bestens vorbereitet für das Singen in einem Kinder- oder Jugendchor.

Und wer Gitarre, Klavier oder Blockflöte lernen möchte, kann dies auch bei Wolf-Dietrich Hörle tun. Er hat aktuell noch Plätze frei für einige Musikschüler.

Kontakt

Info: Kontakt und Informationen zu den Singprojekten in Grundschule und offenem Ganztag erteilt Wolf-Dietrich Hörle unter Tel. (0 21 91) 29 14 70 (dienstags bis freitags 16 bis 18.30 Uhr) oder per E-Mail: info@waldkauz.de

Anträge: Zuständig für Projektanträge über „Kultur und Schule“ ist die Stadt Remscheid, Fachdienst Schule und Bildung. Ansprechpartner ist Olaf Bärwaldt: Tel. (0 21 91) 16 32 51. Die Projekte und der Kinderchor könnten aber auch über Schulverein oder Förderverein beantragt werden, sagt Wolf-Dietrich Hörle. Oder über Elternbeiträge finanziert werden.

musik-in-remscheid.de

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