Lüttringhausen

Platz hinter dem Rathaus soll zum Verweilen einladen

Früher schmückte das steinerne Kinderpärchen die Fassade der Badeanstalt, bald soll es Mittelpunkt des neuen Wasserspiels werden. Foto: Heimatbund
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Früher schmückte das steinerne Kinderpärchen die Fassade der Badeanstalt, bald soll es Mittelpunkt des neuen Wasserspiels werden.

Das Land NRW fördert das Wasserspiel am Lüttringhauser Rathaus mit 21.500 Euro.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Was schon länger als verhältnismäßig sicher galt, ist jetzt absolut gewiss: Bei der Umgestaltung des Rathaus-Umfeldes in Lüttringhausen wird ein Wasserspiel installiert. Nachdem Heimatbund und Stadt eine Hälfte der notwendigen Kosten aufgetrieben hatten, gab es nun die Zusage des Landes, die andere Hälfte zu übernehmen. 21 500 Euro kommen aus dem Heimat-Fonds des Bau- und Heimatministeriums.

Im Zentrum des Wasserspiels wird eine Skulptur stehen, die früher die Fassade der 2004 geschlossenen Lüttringhauser Badeanstalt geschmückt hat. Der Heimatbund hatte sich das steinerne Kinderpärchen gesichert, als das Gebäude abgerissen wurde. Und nun die passende Verwendung für die zeitweise eingelagerte und zwischenzeitlich aufgearbeitete Skulptur gefunden. Es soll, so die Pläne, auf einem Sockel thronen, der am Rande einer wenige Zentimeter tiefen Mulde mit fünf Wasserfontänen stehen soll.

Das wird kein Problem sein.

Heimatbund-Ehrenvorsitzender Peter Maar über die Folgekosten

Von einem „Meilenstein“ sprach Baudezernent Peter Heinze bei der Vorstellung der Pläne – und lobte insbesondere das Engagement des Heimatbundes und die Zusammenarbeit mit diesem: „Wenn man das zusammen macht, gelingt eine solche Umsetzung auch“, sagte Heinze. Allein hätte die Stadt das Projekt sicherlich nicht realisiert.

43.000 Euro soll das Wasserspiel insgesamt kosten. Die Stadt übernimmt die Planung und die Ausschreibung, worum sich vor allem die TBR kümmern, und den für die Förderung notwendigen Eigenanteil von zehn Prozent. 17.200 Euro trägt der Lüttringhauser Heimatbund, der sich auch bereiterklärt hat, die Folgekosten von geschätzt 2000 Euro pro Jahr zu übernehmen. Finanziert werden soll das vor allem durch Spenden.

„Das wird kein Problem sein“, sagte Peter Maar, Ehrenvorsitzender des Heimatbundes, der sich zusammen mit Dirk Bosselmann um die Spenden für das Wasserspiel gekümmert hat. Denkbar sei zum Beispiel, dass eine Lüttringhauser Fachfirma diese Aufgabe in Form einer Art Sachspende übernimmt. Ähnlich handhabe man das bereits beim Bandwirker-Brunnen.

„Wir hoffen, dass wir Ende nächster Woche die Ausschreibungsunterlagen verschicken können“, beschrieb Dirk Buchwald, zuständiger Abteilungsleiter bei den TBR, das weitere Vorgehen. Laufe alles gut, könnten dann im Mai die Arbeiten beginnen, im Sommer wäre der Platz hinter dem Rathaus schließlich fertig. Allerdings dann noch ohne die vorgesehenen Bäume, die erst nach dem Sommer gepflanzt werden können.

Rund 800 Liter Wasser sollen in dem Wasserspiel zirkulieren und dabei auch regelmäßig gefiltert werden. Eine Wasserleitung dafür war bereits beim Umbau des Rathauses eingeplant worden. Daraus bedienen werde sich das Wasserspiel aber voraussichtlich nur in besonders trockenen Perioden, sagt Buchwald. Meistens werde der Wasserverlust einfach durch Regen ausgeglichen. Die fünf Fontänen lassen sich in ihrer Höhe übrigens regulieren, bis zu 75 Zentimeter hoch spritzen sie das Wasser.

Die Umgestaltung des Rathausumfeldes war mit dem Wasserspiel als Option geplant worden. Da klar war, dass die Stadt die Kosten dafür alleine nicht aufbringen kann, hatten sich die Planer diese Möglichkeit offen gehalten – und auf den Heimatbund und das Land gehofft.

Mit seinem Einsatz wolle der Heimatbund helfen, im Lüttringhauser Zentrum einen Platz mit einer hohen Aufenthaltsqualität zu schaffen, betonte Dirk Bosselmann. Das Wasserspiel sei zwar nur eine verhältnismäßig kleine Maßnahme, könne aber die Initialzündung für die weitere Umgestaltung des Innenstadtbereichs werden: „Aus städtebaulicher Sicht wäre das ein guter Anfang.“

Hintergrund

Die Städtische Badeanstalt Lüttringhausen war 1929, nur wenige Monate vor der Eingemeindung nach Remscheid, eröffnet worden und blieb bis zum Jahr 2004 in Betrieb. An gleicher Stelle stehen heute Wohnhäuser, deren Bau 2010 begonnen wurde.

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