Neue Masche

Mitarbeiterin am Schalter verhindert offenbar Betrug

An einer Grundschule kam es zu einem Polizeieinsatz.
+
Vier tatverdächtige Personen konnten ermittelt werden.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
    schließen

Sparkasse und Polizei warnen vor neuer Masche.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Mit ihrer Warnung vor einer neuen kriminellen Masche lag die Stadtsparkasse Anfang November goldrichtig: Denn einer aufmerksamen Mitarbeiterin ist es zu verdanken, dass am Freitag mutmaßliche Betrüger an einem Verbrechen gehindert werden konnten. Vier tatverdächtige Personen konnten dank ihrer Umsicht ermittelt werden: „Wir werden uns bei der Kollegin erkenntlich zeigen“, drückt Sparkassensprecher Thomas Wingenbach seinen Dank aus.

Der Dame am Schalter kam eine Abhebung von 1000 Euro dubios vor. Zuvor hatte der Kunde nachgefragt, ob diese Summe denn soeben auf seinem Konto eingegangen war. Und tatsächlich: Das Geld war Minuten zuvor überwiesen worden. Genau dies nährte den Verdacht, dass es sich um einen Betrug handeln könnte. Denn: Unbekannte hatten den Kunden zuvor um Hilfe gebeten. Sie hätten Probleme, den Betrag am Geldautomaten abzuheben. Sie könnten ihm das Geld aber sofort überweisen, er müsse die Geldscheine nur in der Stadtsparkasse abheben.

Opfer hätte eine Anzeige gedroht

Davon riet ihm aber die Mitarbeiterin aber dringend ab. Der Verdacht: Die Gutschriftbeträge per Echtzeitüberweisung stammten aus „betrügerisch erlangten Kontodaten“, wie es im Juristendeutsch heißt. Hätte der Kunde den Betrag abgehoben, wäre massiver Ärger auf ihn zugekommen: zunächst ein Überweisungsrückruf – mit dem Verlust des Geldes – und dann eine Anzeige bei der Polizei durch den eigentlichen Eigentümer des Überweisungsbetrags. Bargeld und die wahren Betrüger wären längst weg gewesen.

Polizeisprecher Stefan Weiand kann „aus ermittlungstaktischen Gründen“ den Sachverhalt nicht bestätigen – rät aber losgelöst davon, dringend davon ab, unbekannten Menschen bei Geldgeschäften behilflich zu sein. „Da wird Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt.“ Vor allem: Im Anschluss rückt das Opfer dann auch noch ins Zentrum weiterer polizeilicher Nachforschungen.

Es seien vor allem junge Menschen, die arglos helfen wollen – und sich mit Geldgeschäften im Internet und Echtzeitüberweisungen auskennen, wobei sie die Gefahr bei zufälligen Begegnungen unterschätzen. „Zuletzt gab es mehrere Einzelfälle. Hier wurde Gutherzigkeit missbraucht“, bedauert Thomas Wingenbach. Und nicht in jedem Fall ging das Ganze so gut aus wie am Freitag – dank der Mitarbeiterin am Schalter.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Trauer um Markus Wolff
Trauer um Markus Wolff
Trauer um Markus Wolff
RE 47: Von Remscheid nach Düsseldorf im Stundentakt
RE 47: Von Remscheid nach Düsseldorf im Stundentakt
RE 47: Von Remscheid nach Düsseldorf im Stundentakt
Bundesweiter Warntag: So lief die Alarmierung in Remscheid
Bundesweiter Warntag: So lief die Alarmierung in Remscheid
Bundesweiter Warntag: So lief die Alarmierung in Remscheid
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug
Immobilienpreise gehen in Remscheid in den Sinkflug

Kommentare