Sportstation-Konsole

Auch Sportmuffel in Bewegung bringen

Alexander Paes (l.) und Lehrer Kersten Hensch mit der Sportstation, die in der GGS Eisernstein zum Einsatz kommt. Foto: Roland Keusch
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Alexander Paes (l.) und Lehrer Kersten Hensch mit der Sportstation, die in der GGS Eisernstein zum Einsatz kommt.

GGS Eisernstein kann Sportstation testen.

Von Sabine Naber

Remscheid Lüttringhausen. Als erste Schule in Remscheid hat die Gemeinschaftsgrundschule Eisernstein in Lüttringhausen eine „Sportstation-Konsole“ zum Ausprobieren bekommen. Aufgebaut ist das Gerät, das ein Jahr lang hier getestet wird, wie ein Computerspiel.

„Speziell entwickelte Spiele bringen selbst Sportmuffel dazu, sich zu bewegen und am Ende ein Erfolgserlebnis zu haben“, erklärt der Technik begeisterte Lehrer Kersten Hensch, der die Konsole nach Remscheid geholt hatte. Und überzeugt ist, dass gerade Kinder im Grundschulbereich viel Bewegung brauchen.

Weil die Turnhallen coronabedingt gesperrt sind, wird auf dem Schulhof oder in den Gängen der Schule gespielt. Erfunden hat die Konsole, die beispielsweise auch Profi-Sportvereine wie Real Madrid oder Bayern München in ihren Fußballschulen einsetzen, der Remscheider Alexander Paes, der inzwischen in Gifhorn zu Hause ist.

„Wenn ich meinen Schülerinnen und Schülern einmal erklärt habe, wie es geht, dann machen sie begeistert mit“, weiß Hensch. Beim Joggen oder bei Slalomrunden gehe es weniger um Schnelligkeit, als um ein Zeitgefühl. „Die Bewertung von Schnelligkeit ist Blödsinn, weil die ja auch der genetischen Veranlagung geschuldet ist. Heißt die Aufgabe dagegen, zehn Sekunden abzuschätzen, dann sind alle Teilnehmer gleichwertig“, beschreibt Paes die Besonderheit.

Die Anzeigen auf dem Display sind so gestaltet, dass keine langen theoretischen Einführungen nötig sind. Ganz bewusst hat Paes den Computerspiel-Charakter in den Vordergrund gestellt. Gestartet wird mit einem Chip aus Papier. Wer 100-mal gelaufen ist, der bekommt einen Chip in einem froschgrünen Band. „Diese Bänder, und dass dieses Gerät immer wieder neu programmierbar ist, sind der Schlüssel zum Erfolg“, ist sich der Erfinder sicher. „Sport an sich finde ich ziemlich doof. Aber in der Sportstation macht‘s Spaß“, erzählt Jasmin (8) aus der dritten Klasse. Der Zehn-Sekunden-Lauf ist ihr Favorit: „Da muss ich abzählen, bevor ich wieder zu der Station laufe.“

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