Lions Club

Spendenaktion: Adventskalender waren voller Erfolg

Dorothea Schauf und Amelie Wahrstötter (vorne, v. l.) sowie Karl Richard Ponsar, Barbara Görbitz-Jakobi, Joachim Marx, Markus Hoymann (hinten, v. l.) bei der Spendenübergabe aus dem Adventskalenderverkauf vom Lions Club „Wilhelm Conrad Röntgen“.
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Dorothea Schauf und Amelie Wahrstötter (vorne, v. l.) sowie Karl Richard Ponsar, Barbara Görbitz-Jakobi, Joachim Marx, Markus Hoymann (hinten, v. l.) bei der Spendenübergabe aus dem Adventskalenderverkauf vom Lions Club „Wilhelm Conrad Röntgen“.

Benefizaktion des Lion Clubs bringt 18.000 Euro zusammen. Die Spenden gehen vor allem am den Kinderschutz.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Der Adventskalender für den guten Zweck vom Lions Club „Wilhelm Conrad Röntgen“ war auch 2021 wieder ein voller Erfolg. Die insgesamt 18.000 Euro, die durch den Verkauf der Kalender eingenommen wurden, kommen vollständig guten Zwecken zugute.

Nicht nur würde das Geld in Remscheid verbleiben. „Die Erlöse gehen vollständig in die Arbeit mit Kindern“, sagt Organisator Joachim Marx. Die Institutionen wurden mit Bedacht vom Lions Club ausgewählt. Begünstigt wurden mit 9000 Euro die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land und mit je 3000 Euro das Projekt „Notbremse“, die Familienberatung der Caritas und die Familienberatung des Kinderschutzbundes.

Vor allem soll die Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden.

Markus Hoymann, 1. Vorsitzender Caritasverband

Markus Hoymann ist der Vorsitzende des Caritasverbandes Remscheid. Dort geht das Geld über das Projekt „Notbremse“ und die Familienberatung direkt an Kinder aus finanziell schwächeren Familien. „Vor allem soll die Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden“, sagt Hoymann. Dazu gehörten eben Klassenfahrten oder auch Ausflüge. Aber auch EDV-Ausstattung oder Schulmaterial würden mitfinanziert.

Die Kinderschutzambulanz verwendet ihren Teil der Spende ebenfalls direkt – sie ist für die tägliche Arbeit gedacht. Dort hat die Mitarbeiter jeden Tag mit Kindern und ihren Familien zu tun, die körperliche Gewalt, Vernachlässigung und vieles mehr erfahren mussten. Dafür brauche es viel Material. „Ein Teil wird in Spiele und Testmaterial fließen“, sagt Dorothea Schauf, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Kinderschutzambulanz.

Aber auch die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei wichtig, die sich jeden Tag mit den Fällen befassen müssten. Deswegen würde ein weiterer Teil des Geldes in interne Maßnahmen fließen, die das Personal benötige.

Remscheid: Kinderschutzbund will mit dem Geld modernisieren

Beim Kinderschutzbund wurde die Spende für Modernisierung genutzt. Nicht nur gab es eine personelle Veränderung, auch der langjährig genutzte PC ging in Rente, ein neuer musste her. „Nach über 20 Jahren in der Familienberatung brauchte es zum Beispiel auch neue Sessel“, sagt Vorsitzender Karl Richard Ponsar.

Noch dazu spielte die Pandemie eine große Rolle. Im Zuge der ins Leben gerufenen Onlineberatung hatten technische Voraussetzungen gefehlt, die geschaffen werden mussten. Für die Rückkehr ins Büro und die Präsenzberatung mussten Luftfilter angeschafft werden, zum Schutz aller, die die Beratung aufsuchen oder dort arbeiten. „Der Betrieb wird langsam wieder richtig hochgefahren“, fügt Ponsar hinzu.

Der Lions Club sah in den vergangenen Jahren vorwiegend den Bedarf im Bereich Kinderschutz, so sei auch der Verein Möhrchen in den vergangenen Jahren gefördert worden, der Grundschülern Frühstück und warmes Mittagessen ermöglichen möchte. Die Lions würden jedes Jahr aufs Neue mit den in Frage kommenden Institutionen entscheiden, ob Bedarf da sei, sagt Joachim Marx. Präsidentin „Auch der Club entscheidet da als Ganzes mit“, fügt Präsidentin Barbara Görbitz-Jakobi hinzu.

Die Spendenbereitschaft sei trotz Pandemie gleich geblieben, betonen die beiden Vertreter des Lion Clubs „Wilhelm Conrad Röntgen“. Die Unternehmen hätten auch in der Corona-Zeit großzügig gespendet, sowohl Sach- wie Geldspenden. Und die Verkäufe des Adventskalenders liefen wie am Schnürchen.

Hintergrund

Den Adventskalender des Lions Clubs „Wilhelm Conrad Röntgen“ gibt es seit 2007. Seit 2019 erscheint er als reiner Papierkalender – um nachhaltiger zu sein. Verkauft wird er für 5 Euro pro Stück an verschiedenen Orten in Remscheid. Die Winterfotos für den Kalender werden für die Benefizaktion vom Remscheider Fotografen Gerd Krauskopf kostenlos zur Verfügung gestellt. Die gesammelten, winterlichen Bilder der letzten Jahre werden in Zukunft außerdem auch als Motive auf Weihnachtskarten erhältlich sein.

Lesen Sie auch: Ukraine-Hilfe: Yoga für den guten Zweck

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