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Manager wollen die Innenstadt beleben

Die neuen Innenstadtmanager: Kübra Akyazi und Matthias Gerke.
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Die neuen Innenstadtmanager: Kübra Akyazi und Matthias Gerke.
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Kübra Akyazi und Matthias Gerke unterstützen das Rathaus bei geplanten Umbaumaßnahmen - zum Beispiel in der Alleestraße und am Busbahnhof.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Remscheiderin Kübra Akyazi (34) und ihr Kollege Matthias Gerke (27) treten an, den Umbau der Innenstadt zu begleiten. Die beiden sind Ansprechpartner für Immobilienbesitzer und Gewerbetreibende – aber auch für alle anderen, die etwas zum Wandel in der City beitragen wollen. Sei es mit Vorschlägen oder auch mit Kritik. „Dazu werden wir demnächst in zentraler Lage an der Alleestraße ein Büro eröffnen“, kündigen die beiden Mitarbeiter des Fachbüros Stadt + Handel mit Sitz in Dortmund an.

Alleestraße: Früher Glanz und Gloria, heute Sanierungsgebiet

Das Unternehmen erhielt erneut den Zuschlag für das Innenstadtmanagement, das bereits von 2017 bis 2021 in seinen Händen lag. Hieß der Ansprechpartner damals Jonas Reimann, so kümmern sich nun neben Projektleiterin Julia Ostkamp die beiden Geografen Akyazi und Gerke um die Belange der Allee und ihres Umfelds.

Passend dazu: Lösung für öffentliche Toiletten auf der Alleestraße rückt näher

Das machen die Innenstadtmanager

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Öffentlichkeitsarbeit: „Zum Beispiel beim künftigen Umbau des Busbahnhofs“, erklärt Matthias Gerke. Informationen zu kanalisieren oder Baustellenbesichtigungen zu arrangieren, sind zwei Beispiele für die vielfältigen Aufgaben, die auf sie zukommen. Zudem planen die beiden auch schon ein Fest – zum Tag der Städtebauförderung im nächsten Jahr. Dabei soll aufgezeigt werden, wie der Remscheider Innenstadt neues Leben eingehaucht wird. Aktuelles Beispiel sind die neuen Laternen, die demnächst Lichtspiele bieten.

Während Matthias Gerke als gebürtiger Kölner einen Außenblick auf Remscheid hat, kennt Kübra Akyazi die Innenstadt seit ihren Kindheitstagen. „Das Spektrum der Geschäfte hat sich sehr verändert. Hier gab es früher mehr Leben. Aber damit steht Remscheid nicht allein“, sagt die Innenstadtmanagerin, die es als „sehr spannend“ und als „große Herausforderung“ empfindet, für ihre Heimatstadt zu wirken und zu einer Verbesserung beizutragen. Dies geschehe eng verzahnt mit der Stadtverwaltung, wie beide betonen.

Die Büros halten uns den Rücken frei.

Baudezernent Peter Heinze über die Dienste externer Fachleute

Stadt + Handel ist längst nicht das einzige Fachbüro, mit dem das Rathaus zusammenarbeitet. Das Spektrum reicht vom Team Stadtkinder beim Umbau in Honsberg und Stachelhausen bis zu den Mitarbeitenden von Stadtguut, die neue Perspektiven für Lennep erschließen wollen.

Die Dienste dieser und anderer Experten seien eine wesentliche Unterstützung für die personell ausgedünnte Bauverwaltung, erklärt der zuständige Dezernent Peter Heinze: „Die Büros halten uns den Rücken frei.“ Und sie könnten neue Impulse bei der Stadtentwicklung setzen – auch, indem sie ehrenamtlichen Initiativen und Marketingräte Beistand leisten. Ein Positivbeispiel sei dafür die Alte Bismarckstraße, führt Heinze an. Der dortige Verein „My Viertel“ habe durch das bisherige Innenstadtmanagement wertvolle Hilfe erhalten.

Im Schulterschluss gelang es, eine Idee zu verwirklichen, die ursprünglich gar nicht auf der Maßnahmenliste für die Innenstadt stand: Durch den Bau von fünf Holzterrassen wurde die Voraussetzung für Außengastronomie im Kneipenviertel geschaffen. „Das Innenstadtmanagement hat Wirkung gehabt“, zeigt sich Peter Heinze davon überzeugt, dass „die externe Ausweitung der Personalkapazitäten“ sinnvoll ist.

Auf drei Jahre ist das Engagement von Stadt + Handel befristet, wobei es dem Team zunächst darum geht, jene Remscheider kennenzulernen, deren Handeln mit der Innenstadt verbunden ist. Eine Gelegenheit dazu soll es vermutlich bereits im November geben, wenn das Büro an der Alleestraße eröffnet wird. Die Manager Kübra Akyazi und Matthias Gerke stellen ein kleines Fest in Aussicht.

Aufgabe

Eine Hauptaufgabe der Innenstadtmanager ist es laut Mitteilung der Stadtverwaltung, eine Schnittstelle zu bilden – zwischen Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümern, Besuchern der Stadtkerns sowie der Fachverwaltung und Politik. Kübra Akyazi und Matthias Gerke sollen Ansprechpartner sein „für alle Interessierten, die mehr zur Entwicklung der Remscheider Innenstadt erfahren möchten“.

Standpunkt von Frank Michalczak: Sie müssen überzeugen

frank.michalczak@rga.de

Die Dienste diverser Planungs- und Fachbüros sorgen im besten Fall dafür, die Verwaltung zu entlasten – auch, indem die externen Experten die direkte Kommunikation mit den Bürgern stärken. Kübra Akyazi und Matthias Gerke werden daher in den kommenden Wochen einiges über die Stimmung erfahren, die in Remscheid herrscht. Nach Jahren der Debatten und Planungen kommt es mit den neuen Laternen zu einem Veränderungsschritt, der nicht bei jedem gut ankommt. Die Bauarbeiten auf der Allee sorgen für Lärm – und so mancher fragt sich, warum denn ausgerechnet dafür öffentliche Mittel ausgegeben werden. Den Innenstadtmanagern kommt die Aufgabe zu, nicht nur bei diesem Thema, sondern auch beim Umbau des Busbahnhofes, Überzeugungsarbeit zu leisten, dass sich all das für Remscheid lohnt. Die Stadt muss sich verändern, um zukunftsfähig zu sein. Es gibt aber im Zweifel 112 000 Meinungen darüber, wie dies geschehen soll.

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