Ausstellung

Maltesergarde gründet sich auf Schloss Burg

Wolfgang Günther zeigt den Orden der neuen Maltesergarde. Sie plant unter anderem Charity-Aktionen auf Schloss Burg. Foto: Tim Oelbermann
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Wolfgang Günther zeigt den Orden der neuen Maltesergarde. Sie plant unter anderem Charity-Aktionen auf Schloss Burg.

„Vom Ritter zum Retter“ – Ausstellung soll auf die geschichtliche Verknüpfung aufmerksam machen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Remscheid. Seit September letzten Jahres haben die Malteser im Bergischen auch eine Garde: Auf Schloss Burg fand im vergangenen Frühherbst das Gründungstreffen von bislang zehn Mitgliedern statt. Mit dabei war auch Gregor Ahlmann, Direktor des Museums Schloss Burg, der die Teilnehmenden im kleinen Gemeindesaal empfing. Der Raum wird von der Gemeinde Johannes der Täufer genutzt und steht auch für die zukünftigen Gardetreffen zur Verfügung.

Ahlmann ordnete mit einem geschichtlichen Rückblick die Verbindung der Malteser zu Schloss Burg als ehemaligem Malteser-Ritter-Verwaltungsbezirk („Kommende“) ein. In der Ausstellung „Vom Ritter zum Retter“, die derzeit geplant und vorbereitet wird, „soll diese Zeit den Schlossbesuchern dann nähergebracht werden“, sagte Wolfgang Günther von den Solinger Maltesern. Er ist Initiator der Idee, auch im Bergischen eine Maltesergarde zu gründen. „Wann die Ausstellung aber zu sehen sein wird, hängt von derzeit laufenden Baumaßnahmen ab, deren Ende noch nicht zuverlässig terminiert werden können.“

Mitglieder wollen sich nach dem aktiven Dienst weiter einbringen

Die bundesweite Maltesergarde wurde im Jahr 2016 in Berlin im Rahmen der Malteser Bundesversammlung als Kreis bislang oder ehemals aktiver Malteser gegründet, denen es aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist, das Wirken der Malteser regelmäßig „mitzugestalten, die aber den Kontakt zu den Maltesern vor Ort weiterhin oder wieder pflegen möchten. Das können beispielsweise Senioren sein oder auch solche, die beruflich so eingebunden sind, dass sie keine Zeit für feste Dienste haben“, heißt es.

Über die historische Ausstellung hinaus gebe es schon viele Ideen für Projekte der Maltesergarde Bergisch-Land, sagt Günther. Aber spruchreif sei davon noch nichts. Einstweilen gebe es ja mit dem inzwischen schon zur guten Tradition gewordenen „Wohlfühlmorgen“ in der Kirchengemeinde St. Sebastian in Solingen-Ohligs als Kooperationspartner bereits ein eindrucksvolles und bewährtes Beispiel für das, was künftig noch kommen könnte unter dem Motto „Helfen und unterstützen“: ein Angebot für wohnungslose und arme Menschen mit einem liebevoll hergerichteten Frühstücksbuffet in entspannter Atmosphäre und der Möglichkeit, einen Friseur sowie verschiedene Dienste in Anspruch zu nehmen und sich so einen Vormittag lang von den Sorgen des Alltags zu erholen.

Zudem wird die Garde den Telefonbesuchsdienst unterstützen, bei dem gesprächsbedürftige Menschen, die nicht persönlich besucht werden möchten, in regelmäßigen Telefonaten mit Ehrenamtlichen sprechen können. Auch Charity-Veranstaltungen auf Schloss Burg sollen künftig zum Portfolio der Garde gehören.

Als Papst Benedikt in Deutschland war, hatten wir den Sanitätsdienst übernommen. Dadurch hat sich der Begriff der Päpstlichen Sanitätsgarde eingebürgert.

Wolfgang Günther über die Bezeichnung „Garde“ bei den Maltesern

In die Malteser-Garde werde man berufen und in einer Zeremonie feierlich aufgenommen, erläutert Wolfgang Günther, der den Gedanken einer Garde der Malteser nun auch ins Bergische geholt hat.

Die Bezeichnung „Garde“ lässt übrigens nicht zufällig fast sofort an die Schweizer Garde denken, die Truppe Uniformierter, die den Papst schützt. Es gebe gedankliche Zusammenhänge, erläutert Wolfgang Günther. „Als Papst Benedikt in Deutschland war, hatten wir seit dem Weltjugendtag den Sanitätsdienst übernommen. Und dadurch hat sich gewissermaßen der Begriff der Päpstlichen Sanitätsgarde eingebürgert im Blick auf Begriffe wie Treue und Zuverlässigkeit“.

Die zehn Gründungsmitglieder

Gründungsmitglieder neben Wolfgang und Birgit Günther von den Solinger Maltesern sowie Schloss-Burg-Direktor Gregor Ahlmann sind: Sabina Vermeegen, Engagement- Förderin in der Gemeinde St. Sebastian Solingen, Kathrin Barwig, Unterstützerin des Solinger Wohlfühlmorgens, Dr. Peter Januschka, früherer Ortsbeauftragter der Malteser Solingen, Kaplan Josef Hohmann, Malteser Ortseelsorger, Roland Hiob, ehemaliger Beauftragter der Malteser Haan-Hilden, Doris Hoffmann, ehemalige Beauftragte der Malteser Solingen sowie Günter Klata, früherer Beauftragter der Malteser Waldbröl.

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