Kritische Infrastruktur

Das ist der neue Alltag bei der Feuerwehr

Michael Hill von der Feuerwehr Remscheid: Um alle Tätigkeiten jederzeit gewährleisten zu können, wurden weitere Schutzmaßnahmen eingezogen.
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Michael Hill von der Feuerwehr Remscheid: Um alle Tätigkeiten jederzeit gewährleisten zu können, wurden weitere Schutzmaßnahmen eingezogen.

Michael Hill sorgt als Rettungsdienst-Leiter für einen sicheren Ablauf bei der Feuerwehr.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Michael Hill ist seit nunmehr rund einem Dreivierteljahr Abteilungsleiter des Rettungsdienstes. In seiner neuen Position hat sich Hill durchaus einige Ziele gesteckt, die seine Amtszeit überdauern sollen. Doch der 58-Jährige ist genau wie seine Feuerwehr-Kollegen allen voran mit der Aktualität befasst: Corona. Insbesondere die Virusvariante Omikron sorgt für abermals erhöhte Schutzmaßnahmen, um die Bereiche der kritischen Infrastruktur aufrecht zu erhalten.

Der Rettungsdienstleiter erklärt: „Wir testen volle Pulle.“ Zu den zwei Tests pro Woche, die ohnehin allen Beschäftigten zustehen und die noch dazu kommen, werden die Mitarbeiter im Tagesdienst (drei Tests pro Woche) sowie alle Mitarbeiter im Schichtdienst, die vor jeder Schicht getestet werden, ständig im Auge behalten. Auf über 130 Schichtdienst-Kräfte, die beispielsweise im Rettungsdienst fahren, baut Remscheid: „Oberstes Gebot ist hier, jeden Tag einen professionellen Test wie in einem Testzentrum durchzuführen.“ Das Ziel sei, stets die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. „Und im Rettungsdienst speziell geht es natürlich auch darum, dass wir die ohnehin schon angeschlagenen Patienten schützen.“

Remscheider Feuerwehr hilft beim Impfen

Zum Konzept gehören darüber hinaus weitere Maßnahmen, die schon länger Standard sind. „Wir essen nicht einmal mehr zusammen“, bringt es Hill auf den Punkt. Auch für Besucher gilt die Testpflicht. Zudem wird Körperhygiene akribisch verfolgt.

Die Schutzvorkehrungen sind also noch einmal erhöht worden. Am zentralen Standort Auf dem Knapp sitzen Hill und weitere Kollegen der organisatorischen Ebene ziemlich vereinzelt in geräumigen Büros, alles ist entzerrt, direkte Begegnungen werden aktuell wieder aufs absolute Minimum reduziert. Wenn doch mal Zusammenkünfte nötig sind – beispielsweise zu Prüfungen – wird gar ein PCR-Test durchgeführt. Ebenso bei einem positiven Schnelltest.

Auf dem Knapp: PCR-Infrastruktur vor Ort

Ausgewertet wird der direkt vor Ort, binnen einer Stunde besteht Gewissheit. Ein Aufrechterhalten der kritischen Infrastruktur sei mit diesen Instrumenten jederzeit zu gewährleisten. „Wenn mal ein Kollege positiv ist, finden wir ihn auf jeden Fall.“ Die dazu notwendigen Tests werden der Feuerwehr nicht ausgehen: Sie unterhält ein Zentrallager.

Das gehört zu den zusätzlichen Aufgaben, die Ressourcen binden. Hill erklärt, dass es zu Beginn der Pandemie vor allem darum gegangen sei, Masken und Desinfektionsmittel für städtische Einrichtungen wie Kitas, Pflegeheime oder die Verwaltung selbst zu besorgen. Inzwischen umfasst die zentrale Beschaffung vor allem die Tests. So müssen aktuell auch einige von Hills Zielen hintenanstehen, die Pandemie bindet Kräfte. „Die letzten zwei Jahre haben viele Ressourcen geraubt. Wir sind eingespannt.“ Seinen neuen Posten hat Hill von Ulrich Schnell übernommen.

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