Fuhrpark der Feuerwehr

Mit der Drehleiter kann die Feuerwehr Menschen in 30 Meter Höhe retten

Die Drehleiter mit Korb sieht durch ihre flachere Form etwas spacig aus, findet Wachabteilungsführer Marvin Vollmerhaus. Das hat aber einen Grund: Das Fahrzeug muss schließlich unter Brücken durchpassen. Marco Burk (l.) und Michael Moosburger stellen die DLK vor. Foto: Roland Keusch
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Die Drehleiter mit Korb sieht durch ihre flachere Form etwas spacig aus, findet Wachabteilungsführer Marvin Vollmerhaus. Das hat aber einen Grund: Das Fahrzeug muss schließlich unter Brücken durchpassen. Marco Burk (l.) und Michael Moosburger stellen die DLK vor.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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In Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften präsentiert der RGA in einer neuen Serie den Fuhrpark – Heute: die Drehleiter mit Korb.

Remscheid. Die Drehleiter ist das häufigste Hubrettungsfahrzeug bei Feuerwehren. Und natürlich besitzt auch die Berufsfeuerwehr Remscheid so ein Fahrzeug. Ihr habt es sicher schon mal auf der Straße gesehen. „DL“ wird die Drehleiter abgekürzt, DLK heißt „Drehleiter mit Korb“. Was die alles kann, das erklären wir heute.

Aufgaben: Wenn es in einem Gebäude brennt, sind manchmal bereits alle Fluchtwege, wie über das Treppenhaus, verqualmt. Dann kommt die Drehleiter zum Einsatz: Hierüber können die Feuerwehrleute Personen aus einem Haus, manchmal sogar auch Haustiere, retten. Dafür hat die Drehleiter am Ende einen Korb, in dem man geschützt heruntergefahren wird.

Personen: Immer zwei Personen fahren auf der DLK mit, erklärt Wachabteilungsführer Marvin Vollmerhaus.

Maße: Das Fahrzeug mit der Drehleiter ist zehn Meter lang. Es hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 000 Kilogramm. Das kann man sich eigentlich überhaupt nicht vorstellen. 18 000 Kilogramm, das sind 18 Rinder oder 3 Elefanten. Damit sich das große Fahrzeug auch gut vom Fleck bewegen kann, vor allem im Bergischen Land mit seinen vielen Tälern und Hügeln, hat es einen 330 PS starken Motor. „Die Fahrerkabine ist etwas niedriger, als man es von älteren Modellen kennt. Das neue Drehleiter-Fahrzeug sieht so etwas spaciger aus“, findet Marvin Vollmerhaus. Das hat aber einen großen Vorteil: Der Wagen muss ja auch unter Unterführungen oder Brücken durchpassen. Und da ist es einfach wichtig, dass das Fahrzeug so flach wie möglich ist.

Ausstattung: Die Drehleiter der Feuerwehr Remscheid ist eine besondere Drehleiter. Sie hat eine sogenannte Nennrettungshöhe von 23 Metern – damit erreicht die Feuerwehr das 7. Obergeschoss! „Wir können aber sogar eine Leiterlänge von 30 Metern erreichen“, erklärt Marvin Vollmerhaus. Nur: Wenn die Leiter gekippt angestellt werden muss, sind es natürlich nicht ganz so viele Meter. „Der Gelenkarm mit dem Korb am Ende der Drehleiter kann sich abknicken. So kommen wir auch hinter Gauben und Dachfirsten an Häusern.“ Als Dachfirst bezeichnet man die meist waagerechte obere Kante eines Satteldaches oder anderer Dachformen. Also ganz weit oben. Und die Drehleiter ist schnell: Sie braucht von flach abgelegt bis 30 Meter ausgefahren gerade mal 27 Sekunden. Sie kann sich auch um 90 oder sogar um 360 Grad drehen, also einmal um die eigene Achse. Wenn sie sich einmal im Kreis dreht, benötigt sie dafür 80 Sekunden. Wird das Fahrzeug zum Einsatz gerufen, fährt es erst einmal vollautomatisch die Stützen aus. Ein Computer misst den Untergrund genau aus und gibt den Befehl an die Stützen, wie sie stabil stehen müssen. Erst dann fährt die Drehleiter samt Korb raus. „Der Computer berechnet jede Bewegung automatisch“, erklärt der Wachabteilungsführer. Das sorgt für Sicherheit. 400 Kilogramm kann der Korb an der Drehleiter aushalten. Aber nicht nur zur Menschen- und Tierrettung kann dieser Korb eingesetzt werden. „Von hier aus können wir natürlich auch einen Brand bekämpfen oder technische Hilfe leisten“, erklärt der Feuerwehrmann. Geschieht zum Beispiel in der dunklen Nacht ein Unfall, kann die Drehleiter mit Korb die Stelle ausleuchten. Denn sie hat ganz oben helle Leuchten angebracht. Ihr seht: Die Feuerwehr kann eigentlich jedes Problem lösen und hat für alles die passende Ausrüstung.

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Jugendfeuerwehr

Die Feuerwehr hat auch eine Jugendfeuerwehr. Momentan zählt sie 88 Jungen und Mädchen. Es gibt eine in Nord, eine in Lennep, eine in Lüttringhausen, eine in Hasten und eine in Lüdorf/Bergisch Born. Wenn du Lust hast, reinzuschnuppern, solltest du mindestens zehn Jahre alt sein. Kontakt: Tel. 16 25 52;

feuerwehr@remscheid.de

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