Bezirksbürgermeisterwahl

Markus Kötter muss um sein Amt zittern

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Geht mit der konstituierenden Ratssitzung am 5. November mit der CDU in die Opposition: der neue Fraktionschef Markus Kötter.
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Bezirksbürgermeisterwahl: Markus Kötter hat keine Mehrheit mehr – in Lüttringhausen sind die Grünen Königsmacher.

Von Axel Richter

Remscheid. Markus Kötter ist der neue Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Stadt Remscheid. Um seine Wiederwahl als Bezirksbürgermeister von Lennep muss der Christdemokrat jedoch fürchten. Stattdessen könnte erstmals ein Grüner den Vorsitz in der Bezirksvertretung übernehmen.

Das wäre ein absolutes Novum in dem traditionell konservativ wählenden Stadtteil. Doch auch in Lennep büßte die CDU bei der Kommunalwahl am 13. September ein.

Sie verlor einen Sitz und kommt noch auf vier Mitglieder. Die SPD blieb bei drei. Die Grünen legten zu und kommen auf zwei. Die Linke ist mit einem Sitz vertreten. Ein Kandidat, der von SPD, Grünen und Linken getragen würde, hätte mithin eine Mehrheit.

Markus Kötter geht davon aus, dass es genauso kommt. Doch der Lenneper, dem sich mangelndes Engagement in seinem Stadtteil gewiss nicht nachsagen lässt, räumt seinen Platz in der Sitzung nicht kampflos: „Ich stelle mich zur Wiederwahl.“

Während es in Alt-Remscheid und im Südbezirk zur Wiederwahl der beiden SPD-Männer Otto Mähler und Stefan Grote kommen dürfte, ist der Ausgang in Lüttringhausen offen. Dort liegen CDU und SPD mit je vier Mitgliedern gleichauf. Die zwei Grünen geben letztlich den Ausschlag, ob Andreas Stuhlmüller (CDU) oder Jürgen Heuser (SPD) den Vorsitz übernimmt.

Die erste Ratssitzung nach der Kommunalwahl, die am kommenden Donnerstag stattfindet, verspricht weniger Spannung. 57 Tagesordnungspunkte umfasst die Tagesordnung. Das von 52 auf 60 Mitglieder gewachsene Entscheidungsgremium der Stadt tagt coronabedingt in der Sporthalle West.

Vor allem geht es um Personalien. Vertreter der Stadt sind in die Verbände und Genossenschaften zu entsenden. Begehrt, weil gut dotiert, sind die Posten im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse. Das gilt ebenso für die Stellvertreterposten des Oberbürgermeisters. Drei sollen es wieder sein. Der erste erhält für seine Tätigkeit 1200 Euro monatlich.

Auch die Ausschüsse des Rates müssen besetzt werden. Dabei wird zum Ärger der Jungen Union das Zukunftsthema Digitalisierung kein eigenes Gremium bekommen. Dagegen wird es in der 16. Wahlperiode erstmals einen Gleichstellungsausschuss geben. Es geht um Diversität und Antidiskriminierung. „Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist ein wichtiges Thema. Das zeigt sich gerade jetzt in Zeiten von Corona“, sagt dazu SPD-Fraktiionschef Sven Wolf.

Unmittelbar nach der Kommunalwahl hatte Markus Kötter im Gespräch mit dem RGA selbstbewusst angekündigt, dass die CDU dem OB ins Lenkrad greifen werde.

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