Ausstellung „Experiment_Raum“

Licht spielt mit Honsberger Fassaden

Beate Gärtner (l.) und Julia Priss zeigen in der Ins Blaue Art Gallery Video- und Rauminstallationen. Zudem beleuchten sie den Kinobunker. Foto: Roland Keusch
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Beate Gärtner (l.) und Julia Priss zeigen in der Ins Blaue Art Gallery Video- und Rauminstallationen. Zudem beleuchten sie den Kinobunker.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Eröffnung des zweiten Ausstellungsteils von „Experiment_Raum“ am Sonntag.

Remscheid. Die Wörter „Kaffee“, „Feuer“ und „Klopapier“ wandern im Halbdunkeln im Uhrzeigersinn über die Hauswand. Auf der gegenüberliegenden Fassade werden immer neue Wörter wie „merhaba“ oder „cortile“ an die Wand gestrahlt, angepustet von einem Ventilator. Nachbarn der Siemensstraße bleiben fasziniert stehen – es hat fast etwas Meditatives. Ab Sonntag können alle Remscheiderinnen und Remscheider die faszinierende Projektion der RaumZeitPiraten sehen. Denn dann eröffnet Teil 2 des multimedialen Kunstprojekts „Experiment_Raum“ mit zahlreichen Künstlern in Honsberg.

Die Ausstellung: Bis 14. November ist Teil 2 bei Ins Blaue, Siemensstraße 21, zu sehen. Julia Priss und Beate Gärtner haben sich dazu mit den Prozessen von Zeit, Zufall und Digitalisierung auseinandergesetzt. In einem Raum gibt es aber auch einen handgemachten QR-Code in Maxiformat. Hinweis: Er funktioniert auch mit dem Smartphone. Alicja Darski zeigt in Filmen nicht nur das aktuelle Thema von Geschlechterabhängigkeit, sondern veranschaulicht, was Corona mit ihr gemacht hat: „#Ruhe #Unruhe“ nennt sie das Werk. „Ich versuche, Gefühle zu beobachten und sie in kleinen Videosequenzen zu gestalten“, erklärt sie.

Jeden Abend zwischen 18 und 20 Uhr lassen zudem die RaumZeitPiraten Moritz Ellerich, Tobias Daemgen und Jan Ehlen ihre selbst gebauten Maschinen sprechen. „Poesieautomaten“ nennen sie die umgebauten Overheadprojektoren, die miteinander kommunizieren. Rechts und links von der Galerie gibt es Videomapping von Ria Gerth und Beate Gördes, Bela Usabev gestaltet eine interaktive Soundinstallation in der Löf. Tobi Löhde zeigt in der Siemensstraße 25 „Lichtgeburt II“. Dazu hat er Lampen mit Bauschaum auf Küchenmöbel befestigt. „Es hat schon fast alienartige Formen“, sagt Löhde. Wie das aussieht und wirkt, können die Zuschauer ab Sonntag sehen. Bis 14. November sind die Werke immer samstags/sonntags, 18 bis 20 Uhr, zu sehen, Siemensstraße 9 bis 27.

Eröffnung: Sonntag, 17. Oktober, 18 bis 22 Uhr, rund um Ins Blaue, Siemensstraße 21. Um 19.30 Uhr zeigt Alicja Darski zudem in der Halskestraße 26, Raum 26, eine Liveperformance und bindet das Publikum mit ein. Ab dann ist auch die Schau in der Galerie zu sehen. Beate Gärtner und Julia Priss beleuchten den Kinobunker: Die Entwicklung des Films wird hier dargestellt. „Die Struktur der Fassade macht es erst richtig interessant“, sagt Gärtner. Im Nachbarschaftswohnzimmer gibt es Snacks und Getränke. Es gilt 3G.

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur motiviert den Nachwuchs Bücher zu lesen.

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