Musik

Mozart ist ihr Lieblingskomponist

Beatrice Schlieper und einige ihrer Lieblingsmusik. Dazu gehört auch „In-A-Gadda-Da-Vida“ von Iron Butterfly.
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Beatrice Schlieper und einige ihrer Lieblingsmusik. Dazu gehört auch „In-A-Gadda-Da-Vida“ von Iron Butterfly.

Beatrice Schlieper ist mit klassischer Musik groß geworden, bis sie Iron Butterfly entdeckte.

Von Peter Klohs

Remscheid. Aufgewachsen ist Beatrice Schlieper in ihrem Geburtsort Gummersbach mit klassischer Musik. „Ich wurde in einem gutbürgerlichen Haushalt erzogen“, erzählt sie. „Meine Eltern waren sehr konservativ und hörten ausschließlich Klassik. Die Musik der Beatles und der Rolling Stones ist komplett an mir vorbeigegangen. Ich bin noch mit Operette aufgewachsen. Der Beat-Club war verboten.“ Die gelernte Krankenschwester kehrte ihrer Heimat im Alter von 18 Jahren den Rücken und zog in eine WG ins hessische Marburg.

„Einer von den Mitbewohnern war Musiker“, erinnert sie sich. „Und der hatte eine Langspielplatte, die er uns vorspielte: Die Band hieß Iron Butterfly und das Stück war In-A-Gadda-Da-Vida. Das hat mich total fasziniert. Nicht nur, weil dieses Stück über eine ganze LP-Seite ging, natürlich hauptsächlich wegen des tollen Schlagzeug-Solos. Die Band war mir egal, das Drum-Solo hat mich umgehauen.

Die klassische Musik hat sie nie verlassen

Für eine mit klassischer Musik aufgewachsene junge Frau war Iron Butterfly eine Revolution. Und so wurde diese LP dann etwas später meine erste Platte. Ich kaufte sie damals in einem Plattenladen in Marburg, in dem man noch die Kopfhörer aufsetzen und die LP erst einmal prüfen konnte.“ Aus der Pop- und Rockecke hat sie nicht so viele Namen parat, deren Musik sie begeistert hat. „Ich hatte eine LP des Folk-Trios Peter, Paul and Mary. Und Jethro Tull habe ich gehört. Da faszinierte mich vor allem die Querflöte von Ian Anderson.“

Beatrice Schlieper hat das Flötenspiel selbst erlernt, konnte es nach einem Unfall aber nicht mehr ausüben. „Die klassische Musik hat mich nie verlassen“, gibt sie zu. „Und ich mag die Blasinstrumente, weil ich denke, dass man mit diesen Instrumenten viel mehr aussagen kann als mit Streichinstrumenten.“ Heute hört sie ihre Lieblingsmusik auf CD.

Kein Wunder also, dass ihr erster Konzertbesuch einem klassischen Konzert galt. In der Philips-Universität in Marburg gab es das Klarinettenkonzert von Mozart. „Das war schon nachhaltig“, sagt sie heute. „Und Mozart ist dann auch mein Lieblingskomponist geblieben. Die Waisenhaus-Messe ist doch nur großartig. Rock-Konzerte waren nie so meins. Ich kann da nicht loslassen.“

Aber sie sagt auch: „Das ist doch das Irre an der Musik: Dass man sich reinfallen lassen kann.“ Ihre Kinder könnten das sicher bestätigen, erinnern sie sich doch gerne an gemeinsame Frühstücksmorgen, zu denen Mozarts Hornkonzerte per CD gespielt wurden. Aber auch Brahms und Mussorgski mag sie gerne hören. Mahler und Wagner dagegen eher nicht. Hingegen interessieren sie Counter-Tenöre („Eine ganz tolle Stimmlage.“), Händel und Haydn sowie, angeregt durch ihre Tochter, Reggae. „Natürlich Bob Marley“, sagt Schlieper. „Auch Gentleman finde ich total klasse.“

Es wundert nach dieser Vorgeschichte wenig, dass Beatrice Schlieper harten Rock oder Metal nicht besonders mag. Auch Schlager findet keine Gnade vor ihren Ohren. Aber Musik aus Köln kann sie, hauptsächlich wegen der originellen Texte, gut und gerne hören: Brings, Bläck Fööss, Kasalla, Bap. Ihre Kinder hören Nico Santos. „Ich weiß gar nicht, wer das ist“, gibt sie zu.

Ihr Tipp

Beatrice Schlieper wurde 1951 in Gummersbach geboren. Die gelernte Krankenschwester ist Ratsmitglied der Grünen und Stellvertreterin des Oberbürgermeisters. Ihr Geheimtipp ist besonders: Die vertonten Gedichte des britischen Schriftstellers Noel Coward.

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