Konzert

Minutenlange Rufe: Publikum lässt die Söhne Mannheims einfach nicht gehen

Die Söhne Mannheims beim Remscheider Eventgarten.
+
Die Söhne Mannheims beim Remscheider Eventgarten.

Konzert der Söhne Mannheims beim Eventgarten in Remscheid.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Der Jubel wollte nicht enden und die Rufe nach einer Zugabe hörten nicht auf. Die Söhne Mannheims gastierten am Freitagabend auf dem Remscheider Schützenplatz. Der Eventgarten bot erneut zahlreiche Liegen im Sand für das Konzert – die aber nach nur wenigen Minuten nicht mehr genutzt wurden.

Zum Auftakt erklang „Deine Waffe ist die Liebe“ und schon standen die ersten Gäste auf und tanzten. Die Tickets gab es in mehreren Kategorien. Deshalb gab es Gäste vorne auf den Liegestühlen und einige Gäste stehend hinter einer Absperrung. Doch das gefiel den Söhnen gar nicht und sie holten die Besucher nach vorne. „Ich weiß, die einen haben mehr bezahlt als die anderen“, sagte der Frontmann und sorgte, dass alle zusammen an der Bühne feiern konnten.

Ausverkauft war das Konzert nicht. Aber die Söhne ließen sich nicht beirren und feierten auch mit den wenigen Besuchern, die da waren. Seit 27 Jahren ist die Band in Bewegung. Musiker kommen und gehen, der Musikstil bleibt.

Mit dem neuen Frontmann Karim Amun hat die Band sich eine ganz besondere Stimme ins Boot geholt. Der Sänger steht erst seit wenigen Jahren auf der Bühne. Mit seiner samtweichen, dunklen Stimme transportiert er pure Leidenschaft und Liebe. Die Rebellen sind gezähmt, die neuen Texte sind gesellschaftskritisch, aber nicht aggressiv. Die Söhne Mannheims sind über die Jahre reifer geworden, aber nicht stiller.

Beim Stück „Ich will zurück zu dir“ sangen alle gemeinsam mit. Florian Sitzmann sorgte für gefühlvolle Töne am Keyboard. Ebenso neu dabei ist „die einzige Tochter Mannheims“ namens Phalleé. Sie ist in der kleineren Version der Band „Söhne Mannheims Jazz Department“ dabei und überzeugte mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme bei „Das hat die Welt noch nicht gesehen“. Dabei schalteten alle Besucher ihr Handylicht an und ein leuchtendes Meer begleitete sie.

So unterschiedlich die Söhne sind, so unterschiedlich sind auch die Stimmen. Guiseppe „Gastone“ Porrello sang den neuen Titel „Moral“, in dem er „einen Scheiß auf diese Liebe“ gab. Metaphysics mischte atemberaubenden Rap ins Stück. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Und mit der warmen Stimme von Michael Klimas bot die Band eine reiche Vielfalt an Stimmen.

Als Zugabe gab es Gänsehaut pur. Alle Bandmitglieder gingen von der Bühne. Nur Claus Eisenmann und Dominic Sanz blieben und sangen das gefühlvollste Stück „Und wenn ein Lied“. Florian Sitzmann begleitete das Duo am Keyboard und das Publikum sang begeistert jede Zeile mit. Das Publikum wollte partout nicht nach Hause und rief minutenlang nach Zugaben und wurde belohnt. Die Band kam wiederholt auf die Bühne und sangen „Volle Kraft voraus“. Die letzte Zugabe hieß „Mut“, ein ganz neuer Song. Die Söhne holten Kinder auf die Bühne, die zum Abschluss Fahnen schwenken durften.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Energie: Der Lagebericht löst Unbehagen aus
Energie: Der Lagebericht löst Unbehagen aus
Energie: Der Lagebericht löst Unbehagen aus
Familiencafé vereint die Generationen
Familiencafé vereint die Generationen
Familiencafé vereint die Generationen
Sex-Video: Ex-Partner liefern sich lautstarken Streit im Gericht
Sex-Video: Ex-Partner liefern sich lautstarken Streit im Gericht
Sex-Video: Ex-Partner liefern sich lautstarken Streit im Gericht
Heim am Lindenhof könnte 2024 öffnen
Heim am Lindenhof könnte 2024 öffnen
Heim am Lindenhof könnte 2024 öffnen

Kommentare