Modell mit Schlafaugen und Wankelmotor

Mazda-Fans feiern ihr Vereinsjubiläum

Die Mitglieder des RX-7-Clubs sind stolz auf ihre charakteristischen Fahrzeuge – auch Wolfgang Illing (vorne). Ganz rechts steht das Nachfolgemodell RX-8 ohne Klappscheinwerfer.Foto:Doro Siewert
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Die Mitglieder des RX-7-Clubs sind stolz auf ihre charakteristischen Fahrzeuge – auch Wolfgang Illing (vorne). Ganz rechts steht das Nachfolgemodell RX-8 ohne Klappscheinwerfer.
  • VonValeria Schulte-Niermann
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Seit 40 Jahren treffen sich die Freunde des charakteristischen RX-7.

Remscheid. 40 Jahre Mazda RX-7 Rotary Drive Club Europe e. V. – das feiern die Fans des charakteristischen Sportwagens mit Wankelmotor und Klappscheinwerfern dieses Wochenende im Bergischen. Gestern trafen sich rund 20 von ihnen im Mazda Autohaus Haese in Remscheid.

„Es hätte keiner geglaubt, dass wir die 40 wirklich vollmachen“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Illing. Wie viele andere Vereine habe auch der RX-7-Club Nachwuchsprobleme. Doch zum Glück seien vor Kurzem zwei neue Mitglieder unter 30 Jahren dazugekommen, die den Verein fortführen können. Noch führe er aber gerne den Club, fügt der 60-Jährige hinzu.

Vor 23 Jahren hat ihn ein Freund dazu überredet, mit auf ein Clubtreffen zu gehen. Eigentlich wollte er von der japanischen Automarke und der Vereinsarbeit nichts wissen, doch danach war er angefixt. „Die Leute sind wie eine zweite Familie“, sagt er.

Clubmitglieder sind durch Reisen eng verbunden

Sieben RX-7 und ein RX-8, darunter drei Cabrios, hat Wolfgang Illing im heimischen Fuhrpark in Remscheid stehen. Einer davon fährt mit dem einzigen in Europa existierenden Dreischeibenturbo. Und auch sein Sohn hat die Leidenschaft geerbt und ist mit seinem Oldtimer beim Treffen dabei.

Gegründet wurde der Club 1981 von Horst Hoffmann. Damals kaufte er einen Mazda RX-7 als Neuwagen und war so begeistert, dass er im Magazin Auto Motor und Sport eine Anzeige für ein Treffen im niedersächsischen Moringen schaltete. 75 Leute kamen, 35 von ihnen setzten die Idee um, einen Club zu gründen. 2001 wurde er als Verein in Remscheid eingetragen.

Jedes Pfingsten (außer 2020 und 2021) und im Herbst trifft sich der Club für ein verlängertes Wochenende. Jedes Mal geht es woanders hin. So besuchten die Mazda-Fans schon die Lufthansa Werft, die Meyer Werft, den Sachsenring oder die Nordsee. „Ein Clubmitglied sagt, hier ist es schön und er möchte das organisieren”, erklärt Wolfgang Illing die Ortssuche. Im Bergischen ist der Club schon zum dritten Mal. Das Röntgen-Museum und den Solinger Schleifkotten kennen sie schon. Dieses Mal gibt es eine Führung durch die Lenneper Innenstadt. Vielleicht geht es am Sonntag noch zum Oldtimertreffen in Hilgen.

Clubmitglieder hegen und pflegen ihre RX 7

Anders als andere Oldtimer sind die 17 Sportwagen, die in Remscheid vorfuhren, nahezu komplett im Originalzustand. „Die sind alle in pflegender Hand“, sagt Clubmitglied Elmar Ernst (67). Eine Komplettrestaurierung habe noch keiner gemacht. Rostschutz und regelmäßige Wartungen sind natürlich Pflicht. Auch wenn der Wankelmotor mit fast allem laufe, was brennt, sollte er lieber mit Benzin betankt werden. „Wenn man einen Motorschaden hat, hat man ein richtiges Problem“, sagt der ehemalige Triebwerksmechaniker Elmar Ernst. Denn die Ersatzteile sind rar und extrem teuer. Selbst beim Mazda-Händler gebe es nicht alle Teile. „Sie waren kein Massenartikel“, weiß Elmar Ernst: „Das sind Exoten“.

Der Club helfe bei der Suche weiter. Ein Mitglied habe einen Freund im Mazda-Werk in Japan. Als er sich bei ihm beschwerte, keine Teile zu finden, kam wenige Wochen später eine Palette mit Ersatzteilen am Frankfurter Flughafen an. Ansonsten hilft nur das Ausschlachten von einzelnen RX-7, obwohl sie schwer zu finden sind. So macht das Wolfgang Illing, um seine anderen Autos instand zu halten. Ein Schaden sei jedoch recht selten. „Die Autos laufen fehlerfrei. Ich geh vernünftig mit ihnen um, steig‘ ein und komm‘ an“, sagt Elmar Ernst.

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