Vergabeverfahren beginnt bald

Neubaugebiet Am Schützenplatz: Im Januar wird gelost

Die Erschließung des Neubaugebiets Am Schützenplatz soll noch in diesem Jahr beginnen. Foto: Roland Keusch
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Neubaugebiet Am Schützenplatz in Lüttringhausen.

Das lang ersehnte Vergabeverfahren für das Neubaugebiet Am Schützenplatz in Lüttringhausen ist da.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. In dem ersten größeren zusammenhängenden Neubaugebiet für Einfamilienhäuser in Remscheid seit Jahren sollen 17 Baugrundstücke in Erbbaurecht vergeben werden. Weil die Zahl der Bewerber aller Voraussicht nach um ein Vielfaches höher liegen wird, ist ein Losverfahren geplant. Dafür kann man sich jetzt schon vormerken lassen, die endgültige Bewerbung ist zwischen Anfang Oktober und Ende November abzugeben.

17 Grundstücke für Einfamilienhäuser (hellgrün) sind vorgesehen, außerdem drei für Mehrfamilienhäuser.

Um an der Verlosung teilzunehmen, reicht ein einfaches Bewerbungsformular mit weniger Angaben, das ab nächsten Monat zur Verfügung stehen wird. „Das ist eine recht schmale Nummer, aber mehr Informationen brauchen wir auch nicht“, sagt Frank Schulz vom Liegenschaftsamt, das sich um die Vergabe kümmert. Vorgesehen ist, dass etwa Mitte Januar öffentlich und unter notarieller Aufsicht gelost wird, vermutlich in der Aula des Leibniz-Gymnasiums.

Wer dabei Glück hat, kann das Erbpacht-Angebot bis Ende März annehmen, anschließend gilt eine Frist von zwei Jahren, in denen der Bau begonnen werden muss, und eine von vier für die Fertigstellung. Nur der ursprüngliche Bewerber kann Erbpachtnehmer werden, eine Weitergabe ist nicht möglich, zudem besteht die Pflicht, das auf den Grundstück gebaute Haus selbst zu bewohnen.

„Das hat wirtschaftliche Vorteile“

Baudezernent Peter Heinze zur Erschließung durch die Stadt

Das Neubaugebiet auf dem Gelände der vor vielen Jahren abgebrannten Grundschule Eisernstein stelle aus gleich mehreren Gründen eine Besonderheit dar, betont Baudezernent Peter Heinze. So übernehme die Stadt nicht nur die Vermarktung, sondern auch die Erschließung selbst. „Das hat wirtschaftliche Vorteile, wenn alles aus einer Hand kommt.“ Vor allem aber werden die Grundstücke nicht verkauft, sondern im Erbbaurecht vergeben und der Bebauungsplan enthält ökologische Vorgaben wie eine Dachbegrünung. Außerdem darf nur ein bestimmter Teil des Grundstücks bebaut werden und es gibt keine Gasleitungen. „Man baut also entweder ein Passivhaus oder stellt sich eine Wärmepumpe in den Garten“, sagt Frank Schulz.

Über alle diese Besonderheiten und die Regelungen des Erbbaurechts informiert ein sogenanntes Vermarktungshandbuch, das Interessenten zur Verfügung gestellt wird. Dem ist auch der Erbbauzins zu entnehmen: Ein Prozent vom Grundstückswert pro Jahr in den ersten 15 Jahren, zwei Prozent in den folgenden 15 und dann drei bis zum Ende der Laufzeit von 99 Jahren.

Der Unterschied zwischen Eigentümern und Erbbaurechtsnehmern sei „nicht sehr groß“, sagt Schulz. Zudem spare man sich eine hohe Anfangsinvestition. Abgesehen von einem „Ausreißer“ mit knapp über 650 Quadratmetern sind die Grundstücke zwischen 257 und 352 Quadratmeter groß. Bei 350 Euro je Quadratmeter würden also zwischen fast 90 000 und über 123 000 Euro für einen Kauf fällig. So nur 899,5 bis 1232 Euro jährlich in den ersten 15 Jahren. Zudem würden die Erschließungskosten einmalig umgelegt, so Schulz. Je nach Grundstück einige Tausend Euro.

Auf 14 Grundstücken sind Doppelhaushälften vorgesehen, auf drei, darunter auch das größte, freistehende Einfamilienhäuser. Bewerben kann man sich entweder für eine der beiden Kategorien oder für beide. Die freistehenden Häuser werden zuerst gelost, wer dort gezogen wird, nimmt nicht mehr an der Verlosung für die Doppelhaushälften teil. Außerdem werden Wartelisten für beide Kategorien ausgelost, für den Fall, dass Gewinner abspringen. Bis Mitte 2023 sollen alle Verträge abgeschlossen und auch die Erschließungsarbeiten erledigt sein, so dass dann gebaut werden kann.

Hintergrund

Bewerbungsformular und Vermarktungshandbuch sollen ab Oktober auf der Internetseite der Stadt abrufbar sein. Alle Interessenten, die das Liegenschaftsamt vorher erfasst hat, bekommen beides automatisch zugeschickt. Vormerken lassen kann man sich per E-Mail. Die Liste enthält bereits etwa 195 Interessenten.

liegenschaften@remscheid.de

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