Kulturstätte

Lift im Teo Otto Theater hat seine Fahrt aufgenommen

Weihten den Lift ein (v. l.): Architekt Jens Mennenöh, Gebäudemanager Thomas Judt und Sven Graf (Theater).  Foto: Roland Keusch
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Weihten den Lift ein (v. l.): Architekt Jens Mennenöh, Gebäudemanager Thomas Judt und Sven Graf (Theater).  
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Nach zehn Jahren Planung ist der Aufzug da. Der Zustieg erfolgt im Bereich der rechten Garderobe, an der zum Parkhaus hingewandten Seite.

Remscheid. Zehn Jahre lang haben ihn sich die Kulturpolitiker schon gewünscht, jetzt ist er endlich da: der Aufzug im Teo Otto Theater. Er verbindet ab sofort das untere mit dem oberen Foyer – und sorgt nun dafür, dass mobilitätseingeschränkte Besucher auch Veranstaltungen wie den „Klangkosmos“ oder die Einführungsvorträge zu den Philharmonischen Konzerten im oberen Bereich besuchen können. „Darauf können wir richtig stolz sein“, sagt der Kulturausschussvorsitzende Karl Heinz Humpert (CDU). Er selbst hat den neuen Lift, wie er technisch korrekt heißt, bereits am Freitag beim Musical „Kein Pardon“ getestet.

Die Sonderanfertigung fügt sich wunderbar ins denkmalgeschützte Theater Baujahr 1954 ein: Wer nicht weiß, dass die Anlage neu gebaut wurde, sieht es nicht. Innen und außen wurde mit denselben Farben gearbeitet.

Der Zustieg erfolgt im Bereich der rechten Garderobe, an der zum Parkhaus hingewandten Seite. Der Wegfall der Garderobe in diesem Bereich sei verkraftbar, sagt Theater-Geschäftsführer Lutz Heinrichs. „Meist kommen wir mit einer auf der anderen Seite aus.“ Oben kommt er hinter dem Treppenaufgang raus. 385 Kilo oder fünf Personen darf der Lift der Firma Kloke Aufzüge tragen, er kommt hell und modern daher. Innen gibt es einen Haltegriff aus Edelstahl. „Im Gegensatz zu einem Aufzug benötigt ein Lift keinen Unter- und Überbau. Bei dieser Speziallösung, die auch mit reduziertem Tempo fährt, konnten wir mit geringen Maßen arbeiten“, erklärt Architekt Jens Mennenöh. Da das Haus unten breiter ist als oben, war korrekte Planung unter allen Aspekten des Denkmalschutzes für den Architekten geboten. „Wir sind sehr vorsichtig vorgegangen.“ Der Antrieb ist seitlich. Allein die Elektronik muss sich noch ein wenig einspielen.

„Wir haben ihn lange herbeigesehnt. Fast zwei Jahre mussten wir warten“, freute sich Lutz Heinrichs bei der Einweihung am Dienstag samt Sekt. Das Problem: Lieferschwierigkeiten und erhebliche Preissteigerungen. Ursprünglich hatte das städtische Gebäudemanagement 150 000 Euro veranschlagt, daraus wurden 183 000 Euro. „Wir haben in den letzten Monaten Preissteigerungen erlebt, wie wir sie nicht kennen. Teilweise 17 bis 18 Prozent“, erklärte Gebäudemanager Thomas Judt. „Unter dem Strich ist der Lift aber ein Gewinn für das Theater, das rechtfertigt den Preis.“

Auch die Damen-Toilettenanlage wurde unter Regie von Jens Mennenöh erweitert: von fünf auf zehn Kabinen. Bald kommt noch ein neuer Waschtisch hinzu. Damit dürften die langen Warteschlangen in der Pause Geschichte sein.

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