Welle eröffnet Werkstattraum

„MakerSpace“ lädt zum Tüfteln ein

Welle-Mitarbeiterin Paulina Szupicki erklärt die kreative Verknüpfung von analogem und digitalem Arbeiten, die im neuen Werkstattraum „MakerSpace“ möglich sind. Foto: Roland Keusch
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Welle-Mitarbeiterin Paulina Szupicki erklärt die kreative Verknüpfung von analogem und digitalem Arbeiten, die im neuen Werkstattraum „MakerSpace“ möglich sind.

Die Welle eröffnet Werkstattraum für digitales und analoges Arbeiten – Deutsche Telekom Stiftung macht das möglich

Von Sabine Naber

Remscheid. Aus Legosteinen einen Roboter bauen, interaktive Plakate kreieren, oder mit einem VR-Brillen-Set für Smartphones eigene Spiele programmieren – das, und noch vieles mehr, ist ab sofort im Lenneper Jugendzentrum „Die Welle“ möglich.

„Wir öffnen heute die Türen unseres MakerSpace. Das ist ein neu konzipierter Werkstattraum, der digitales und analoges Arbeiten miteinander verbindet“, erklärt Projektleiterin Paulina Szupicki. So sei ein vielseitiges Angebot zum Tüfteln und Entdecken für Kinder und Jugendliche geschaffen worden.

Mit einem spannenden, wöchentlichen Programm im Bereich der digitalen Medienbildung richtet sich die Experimentier- und Kreativwerkstatt der Welle speziell an Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren. Aus einem Zimmer, das aber bisher eher als Abstellraum genutzt wurde, ist ein heller Arbeitsraum entstanden. Auf einer Seite stehen Laptops, auf der anderen unterschiedlichstes Bastelmaterial in Behältern. „Wir haben es so gestaltet, dass die Jugendlichen an alles drankommen. Sie können so schnell entscheiden, woran oder womit sie gerade arbeiten möchten“, nennt die Projektleiterin.

Konzept überzeugt die Stiftung, die 10 000 Euro beisteuert

Möglich wurde der Aufbau eines MakerSpace durch die Deutsche Telekom Stiftung. Zum Ende des vergangenen Jahres konnte die Welle die „Ich-kann-was-Jury“ mit ihrem Konzept für eine nachhaltige Weiterentwicklung ihrer medienpädagogischen Arbeit überzeugen. „Aus 525 Bewerbungen wurde unser Vorhaben neben 76 anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit deutschlandweit für eine Förderung ausgewählt“, zeigt sich Paulina Szupicki stolz, dass sie mit ihrem kreativen Konzept, das digitale Kompetenzen in den Bereichen Making, Coding, Robotik und bildender Kunst fördert, punkten konnte.

10 000 Euro kamen von der Stiftung, die Welle legte noch ein bisschen dazu, damit der Raum einladend gestaltet werden konnte. Wegen der Pandemie musste auf eine Eröffnungsfeier gestern verzichtet werden. „Das versuchen wir aber, nach den Sommerferien nachzuholen“, stellt die Projektleiterin in Aussicht. Jetzt soll der MakerSpace an jedem Montag zu einem Baukasten werden. „Ob kleine Roboter, Leuchtshirts, solarbetriebene Powerbanks oder Möbel gebaut werden, wir tüfteln mit euch, was das Zeug hält“, heißt das Versprechen in der Welle. Es können auch kurze Videoclips produziert werden. Wer möchte, kann lernen, wie Trickfilme entstehen oder was hinter der Kamera geschehen muss, damit man eigene Filme produzieren kann.

Donnerstagnachmittags können eigene Projekte angegangen werden

Dienstags geht es um Computer und Techniken der digitalen Welt. Wer gerne an eigenen Projekten basteln will, der kann donnerstags von 15 bis 18 Uhr kommen und unter Anleitung oder alleine an eigenen Projekten arbeiten. Dafür steht die entsprechende Ausstattung, wie beispielsweise MacBooks, iPad, 3D-Drucker oder auch zwei Lego Spike Prime-Sets zur Verfügung. Ob mit Pinsel, iPad und Foto oder klassischem Künstler- und Bastelbedarf – freitags kann man sich neuen, kreativen Herausforderungen stellen. „Wir wollen mit euch künstlerisch den virtuellen Raum mit der realen Welt verbinden und neue Bilderwelten suchen“, heißt hier der Vorschlag.

„Wichtig ist mir die Verbindung von Kreativem zur Computer-Technologie. Es soll ja nicht ausschließlich um Pixel und Bits gehen, sondern die Fantasie gestärkt werden“, betont die Projektleiterin. Sie will langfristig Jugendliche dabei haben. „Und wenn wir sie ausgebildet und geschult haben, dann kommen sie natürlich auch zum Einsatz“, blickt sie schon in die Zukunft.

Angebot

Von montags bis freitags können Jugendliche die Angebote im Bereich des Programmierens, des 3D-Drucks, beim Werken oder in der künstlerischen Gestaltung zwischen 16 und 18 Uhr wahrnehmen. Eine Vorschau gibt es im Internet zu sehen.

https://we.tl/t-uCha4o759O

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