Anlage hat sich ausgezahlt

Mobiler Blitzer „Michael“ bremst Raser aus

Auch in der Lenneper Altstadt war Blitzer Michael bereits im Einsatz, um Raser aufzuspüren
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Auch in der Lenneper Altstadt war Blitzer Michael bereits im Einsatz, um Raser aufzuspüren
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Blitzgerät kommt an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet zum Einsatz.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Seit Frühsommer 2020 haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Kollegen an ihrer Seite, den sie Michael getauft haben: Es handelt sich um einen grauen Kasten, der am Straßenrand platziert wird, um Fotos von Temposündern zu schießen. Im Gegensatz zu den stationären Starenkästen lässt er sich versetzen - und ist somit unberechenbar.

„Pro Jahr kommen durch Michael Einnahmen in einer Größenordnung zwischen 250.000 und 300.000 Euro zusammen. Das ist allerdings nur ein Anhaltswert“, berichtet Roland Hülsmann, zuständiger Abteilungsleiter bei der Stadtverwaltung. Der Kauf hat sich damit längst gelohnt: Rund 220.000 Euro kostete die Anschaffung der semistationären Anlage, die der Rat beschlossen hatte.

Temposünder bringen der Stadt 1,7 Millionen Euro

Vornehmlich sollte es darum gehen, dass Michael an der Freiheitstraße Raser ausbremst. Auf der vielbefahrenen Hauptverkehrsader wurde Tempo 30 in der Nacht eingeführt, um die Anwohner vor dem Auto- und Motorradlärm zu schützen. So wurde der Kasten an immer neuen Stellen im Innenstadtabschnitt der Bundesstraße 229 aufgestellt. Offenbar ergab dies einen positiven Effekt für die Nachbarn. „Mir liegen keinerlei Beschwerden über Lärmbelästigung in diesem Bereich vor“, berichtet Abteilungsleiter Hülsmann.

Freiheitstraße weiterhin Einsatzgebiet

Und so ist zwar die Freiheitstraße weiterhin Haupteinsatzpunkt für den Blitzer, der aber längst auch in anderen Teilen des Stadtgebiets platziert wird. „Auf unserer Liste stehen knapp 200 Stellen, die dafür infrage kommen“, fügt Hülsmann hinzu.

Im Einsatz war die Anlage in der Lenneper Altstadt ebenso wie am Seniorenheim an der Schwelmer Straße, vor einigen Wochen gastierte sie in Bergisch Born. Bei der Auswahl der Standorte berücksichtige die Behörde Hinweise von Anwohnern, die sich über Raserei vor ihrer Haustür beschweren. Michael liefert Erkenntnisse, ob dieser Eindruck von objektiven Messergebnissen bestätigt wird.

Für die Mobilität der Zukunft: Autos sollen Radfahrern Platz machen

Dabei liefert Michael aber einen durchaus beachtlichen Beitrag bei den Einnahmen, die das Ordnungsamt durch Buß- und Verwarngelder erzielt - unter anderem mit den stationären Starenkästen, etwa an der Neuenkamper Straße, und den Messfahrzeugen, mit denen die Mitarbeiter im Stadtgebiet unterwegs sind. 2020 betrug der Gesamtbetrag rund 2,6 Millionen Euro, 2021 kamen 2,4 Millionen Euro zusammen.

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