Problem auf dem Theodor-Heuss-Platz

Markthändler sollen ihr Herz ausschütten

Der Theodor-Heuss-Platz soll wieder dauerhaft zum Schauplatz für den Wochenmarkt werden, unabhängig vom Wetter.
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Der Theodor-Heuss-Platz soll wieder dauerhaft zum Schauplatz für den Wochenmarkt werden, unabhängig vom Wetter.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Der Rat befasste sich mit Problemen auf dem Theodor-Heuss-Platz.

Remscheid. Dass die Beschicker des Remscheider Wochenmarkts je nach Wetterlage vom Theodor-Heuss-Platz auf die Alleestraße ausweichen sollen, sorgte für Kritik im Stadtrat. Sowohl CDU-Fraktionschef Markus Kötter (CDU) als auch Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) verliehen ihrem Unmut über ein Schreiben Ausdruck, das vom Stadtmarketing an die Händler verschickt wurde. „Hier wurde viel Porzellan zerschlagen. Man hätte mit ihnen vernünftig sprechen müssen“, erklärte Kötter. Dazu gibt es demnächst mehrere Gelegenheiten. Kötter will die Beschicker ebenso zum Gespräch einladen wie Mähler, der das Zusammenspiel zwischen Händlern und Stadtmarketing in einer Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid thematisieren will.

Für Verärgerung hatte vor allem die Aussage gesorgt, dass die Beschicker erst am Vorabend von einer Verlegung des Marktes erfahren sollen. „Es muss sich dabei um eine Wetterlage handeln, die sehr selten vorkommt“, berichtete der zuständige Dezernent Peter Heinze. Zu extremen Schneefall sei es seit 2016 lediglich zehnmal vor den Markttagen gekommen, blickte er auf die Wetterstatistik.

„Hier gilt, der Ton macht die Musik“

Bezirksbürgermeister Otto Mähler über den Brief an die Händler

In diesen Fällen rückte das Team der Technischen Betriebe aus, um mit schwerem Gerät den Theodor-Heuss-Platz zu räumen. Das aber kann momentan nicht zum Einsatz kommen – weil nach wie vor die Statik der darunterliegenden Tiefgarage untersucht wird. Deswegen seien auch die Stände neu angeordnet worden, fügte Heinze hinzu. Nicht jeder Händler freue sich darüber, merkte Mähler an. „Ein Beschicker fühlt sich an den Rand gedrängt – und ist damit überhaupt nicht glücklich.“ Außerdem bemerkte der Bezirksbürgermeister mit Blick auf den Brief vom Stadtmarketing. „Hier gilt, der Ton macht die Musik.“

Markus Kötter hob hervor, wie wichtig es ist, die noch vorhandenen Händler „zu hegen und zu pflegen“. Der Wochenmarkt, der vor Jahren noch bis zu 60 Stände aufwies, sei „ziemlich zusammengeschrumpft“. Der CDU-Politiker zitierte eine Aussage von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne), wonach die Konsumenten auf mehr Regionalität setzen sollten. „Und genau dafür stehen ja die Wochenmärkte“, befand Kötter.

„Wie wichtig sie sind, ist uns bewusst“, stellte Dezernent Heinze heraus. Und: Das Stadtmarketing suche nach alternativen Lösungen für den Winterdienst. Möglicherweise könne ein privates Unternehmen einspringen – für den Fall, dass Schneemassen Remscheid heimsuchen.

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