Neue Leitung

Melanie Benger liebt den Beruf als Erzieherin – trotz Pandemie

Melanie Benger ist die neue Leitung der evangelischen Kita Hasten. Das Flatterband trennt die Spielbereiche draußen ab. Foto: Michael Schütz
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Melanie Benger ist die neue Leitung der evangelischen Kita Hasten. Das Flatterband trennt die Spielbereiche draußen ab.

Melanie Benger hat die Leitung der evangelischen Kindertagesstätte Hasten übernommen.

Von Katharina Birkenbeul

Remscheid. Eine Kita in der Hochphase einer Pandemie zu übernehmen, ist eine Herausforderung. Das weiß Melanie Benger, die die Leitung der evangelischen Kita Hasten übernommen hat. „Jetzt fällt deutlich mehr Organisation für den Alltag an – Öffnungszeiten, Belegung. Vieles geht verloren, besonders die Nähe und Kommunikation zu den Eltern. Das erschwert die Arbeit“, sagt die 42-Jährige.

„Es hat so viel Wert, zu leiten, aber die Individualität der Mitarbeiter zu bewahren.“

Melanie Benger, Leiterin der ev. Kita Hasten

Dennoch scheint Benger wie geschaffen für die Stelle, die zuvor 38 Jahre lang Monika Hesse innehatte. „Ich liebe den Beruf als Erzieherin und habe in meiner beruflichen Zeit erfahren, wie viel Wert es hat, zu leiten, aber die Individualität der Mitarbeiter zu bewahren“, sagt sie und zeigt damit auch eine der Herausforderungen ihrer neuen Stelle auf.

Vor 13 Jahren hat Melanie Benger als Erzieherin mit 15 Stunden in der evangelischen Kita Hasten begonnen, die zu diesem Zeitpunkt auch ihr Sohn besuchte. Vor zehn Jahren übernahm sie dann die Stellvertretung von Monika Hesse. Drei Jahre lang bereitete sie sich durch Schulungen und die Teilnahme an Sitzungen auf die Leitungsposition vor. „Ich habe lange darüber nachgedacht, aber es passt zu mir“, so die ausgebildete Erzieherin.

So sei das Schöne und zugleich Anstrengende an der neuen Aufgabe, zu organisieren, vernetzen und Probleme anzugehen. „Ich hab Spaß daran, eine gute Grundlage für die Gruppen zu schaffen.“ Und Organisation kommt auf Benger in dieser Zeit aufgrund der wechselnden Maßnahmen viel zu. „Es war eine verrückte Zeit, um die Leitung zu übernehmen. Aber ich freu mich, dass es klappt, auch wenn wir derzeit nicht als Team, sondern nur in den Gruppen zusammenarbeiten können“, so Benger und fügt lachend hinzu, dass die Normalität, die hoffentlich alsbald wieder zurückkommt, dann vielleicht sogar langweilig wird. Trotzdem freut sie sich, wenn alles wieder seinen gewohnten Gang gehen kann. „Die Kita lebt auch davon, dass die Eltern in die Gruppen kommen, weil es eine Gemeinschaft hier ist. Das widerstrebt sich mir irgendwie, die Mütter und Väter vor der Tür abwimmeln zu müssen, auch wenn ich die Maßnahmen verstehen kann“, sagt sie.

Familien begleiten, unterstützen – das macht den Beruf aus

Darauf, dass es eine evangelische Kita ist, legt Benger viel Wert. So hat sie auch als Kind selbst eine besucht. „Es ist super familiär hier, es gibt super viel Gemeindeleben“, freut sich die Wahl-Hastenerin, die in Lennep groß geworden ist. „Die Fahne hochzuhalten“, sei zwar gerade noch nicht so wichtig, da Kindergartenplätze sowieso rar seien in Remscheid, aber auch das könne sich in der Zukunft ändern. „Und dann ist es wichtig, zu wissen, wer wir sind und wofür wir stehen“, sagt Benger. Da die Einrichtung zur Stadtkirchengemeinde gehört, möchte die Kita-Leiterin auch das Gemeindeleben mitgestalten und sich mit kleinen Projekten auch dort zu präsentieren – sobald das unter Corona wieder möglich ist.

Am Herzen liegt der 42-Jährigen auch, junge Leute auszubilden, Praktikanten die Kitawelt zu zeigen. Auch sie reizte es mit 16, den Beruf einfach mal auszuprobieren. Aus diesem Grund hatte Benger in einer Lenneper Kita ein Vorpraktikum gemacht. „Danach hätte ich auch was ganz anderes machen können. Aber es stellte für mich eine positive Herausforderung da. Man arbeitet nah an den Kindern und Familien, unterstützt und begleitet sie durch besondere Jahre, ist aber kein Familienersatz“, erklärt sie ihre Motivation für den Beruf. Bei anderen Praktika beispielsweise in einer OGS konnte Benger für sich ein klares Bild erstellen, was sie in Zukunft sein möchte.

Ev. Kita Hasten

Die evangelische Kita Hasten gehört zur Evangelischen Stadtkirchengemeinde. 15 pädagogische Erzieherinnen, vier Hauswirtschaftskräfte sowie Melanie Benger kümmern sich dort um das Wohl der 75 Kinder. Die Einrichtung ist vierzügig – grüne, blaue, gelbe, rote Gruppe. 2017 erhielt die Kita das Beta-Gütesiegel, für das sich Benger mit ihrem Team nächstes Jahr rezertifizieren lassen möchte.

Es geht voran beim Kita-Neubau: Arturstraße macht den Auftakt

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