Der Winter-Check für das Auto

Mit leichten Tricks ist das Auto für den Winter gewappnet

Patrick Bültmann, stellvertretender Werkstattleiter, beim Reifenwechsel. Wer noch mit Sommerreifen fährt, sollte jetzt noch wechseln. Fotos: DS
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Patrick Bültmann, stellvertretender Werkstattleiter, beim Reifenwechsel. Wer noch mit Sommerreifen fährt, sollte jetzt noch wechseln.

Kfz-Obermeister Thomas Bliß gibt Tipps, damit das Fahrzeug kein Fall für die Werkstatt wird.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Es ist Eile geboten, denn jetzt sollten alle Autofahrer bereits ihre Winterreifen auf die Autos gezogen haben. Denn von O bis O lautet eigentlich die Regel, die alle Autofahrer beherzigen sollten. Bedeutet: von Oktober bis Ostern sollten Winterreifen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Dem Merkspruch zu folgen ist aber nicht das Einzige, was Autofahrer machen können, um gut durch den Winter zu kommen. Thomas Bliß. Obermeister der Kfz-Innung Remscheid, weiß, worauf es ankommt. Defekte Batterien, eingefrorene Scheibenwaschanlagen und Fehler in der Beleuchtung sind die Problempunkte, die er und seine Mitarbeiter im Winter am Häufigsten zu sehen bekommen.

Der Winter-Check für das Auto.

Räder: Wer seine Räder noch nicht gewechselt hat, sollte das zügig tun. Denn der November verspricht kalte Temperaturen. Thomas Bliß empfiehlt allerdings nicht, die Räder selbst zu wechseln. Denn nicht nur muss der Luftdruck überprüft werden, auch müssen sie mit einem Drehmomentschlüssel angezogen und das Reifendruckkontrollsystem kalibriert werden. „Selbst Räder wechseln sollte nur, wer das nötige Equipment hat“, sagt Bliß.

Also Radschlüssel, Drehmomentschlüssel und einen geeigneten Wagenheber. Unabhängig davon, wie viel jemand fährt, sollten die Winterreifen nicht mehr als sechs Jahre alt sein. „Im Gummi sind Weichmacher, die sich verflüchtigen. Das Gummi wird hart“, weiß Bliß. Die Folge: Der Reifen haftet nicht mehr am Boden, die Räder können durchdrehen. Die Profiltiefe allein reicht nicht. Die sollte übrigens bei mindestens vier Millimetern liegen. Das Produktionsdatum der Reifen lässt sich an den letzten vier Ziffern der eingeprägten DOT-Nummer ablesen: 3016 steht für die 30. Woche im Jahr 2016.

Wer bei Schnee im Stau steht, ist ganz vorne mit dabei, wenn er eine Decke dabei hat.

Thomas Bliß, Kfz-Obermeister

Lagerung der Sommerreifen: Die Sommerreifen sollten vor allem eins: Trocken liegen. Und nicht in Tüten oder Reifensäcken gelagert werden. „Wenn sie feucht liegen, gammeln sie“, weiß Bliß.

Wischblätter: „Wichtig ist, zu überprüfen, ob es Schlieren gibt, wenn der Scheibenwischer läuft“, sagt Thomas Bliß. Sollte das der Fall sein, müssen die Wischblätter ausgetauscht werden. Passende Wischblätter gibt es in Autowerkstätten, an Tankstellen oder im Autofachhandel. Durch Sonne oder entgegenkommende Fahrzeuge wird der Fahrer sonst geblendet.

Obermeister Thomas Bliß kennt die wichtigsten Tipps für den Winter.

Scheibenwaschanlage: In das Wischwasser gehört Frostschutzmittel. Darin enthalten ist Alkohol, der nicht gefriert. So wird verhindert, dass die Scheibenwaschanlage zufriert. „Wenn ich zusätzlich eine Scheinwerferwaschanlage habe, muss ich darauf achten, dass das Frostschutzmittel auch für Kunststoff geeignet ist“, erklärt Bliß. Auch sollte auf das richtige Mischungsverhältnis geachtet werden, wenn nicht ein vorgefertigtes Produkt gekauft wird. „Wenn nur Wasser im Behälter ist, friert der Behälter kaputt“, sagt der Obermeister.

Gummis: „Ein Gummipflegespray halte ich für wichtig“, so Bliß. Werden die Gummidichtungen an den Türen damit eingerieben, friert die Tür nach einem Regenguss nicht fest.

Beleuchtung: Die richtige Beleuchtung des Fahrzeugs ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig, um zu sehen und gesehen zu werden. Ob alle Scheinwerfer funktionieren, kann jeder selbst überprüfen. Die Beleuchtung aber auf die richtige Position einstellen, um niemanden zu blenden, kann nur der Fachmann.

Die Leistung der Batterie lässt im Winter um 30 Prozent nach.

Thomas Bliß

Was nicht fehlen darf: Eiskratzer, Schneebesen oder Handfeger sowie Handschuhe gegen die Kälte dürfen im Winter nicht im Auto fehlen. Auch eine Woll- oder Fleecedecke ist ein Muss. „Wer bei Schnee im Stau steht, ist ganz vorne mit dabei, wenn er eine Decke dabei hat. Denn dann wird es kalt. Und man kann den Motor nicht stundenlang laufenlassen“, weiß Bliss.

Was nur der Profi kann: „Die Leistung der Batterie lässt im Winter um 30 Prozent nach“, weiß der Experte. Wer nicht liegenbleiben will, sollte also vor dem Winter seine Batterieleistung überprüfen. Das nötige Gerät hat nur der Fachmann.

Hintergrund

Der ADAC empfiehlt, mit dem Wagen vor dem ersten Schnee in die Waschanlage zu fahren. Nässe, Kälte und Streusalz können im Winter den Autolack angreifen. Weitere Tipps für das Fahren bei Eis und Schnee gibt es auf der Internetseite des ADAC: https://t1p.de/67wi.

Auch auf der Trasse ist im Winter Vorsicht geboten: Der Schnee bleibt liegen.

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