Tierisch musikalisch ging es im Teo Otto Theater zu

Ralph Caspers lässt mit Kindern Pferde galoppieren

Moderator Ralph Caspers mit dem Flötenfuchs im Arm, das neue Maskottchen der Bergischen Symphoniker.
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Moderator Ralph Caspers mit dem Flötenfuchs im Arm, das neue Maskottchen der Bergischen Symphoniker.

Familienkonzert der Bergischen Symphoniker im Teo Otto Theater mit dem TV Moderator.

Von Sabine Naber

Remscheid. Volles Haus am Sonntagnachmittag im Teo Otto Theater. Was allerdings nicht verwunderlich war, hatten doch die Bergischen Symphoniker zu ihrem traditionellen Familienkonzert unter der Überschrift „Tierisch musikalisch“ dieses Mal Ralph Caspers als Moderator eingeladen. Und der ist vielen Kindern und Eltern aus TV-Sendungen wie beispielsweise der mit der Maus und dem blauen Elefanten bestens bekannt.

Nachdem das Orchester zu Beginn einen Ausschnitt aus der Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell“ gespielt hatte, wollte der sympathische Erzähler gleich von den Kindern wissen: „Habt ihr die Pferde galoppieren gehört?“ Klar hatten sie das. „Ihr könnt jetzt auch galoppieren, wenn ihr mit den Händen auf eure Oberschenkel, die Brust oder – falls vorhanden – auf den Bauch klopft“, animierte Caspers die kleinen Zuhörer. „Und wenn ich jetzt „Hü“ sage, dann galoppieren wir im Rhythmus. Schneller, jetzt leise“, gab er klare Anweisungen. Und tatsächlich klang es, als würde eine Herde Pferde durch den Theatersaal spurten.

Wie wunderbar manche Instrumente Tierlaute imitieren können, das wurde auch beim nächsten Stück deutlich, als musikalisch Don Quichottes Pferd Rosinante loslegte und ihre Hufe klappern ließ. „Das hat Oli mit den Kastagnetten, einem Perkussionsinstrument gemacht“, erklärte Caspers und bat den Musiker, mit seinem Instrument nach vorne auf die Bühne zu kommen, damit die Kinder es aus nächster Nähe sehen konnten. Als Oli sie dann ohne Holztisch darunter in der Hand spielte, da klang es wie in der Sendung, wenn die Maus ins Bild kommt. Im Interview berichtet Ralph Caspers, was ein Konzert für Kinder so anspruchsvoll macht.

Ralph Caspers nimmt im Teo Otto Theater einen Geigenbogen auseinander

Anschließend wuselte Caspers so lange am Bogen der Geige von Konzertmeister Martin herum, bis die einzelnen Haare zu sehen waren. „Die Bögen von Geige, Bratsche, Cello und Bass sind mit echten Pferdehaaren bespannt. Orchestermusik ist also nichts für Pferdehaar-Allergiker“, witzelte der Moderator. Wie gut, dass der Konzertmeister noch einen zweiten Bogen zur Hand hatte. Musik aus „Karneval der Tiere“ erklang, Geräusche, die sonst nur Esel fabrizieren, waren darin zu hören. Dann zeigte der Erzähler den Kindern mittels Pappbecher, Faden und Streichholz, wie man ein ähnliches Geräusch mit diesen Utensilien hinkriegt. Sie waren begeistert, als er seine Finger anfeuchtete und den Beweis dafür antrat.

„Tierisch musikalisch“ hatten die Symphoniker das Familienkonzert überschrieben und hatten nicht zu viel versprochen.

Wie hören sich Ameisen in der Musik an?

„Wer kennt richtig große Tiere“, hieß es dann, bevor die Musiker unter der Leitung von GMD Daniel Huppert die „Zirkuspolka“ spielten, die Igor Strawinsky einst für je 50 Elefanten und Ballerinen geschrieben hatte. Auf der Leinwand neben der Bühne war eine Zirkusarena zu sehen, in der sich die Elefanten aufgereiht hatten.

Mit einem Stück Gartenschlauch und einem trichterähnlichen Mundstück, versuchte Ralph Caspers anschließend, ähnliche Elefantenlaute zu produzieren. Das konnte der Orchestermusiker Ferenc, der mit seiner Trompete nach vorne kam, allerdings entschieden besser. Wie sich ganz kleine Tiere wie Insekten und Spinnen oder auch herumwuselnde Ameisen in der Musik anhören, erfuhren die Kinder ebenfalls. „Wenn ihr ein Stück komponieren wolltet, in dem Vogelgeräusche zu hören sind, welches Instrument würdet ihr einsetzen?“ Spontan schlug eine junge Zuhörerin die Piccolo-Flöte vor. „Sehr gut“, lobte der Moderator, denn solche Geräusche würden von zarten Instrumenten kopiert.

Im nächsten Stück ging es um einen Kuckuck, bevor das Orchester – natürlich nur musikalisch – eine Schnee-Eule durch den Theatersaal fliegen ließ. Auf Caspers Frage, ob die Kinder die Melodie erkannt haben, hieß es: „Ja klar, aus Harry Potter.“

Familienkonzert

Im kommenden Jahr, am Sonntag, 19. Juni, 16 Uhr, ist ein weiteres Familienkonzert der Bergischen Symphoniker unter der Überschrift „Mensch und Maschine“ zu hören. Da wollen es die Bergischen Symphoniker dann „so richtig krachen“ lassen, wenn die Musiker Hammer und Amboss schwingen und die Automaten zum Tanzen bringen.

Orgelspaziergang: Jedes Instrument ist ein Unikat.

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