Prozess vor dem Landgericht Wuppertal

Mann gesteht tödliche Schüsse auf seine Frau

Ein 60 Jahre alter Angeklagter hat im Totschlagsprozess vor dem Landgericht Wuppertal die tödlichen Schüsse auf seine Ehefrau (47) bestätigt. 
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Ein 60 Jahre alter Angeklagter hat im Totschlagsprozess vor dem Landgericht Wuppertal die tödlichen Schüsse auf seine Ehefrau (47) bestätigt. 

Eine Trennung war vermutlich Auslöser der Tat.

Von Dirk Lotze

Remscheid. Ein 60 Jahre alter Angeklagter hat im Totschlagsprozess vor dem Landgericht Wuppertal die tödlichen Schüsse auf seine Ehefrau (47) bestätigt. Sie starb an den Verletzungen. Das Paar war nur wenige Monate vor dem Geschehen vom 25. März dieses Jahres von Remscheid nach Haan gezogen. Der Mann steht nun vor Gericht.

Auslöser seines Angriffs mit einer Pistole in einem Mehrfamilienhaus am neuen Wohnort waren seiner Version nach eine Trennung mit geplanter Scheidung und eigene gesundheitliche Probleme. An Einzelheiten des Tatnachmittags könne er sich nicht mehr erinnern, sagte der Mann den Richterinnen und Richtern: „Mir ging es nicht gut. Ich habe meine Pistole zurechtgelegt und angefangen, zu trinken und Medikamente zu nehmen. Ich wollte mich an und für sich erschießen.“ Er wisse nicht, wie er festgenommen wurde und wie er später zum Haftrichter kam; zu sich gekommen sei er erst später in einer Zelle. Für die Tat bat der Mann um Verzeihung und sagte: „Das hätte nicht passieren dürfen. Es tut mir unendlich leid. Ich habe meine Frau geliebt.“

Die Anklage geht davon aus, dass der 60-Jährige 13 Schüsse aus einer Pistole auf seine Frau abfeuerte. Getroffen habe er acht mal, in Oberkörper und Arme. Die Frau verstarb. Nachbarn hatten die Polizei gerufen, nachdem sie Geräusche gehört hatten. Ärzte stellten mehr als zwei Promille Blutalkohol beim Angeklagten fest. Der Mann soll Sportschütze gewesen sein und besaß mehrere Waffen, die von der Polizei sichergestellt wurden.

Im Verfahren sagte auch eine frühere Frau (45) des Angeklagten aus. Er sei ein ruhiger Mensch, der sich mit einem bescheidenen Lebensstil arrangiert habe. Er habe sie 2014 für die nun Getötete verlassen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Zwei 25-Jährige angeklagt: Gericht arbeitet Betrug bei Verkehrsunfall auf.

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