Astronomie

Meteorschwarm ist auch ohne Fernrohr gut zu erkennen

Ein Bild aus dem Vorjahr: Auch ohne Hilfsmittel sind die Sternschnuppen gut zu erkennen. Foto: Peter Stolzen
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Ein Bild aus dem Vorjahr: Auch ohne Hilfsmittel sind die Sternschnuppen gut zu erkennen.

Der Meteorschwarm der Geminiden wird sich zeigen, einer der drei stärksten Meteorschwärme.

Von Peter Klohs

Remscheid. Wie in jedem Jahr lässt sich auch in diesem Dezember ein faszinierendes Schauspiel am Himmel beobachten: Der Meteorschwarm der Geminiden wird sich zeigen, einer der drei stärksten Meteorschwärme. „Der Radiant (der Punkt, aus dem die Sternschnuppen herzukommen scheinen) liegt im Sterbild Zwillinge“, weiß Peter Stolzen, Mitarbeiter des Astronomischen Vereins in Remscheid. „Daher der Name des Meteorschwarms.“

Die Geminiden, so der Hobby-Astronom weiter, seien sehr eindrucksvoll. Das Maximum der Sternschnuppen sei in der Nacht von den 13. auf den 14. Dezember zu beobachten, und das bereits in den Abendstunden. „Es können dann im Durchschnitt 60 Meteore pro Stunde beobachtet werden“, fügt Stolzen an, „es können aber auch 150 sein. Dabei sind sehr helle Objekte zu sehen, die typischerweise gelb-weiß leuchten.“

Die Aktivität der Geminiden hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stetig erhöht und ist mittlerweile größer als die der Perseiden, die im August zu sehen sind. Als Ursprungskörper der Geminiden gilt ein Himmelskörper namens Phaeton, der als Asteroid klassifiziert ist und zu dem die japanische Weltraumagentur Jaxa im Jahr 2024 aufbrechen will, um mehr über ihn zu erfahren.

Anscheinend hat der Asteroid seine flüchtigen Bestandteile (Gas und Staub) bereits vollständig verloren und zerbröselt langsam. Peter Stolzen weist darauf hin, dass zum störungsfreien Beobachten der Geminiden ein wolkenloser Himmel nötig ist. „Vorzugsweise sollte man dunkle Stellen aufsuchen“, sagt er, „vielleicht auf dem Hohenhagen oder andere Ortschaften, in denen es wenig bebaute Areale gibt. Das vorausgesetzt, benötigt man zur Beobachtung kein Fernrohr.

Eine Sternwanderung zur Vorbereitung am Samstag

Die Geminiden sind die ganze Nacht zu sehen, von Einbruch der Dunkelheit bis zum Sonnenaufgang. Sie ziehen über den gesamten sichtbaren Himmel, so dass sich die Beobachter nicht auf eine bestimmte Richtung konzentrieren müssen.“ Die hellsten Objekte erscheinen typischerweise erst nach dem Maximum, das gegen Mitternacht erreicht sein wird.

Da die Remscheider Sternwarte nach wie vor coronabedingt geschlossen ist, bietet der Astronomische Verein - auch zur Vorbereitung auf die Geminiden – eine Sternwanderung an. Auch zu dieser wäre ein wolkenarmer, im Idealfall wolkenloser Himmel nötig. Sollte das der Fall sein, beginnt die Sternwanderung am morgigen Samstag um 17.30 Uhr. Interessierte treffen sich an der Bushaltestelle des Badeparadies H2O. Bei dieser Wanderung gilt die 2-G-Regel. Außerdem darf die Maske während der Dauer der Wanderung nicht abgesetzt werden. Es werden zwischen 15 und 20 Personen teilnehmen können.

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