Meine erste Platte

Beatles-Song erinnert an England-Reise

Barbara Schröder-Möring mit der LP „Help!“ von den Beatles. Darauf ist auch das Stück „Yesterday“. Die Musik der Band hat sie im Musikunterricht kennen- und schätzengelernt. Foto: Roland Keusch
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Barbara Schröder-Möring mit der LP „Help!“ von den Beatles. Darauf ist auch das Stück „Yesterday“. Die Musik der Band hat sie im Musikunterricht kennen- und schätzengelernt.

Pfarrerin Barbara Schröder-Möring mag vor allem ruhigere Musik.

Von Peter Klohs

Remscheid. Barbara Schröder-Möring, Pfarrerin in der Evangelischen Stiftung Tannenhof an der Remscheider Straße, weiß noch genau, wo sie ihre erste Platte gekauft hat. Die Single „Yesterday“ von den Beatles hat sie zehn Jahre nach der Veröffentlichung der Paul-McCartney-Komposition in England erstanden.

„Ich habe die Platte als Souvenir mitgebracht“, erinnert sie sich, „um immer wieder gerne an diese Reise nach England zurückdenken zu können. Die Beatles wurden mir im Musikunterricht in der Schule nahegebracht, und ‚Yesterday’ ist ja auch ein schönes Stück. Ich hätte natürlich auch eine Single der Rolling Stones kaufen können, aber die waren damals für mich gefühlte Amerikaner.“ Die Beatles-Single ist leider nicht mehr vorhanden. Aber die LP „Help“, auf der das besagte Stück als vorletztes auf der zweiten Seite Platz gefunden hat.

Die Pfarrerin hat, wie sie weiter erzählt, vorwiegend die „ruhigeren Sachen“ gehört. Besonders gut gefallen hat ihr „The winds of change“ des englischen Musikers Mike Batt, enthalten auf der LP „Waves“. „Ich muss gestehen, dass mich zuerst das Cover angesprochen hat“, verrät sie. „Dass mir die Musik dann auch noch zusagte, war natürlich ein großes Glück.“

Schröder-Möring, die in den Schuljahren das Flötenspiel erlernte, im Chor mitsang und für sich selbst Gitarre spielte („Das war eine Art Meditation für mich.“), hatte als Heranwachsende keinen eigenen Plattenspieler. „Meine Eltern besaßen einen“, weiß sie, „aber den benutzt man als Dreizehnjährige nicht. 1980 brachte mein Vater, der Lehrer war, den Plattenspieler von der Schule mit nach Hause, und auf dem habe ich Platten gehört. Ansonsten hatte ich ein Transistorradio und einen Kassetten-Rekorder. Die Aufnahmen waren wie zu dieser Zeit üblich, immer unvollständig, weil die Moderatoren immer in die Musik quatschten.“

Livemusik ist ihr lieber als Töne aus der Konserve

Sie erinnert sich, dass ihr zu dieser Zeit ein Lied von Herbert Grönemeyer auffiel. „Das war 1980 und auf der LP „Zwo“, und Grönemeyer kannte man vielleicht als Schauspieler, aber sicher nicht als Sänger.“

Als Jugendliche hat sie auch ihre ersten Konzerte besucht: das Trio Farfarello mit Mani Neumann, Pur, Bap. Dazu haben sie einige eher zufällige musikalische Begebenheiten geprägt. „Ich war in einer Kirche in Wismar“, erzählt sie, „und hörte einen gregorianischen Chorgesang. Sehen konnte man die Sänger allerdings nicht. Das war schon besonders. Oder ein Mann mit Down-Syndrom, der mir Musik von Johann Christian Bach vorspielte.“

Livemusik ist ihr stets lieber als Töne aus der Konserve. „Das ist besonders beim Jazz so“, bestätigt die Pfarrerin. „Auch atonale Musik versteht man im Konzert besser als auf CD. Bei Death- oder Black Metal bin ich raus. Dazu sind mir dann die Texte zu martialisch. Aber Metallicas ‚Nothing else matters’ geht schon noch.“

Heute hört sie nicht mehr täglich Musik. „Zumeist wenn ich fahre“, sagt sie, „im Autoradio. Dann gerne Queen oder Bruce Springsteen.“

Ihr Geheimtipp ist der aus Unna stammende Stefan Jürgens, ein singender Schauspieler, dessen Texte die Pfarrerin bewegen.

Zur Person

Barbara Schröder-Möring wurde 1965 in Bonn geboren und wuchs in Siegburg, späterhin in Köln auf. Seit 2017 ist sie Pfarrerin in der Kirche am Tannenhof. Ihr erster Musikeindruck war der Familienchor, und der Chormusik ist sie treu geblieben. „Ich singe lieber in kleineren Chören“, sagt sie. Flöte hat sie bis zum Alter von zehn Jahren gespielt und dann damit aufgehört.

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